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Bandenkrieg in Chinatown: Die neue Action-Serie "Warrior" nach einer Idee von Bruce Lee

13.06.2019 - In der neuen HBO-Serie "Warrior" mit Newcomer Andrew Koji nimmt eine Filmidee von Kung-Fu-Legende Bruce Lee spektakuläre Gestalt an.

Selbst der Martial-Arts-Ikone Bruce Lee blieben manchmal Türen in Hollywood verschlossen. 1971 schlug der Star bei Warner Bros. eine Serie über einen asiatischen Kampfkünstler im Wilden Westen vor und hoffte, die Hauptrolle zu ergattern. Man lehnte dankend ab. Ein Jahr später brachte das Studio jedoch die Serie "Kung Fu" mit diesem Plot und David Carradine als Helden heraus.

Heute würde eine solche Besetzung einen Protest gegen Whitewashing auslösen, also gegen die Bevorzugung eines weißen Schauspielers gegenüber einem Kollegen mit zur Rolle passenden Wurzeln. Actionregisseur Justin Lin, der in Taiwan geboren wurde und vier Filme aus der krachenden "Fast & Furious"-Reihe umsetzte, stolperte über diese Geschichte.

 

Er kontaktierte im Jahr 2015 Lees Tochter Shannon, um zu erfahren, ob ihr Vater wirklich involviert war. Daraufhin zeigte sie ihm das achtseitige Treatment, in dem Bruce Lee den Kern der Serie umschrieben hatte. Das Ergebnis: eine neue Actionserie! Die beiden taten sich zusammen, gewannen Serienschöpfer Jonathan Tropper ("Banshee") für die Bücher und schickten den "Warrior" (ab 14. Juni bei Sky Atlantic) in den Kampf.

Ein Held mit Schlagkraft: Darum geht's in "Warrior"

Die Serie, die während der sogenannten Tong-Kriege Ende der 1870er-Jahre in San Francisco, Kalifornien spielt, folgt Ah Sahm, einem Kampfkunstwunder, das aus China nach San Francisco auswandert, um seine verschollene Schwester Mai Ling zu finden. Auf der Stelle heuert ihn die mächtigste Gang von Chinatown als Mann fürs Grobe an.

 

Für die Hauptrolle wählten die Macher ganz bewusst keinen optischen Doppelgänger von Bruce Lee: "Es hätte nur wie eine billige Nachahmung gewirkt. Stattdessen suchten wir jemanden, der etwas von seiner Essenz verkörpern könnte, ohne zu versuchen, wie Bruce Lee zu sein", sagt Jonathan Tropper. Die Wahl fiel auf Andrew Koji, einen Briten mit japanischen Vorfahren. "Er vermittelt dem Publikum diesen Hauch von Cowboy-Lässigkeit, die Bruce Lee in die Kampfkunst gebracht hat, und zeigt mit einem Augenzwinkern, dass er eine gute Zeit hat", so Tropper.

 

Andrew Koji musste für die Kämpfe vor der Kamera allerdings hart an sich arbeiten. Nach zehnjähriger Karatepause fiel dem 32-Jährigen einiges deutlich schwerer als in seiner Jugend: "Ich musste mich übergeben, ich war erschöpft und am Ende", sagt er. "Wegen der vielen Kicks hatte ich reichlich Schmerzen in der Leistengegend, aber glücklicherweise keine Verletzungen."

 

Extraspaß für Kenner: In "Warrior" trifft Historie auf moderne Sehgewohnheiten

Seine Figur Ah Sahm gerät mitten in die brutalen Fights rivalisierender chinesischer Gruppen, den Tongs, die in Chinatown einen hochprofitablen Sündenpfuhl aus Spielhöllen, Bordellen und Opiumhöhlen geschaffen haben. Während irische Arbeiter immer brutaler auf die asiatischen Einwanderer reagieren, versucht der korrupte Bürgermeister Blake, das Chaos notdürftig in Schach zu halten. Und Ah Sahms Schwester erweist sich als überraschend einflussreich.

 

Kurz nach dem US-Start der Serie im April kündigte der Sender Cinemax ("The Knick") bereits eine zweite Staffel an, die erneut in Südafrika gedreht werden soll. "Warrior" ist zwar im späten 19. Jahrhundert angesiedelt, aber in Sachen Sex und Action entspricht die Serie heutigen Sehgewohnheiten – und geflucht wird bei Asiaten und Iren auch wie im Jahr 2019. Ein Spaß für Kenner des Genres sind die in Moves und Sprüchen versteckten kleinen Anspielungen auf eine große Martial-Arts-Ikone.

Interview-Zitate: Anke Hofmann

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