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Claudia Michelsen: "Es gibt viel zu leiden und zu lieben"

08.03.2018 - "Ku'damm 59" spielt Ende der 50er, als das Fernsehen gerade seinen Siegeszug antritt. Und die Tanzschule von Catarina Schöllack, gespielt von GOKA-Preisträgerin Claudia Michelsen, will auf diesen Zug aufspringen.

In unserem GOLDENE KAMERA-Kandidaten für 2019 "Ku'damm 59" spielt Claudia Michelsen (GOLDENE KAMERA 2013) eine eiskalte Mutter: Sie nimmt ihrer Tochter Monika (Sonja Gerhardt, hier im Interview) nicht nur ihr Kind Dorli (Alma Löhr) weg, sondern managt sie obendrein mit harter Hand. Denn Monika soll mit Tanzpartner Freddy (Trystan Pütter) Karriere als "Nicky und Freddy" machen. Und als wäre das nicht genug, ist da noch der TV-Produzent Moser (Ulrich Noethen, GOLDENE KAMERA 2006), in den sich Caterina verliebt, von dem sie aber bitter enttäuscht wird.

 

Interview mit Claudia Michelsen

Kindesentfremdung, Ehebruch, Selbstmord, Prostitution: Wird "Ku'damm 59" noch dramatischer als "Ku'damm 56"?

Annette Hess hat natürlich wieder jeder Figur genug Material geschenkt, also insofern kann man sagen, ja es gibt viel zu leiden und zu lieben, es gibt viel Drama.

 

Wie entwickelt sich Ihre Rolle weiter? Wie geht es weiter mit Caterina Schöllack?

Unter anderem verliebt sich Catarina und wird enttäuscht. Dadurch gerät Sie ziemlich ins Stolpern. Das ist herrlich. Ich würde sogar sagen, am Ende lernt Sie von ihrer Tochter!

 

Was mögen Sie an der Figur von Caterina Schöllack?

Mich interessiert die Not, in der diese Frau ist. Im Prinzip findet sie selbst ja gar nicht statt. Auch das wäre spannend zu entdecken. Was hat sie so werden lassen?

 

Inwiefern?

Eine alleinerziehende Frau mit drei Töchtern in der Nachkriegszeit ist für uns schwer vorstellbar. Diese Catarina musste wie ein Soldat alles mit übertriebener Strenge und Disziplin zusammenhalten. Es gab Unmengen Reaktionen von älteren Menschen, die solche Mütter oder Tanten erlebt haben. Alles war zerfallen und der Krieg hat die Menschen verändert. Der Weg konnte nur sein "Die Welt ist schön", das hat sich in vielem niedergeschlagen, in der Musik als auch in Filmen.

 

"Früher war alles besser": Stimmt das auch in Bezug auf die 50er Jahre?

Was die Möglichkeiten für Frauen betrifft, nein. Ich bin froh, dass meine Töchter in diese Zeit hineingeboren worden sind, und dass auch ich selbst in einer anderen Zeit aufwachsen konnte.

 

Wie überrascht waren Sie, dass die Diskussion über #MeToo, die ja auch in Ihrer Serie auftaucht, plötzlich wieder so aktuell ist?

Überrascht bin ich darüber nicht. Es war an der Zeit und es ist mehr als überfällig, dass es thematisiert wird.

 

Was sind Ihre nächsten Projekte?

Im März drehe einen Film für den NDR  mit Thomas Stiller. Es ist die Geschichte einer Frau, die in einem Männergefängnis arbeitet. Und danach folgen zwei "Polizeirufe 110".

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