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Neue Serie "Krieg der Welten": Menschen vs. Aliens

05.11.2019 - Wie die europäische Scifi-Serie "Krieg der Welten" einem Klassiker neues Leben einhauchen will.

Sie tun es schon wieder: Aliens greifen die Erde an! So wie sie es seit über 100 Jahren machen. 1898 schrieb der Brite H. G. Wells seinen Science-Fiction-Roman "Krieg der Welten" über eine Invasion Außerirdischer. Und startete damit einen Trend, der sich durch diverse Jahrzehnte und Mediengattungen zog. Zuletzt adaptierte Steven Spielberg den Stoff 2005 actionreich fürs Kino.

Darum geht's in der Serie "Krieg der Welten"

Auch die neue achtteilige Serie "Krieg der Welten" (ab 6. November, 21.00 Uhr, FOX) spielt in der Gegenwart und ist nur lose an den Roman angelehnt: In den Alpen empfängt Dr. Durand (Léa Drucker) aus dem All Signale intelligenten Lebens. Doch dann der Schock: Die Außerirdischen greifen an! Nur wenige Menschen überleben den weltweiten Angriff. Unter ihnen Bill (Gabriel Byrne, "In Treatment"), der mit seiner Ex-Frau Helen (Elizabeth McGovern) im zerstörten London nach ihrem gemeinsamen Sohn sucht.

 

Neue Figuren, neues Ende

Der britische Serienschöpfer Howard Overman ("Misfits") erfand neue Figuren und Schauplätze, die es bei Wells noch nicht gab. Eine Änderung lag ihm besonders am Herzen. "Das Ende des Romans war seinerzeit revolutionär", sagt Overman im Interview mit GOLDENE KAMERA. "Aber als es auch Spielberg 100 Jahre später in seinem Film verwendete, dachte ich: Ist das euer Ernst? Da heißt es sinngemäß: 'Oh mein Gott, wir werden alle sterben!' – 'Nein, werden wir nicht, weil sich die Aliens auf der Erde die Grippe geholt haben.' Also bitte!"

Overman verspricht eine völlig andere Auflösung, zudem Antworten auf seiner Meinung nach zentrale Fragen: "Wer sind diese Aliens? Und was wollen sie ausgerechnet von uns?" Wells’ Invasionsszenario mag 121 Jahre alt sein. Für BAFTA-Gewinner Overman ist es aber alles andere als antiquiert: "Das Besondere an der Story ist, dass sie stets andere Ängste und Probleme spiegelte. Beim Roman ging es um Kolonialisierung, beim Radiohörspiel 1938 um den drohenden Krieg und Massenkommunikation. In den 1950ern war es eine Metapher für den Kalten Krieg. Und bei Spielberg 2005 war es eine Reaktion auf unsere Ängste nach 9/11."

Und diesmal? Jeder Zuschauer wird andere Assoziationen haben: Atomkrieg? Umweltzerstörung? In der Serie muss eine Gruppe völlig unterschiedlicher Menschen zusammenarbeiten, um einer übermächtigen Bedrohung zu begegnen. Es ist eine Extremsituation, die das Beste in jedem zum Vorschein bringen kann, aber auch das Schlechteste.

Staffeln 2 und 3 sind geplant

"Es ist eine Scifi-Serie auch für Leute, die keine Scifi-Fans sind", sagt Hauptdarsteller Gabriel Byrne. "Letztlich geht es um Figuren, mit denen man mitfiebert. Fehlen die, bringen auch Spezialeffekte nichts." "Krieg der Welten" bietet durchaus Action und Computereffekte, vor allem für das Aliens-Design (das hier nicht verraten sei). Wer aber ständige Schlachten erwartet, wird enttäuscht.

Ganz im Gegensatz zu Elizabeth McGovern. "Ganz ehrlich? Als ich den Titel sah, dachte ich: Das ist nichts für mich", so der "Downton Abbey"-Star. "Doch als ich weiterlas, spürte ich die Faszination des Stoffes: Wie verhalten sich Menschen angesichts einer drohenden Auslöschung?"

Angelegt ist die französisch-englische Koproduktion auf drei Staffeln. Verwirrenderweise hat jetzt auch die BBC "Krieg der Welten" neu verfilmt: als Dreiteiler, der Anfang des 20. Jahrhunderts spielt. TV-Start soll noch Ende dieses Jahres sein. Im ewigen Kampf zwischen Menschheit und Aliens gibt es also erst mal keine Waffenruhe.

Bildergalerie: Die Serien-Highlights im November

 

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