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Vierter Slalom-Titel in Serie - Geiger im Pech

16.02.2019 - So eine Serie gab es noch nie: Wie 2013, 2015 und 2017 heißt die Slalom-Weltmeisterin auch 2019 Mikaela Shiffrin. Die 23-Jährige aus den USA zeigt im letzten Damen-Rennen der WM erneut ihre Extraklasse. Pech hatte indes Christina Geiger auf dem Weg zu einem Spitzenplatz.

  • Mikaela Shiffrin aus den USA schreibt weiterhin Ski-Geschichte und ist zum vierten Mal in Serie Weltmeisterin im Slalom. Foto: M. Kappeler © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Mikaela Shiffrin aus den USA schreibt weiterhin Ski-Geschichte und ist zum vierten Mal in Serie Weltmeisterin im Slalom. Foto: M. Kappeler © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Völlig erschöpft ging Mikaela Shiffrin im Ziel in die Knie, sank in den Schnee, rang heftig hustend nach Atem und schaffte es ohne Hilfe nicht mal aus der Bindung.

Mit ihrem Sieg im Slalom von Are und nun vier WM-Titeln nacheinander in dieser Disziplin stellte die einzigartige Skirennfahrerin aus den USA einen Alpin-Rekord auf - überwältigt aber wurde sie vor allem von den Folgen einer plötzlichen, heftigen Bronchitis.

«Auf halber Strecke ist mir der Sauerstoff ausgegangen und ich habe nur versucht, im Kurs zu bleiben», berichtete die 23-Jährige nach ihrem historischen Triumph vor Anna Swenn Larsson aus Schweden (+0,58 Sekunden) und der slowakischen Riesenslalom-Weltmeisterin Petra Vlhova (+1,03). «Ich habe so etwas noch nie erlebt, dass ich keine Luft mehr bekommen habe. Das war beinahe beängstigend.»

Christina Geiger schied nach Platz sieben im ersten Lauf im Finale kurz vor dem Ziel aus und verpasste einen Spitzenplatz, Lena Dürr kam auf Rang elf (+4,25). Auch die als Führende in das Finale gestartete Schweizerin Wendy Holdener rutschte aus und fiel weit zurück.

Somit war der Erfolg für Shiffrin perfekt. Wie schon 2013, 2015 und 2017 war sie auch in Are 2019 in ihrer stärksten Disziplin nicht zu schlagen. Sie krönte sich mit zweimal Gold in Slalom und Super-G sowie Bronze im Riesentorlauf zur erfolgreichsten Athletin der WM.

«Ich bin glücklich», sagte Shiffrin in einem TV-Interview und weinte vor Freude und Erleichterung. Dass sie einmal mehr Geschichte schrieb, weil es einen solchen Viererpack in einer Disziplin in der fast neun Jahrzehnte langen Alpin-Historie noch nie gegeben hatte, spielte in dem Moment keine Rolle. Vor Shiffrin hatte es nur die Deutsche Christel Cranz geschafft, so oft in einer Disziplin WM-Gold zu holen. Die Rekordweltmeisterin fuhr in den 30er Jahren viermal zum Sieg im Slalom und sogar fünfmal in der Kombination - aber eben jeweils nicht bei aufeinanderfolgenden Events.

Mit ihrer insgesamt fünften Goldmedaille zog die Amerikanerin zudem in der ewigen Bestenliste mit Fahrern wie Ingemar Stenmark (Schweden), Annemarie Moser-Pröll (Österreich) oder dem bei diesen Titelkämpfen zurückgetretenen Norweger Aksel Lund Svindal gleich. Dabei ist Shiffrin erst 23 Jahre alt und nach Ansicht vieler Experte drauf und dran, sämtliche Bestmarken im Skirennsport zu knacken.

Im Vergleich zum Großteil der Konkurrenz fährt die Amerikanerin in einer anderen Liga. Lena Dürr, die im Winter selten überzeugt hatte, sagte: «Der Rückstand ist auch brutal, da haben wir noch einiges zu tun. Jetzt hoffe ich, dass ich den Schwung ins Saisonfinale mitnehmen kann. Es war schon ein Schritt in die richtige Richtung.»

Geiger hatte zunächst die Enttäuschung zu verdauen, mit der Chance auf Rang sechs im Zielhang ausgeschieden zu sein. «Bei einer WM muss man einfach riskieren, das hab ich getan», sagte die Allgäuerin. Nach vielen durchwachsenen Wintern waren der 29-Jährigen zuletzt vier Top-Ten-Ergebnisse in Serie gelungen, auch in Are überzeugte sie zunächst im Team-Event und dann in eindreiviertel Slalom-Läufen.

«Es ist wirklich schade, das war heute einfach eine Riesenchance», sagte Bundestrainer Jürgen Graller. «Es wäre ein sechster Platz möglich gewesen. Mit den Rängen sechs und zwölf hätten wir den Reißverschluss zu gemacht und gesagt: Das war eine coole Vorstellung. Aber man kann der Christina nichts vorwerfen, sie hat gekämpft.» Ganz so wie Mikaela Shiffrin - wenn auch nicht so erfolgreich.

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