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«Storm Damage»: Ben Watt bestätigt seinen guten Ruf

06.02.2020 - Vor 25 Jahren wirbelte ein Dancepop-Welthit die beschauliche Karriere von Ben Watt im Indie-Duo Everyting But The Girl durcheinander. Mit «Storm Damage», dem dritten Soloalbum in sechs Jahren, bestätigt der Brite nun seine Qualitäten als Songwriter.

  • Ben Watt ist zum klangtechnisch flexiblen Songdichter geworden. Foto: Antonio Zazueta Olmos/Antonio Olmos/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ben Watt ist zum klangtechnisch flexiblen Songdichter geworden. Foto: Antonio Zazueta Olmos/Antonio Olmos/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Ben Watt gehört zu den großen Unbekannten unter den besten britischen Songschreibern - bis man auf sein Lied «Missing» stößt.

1995 wurde das eigentlich eher traurige Stück in einem modischen Dance-Remix zum Welterfolg - es stammte von Watt und seiner Lebenspartnerin Tracey Thorn, die damals das Indiepop-Duo Everything But The Girl bildeten.

Die Bürde eines millionenfach verkauften Mega-Hits der 90er Jahre hat Watt nicht gehindert, weiterhin feine Singer-Songwriter-Musik zu machen. «Storm Damage» (Unmade Road/Caroline International) ist nun das bereits dritte Studioalbum des Multiinstrumentalisten seit seiner Rückkehr als Solokünstler vor sechs Jahren.

Die neue Platte klingt nicht so «folky» wie das zu Recht gerühmte Comeback-Werk «Hendra» (2014) und der ähnlich starke Nachfolger «Fever Dream» (2016) - aber ebenso warm und persönlich. Dafür sorgen der erdig aufploppende Kontrabass-Sound von Rex Horan, schöne Akustikgitarren - und die melancholische Stimme des mittlerweile 57-jährigen Watt. In Songs wie dem jazzigen «Retreat To Find», der Elektropop-Ballade «Irene» oder dem hymnischen Pianopop von «Sunlight Follows The Night» zeigt er seine ganze Meisterschaft.

Vom Hit-Produzenten, der er als erfahrener DJ und Remixer immer noch sein könnte, ist Ben Watt zum klangtechnisch flexiblen Songdichter geworden. Darin ähnelt er seiner Frau Tracey, die in den vergangenen Jahren ebenfalls exquisite Alben ohne stilistische Scheuklappen vorgelegt hat.

Als junges Duo hatten beide die britische Musikszene der 80er und 90er Jahre belebt - als hoch angesehene Solomusiker finden sie nun auch in ihren mittleren Jahren ein gutes Auskommen. Watts «Storm Damage» fügt der Geschichte ein sehr respektables Kapitel hinzu.

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