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Neureuther und der WM-Plan: Wird knapp, aber könnte klappen

26.01.2019 - Noch der Flutlicht-Slalom in Schladming, dann geht es in dieser Disziplin schon um WM-Medaillen. Von den Top 3 und dem neuen Super-Talent ist Felix Neureuther in Kitzbühel zwar weit weg, aber die eingeschlagene Richtung stimmt den Routinier zuversichtlich.

  • Verpasste in Kitzbühel die Top-10: Felix Neureuther. Foto: Gabriele Facciotti/AP © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Verpasste in Kitzbühel die Top-10: Felix Neureuther. Foto: Gabriele Facciotti/AP © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Selten war Felix Neureuther nach einem Platz jenseits der Top Ten so zuversichtlich und guter Laune wie in Kitzbühel.

«Ich bin happy, wie es hier gelaufen ist», sagte der beste deutsche Skirennfahrer nach Rang elf auf dem Ganslernhang. Seine Frau Miriam mit Tochter Matilda waren im Schneegestöber da, seine Eltern Christian Neureuther und Rosi Mittermaier sowie Arnold Schwarzenegger als Stargast auf der VIP-Tribüne des berühmtesten Slaloms der Welt auch. Viel mehr als der inzwischen 71 Jahre alte Ex-Bodybuilder und Schauspieler interessierte Neureuther aber die Bedeutung des Tages für seinen WM-Plan. Und deswegen grinste er.

Am 17. Februar geht es in Are um Gold, Silber und Bronze im Slalom, es ist der letzte Wettkampf der Weltmeisterschaften in Schweden. Und an diesem Tag will der 34 Jahre alte Routinier nach Monaten mit einem Kreuzbandriss und vielen kleinen Rückschlägen in Medaillenform sein. Ob das klappt? «Es wird knapp, aber es geht sich, glaube ich, genau aus», sagte Neureuther, lächelte schelmisch und stapfte im Schnee davon. Die fast zwei Sekunden Rückstand auf Gewinner Clement Noel waren ihm in diesem Moment ziemlich egal.

Der Franzose gewann wie am vergangenen Sonntag in Wengen, zwei Siege in Serie im Slalom war in den vergangenen zwei Jahren nur Marcel Hirscher im Weltcup gelungen. «Das klingt wie ein Traum», sagte der 21-Jährige, der nun definitiv angekommen ist im Kreis der Medaillenkandidaten für die WM. Auch der Österreicher Hirscher, 0,29 Sekunden langsamer als Noel und Zweiter, sowie dessen Teamkollege Alexis Pinturault auf Rang drei zählen vor der Generalprobe am Dienstagabend in Schladming (17.45/20.45 Uhr) zwangsläufig dazu; ebenso wie der Norweger Henrik Kristoffersen auf Platz vier.

Aber auch Neureuther hatte 22 Tage vor dem WM-Slalom nicht mehr das Gefühl von Chancenlosigkeit wie nach den vergangenen Rennen in Wengen und Adelboden. Zwei Mal schon gewann er in Kitzbühel, auch sein Vater Christian holte vor 40 Jahren einen Sieg dort und hat eine Gondel in der Hahnenkammbahn mit seinem Namen drauf. Aber darum ging es Neureuther am Samstag nicht. «Die Platzierung heute ist ehrlich gesagt zweitrangig», sagte er. Viel wichtiger sei das Gefühl auf Ski. Und «das gibt mir sehr viel Zuversicht, das war auf alle Fälle ein ganz anderes Skifahren als die letzten Wochen bei mir».

Durch den Kreuzbandriss zu Beginn der Saison 2017/2018 verpasste er nicht nur viele Rennen, sondern auch viele Testtage. Beim Material - also Ski, Schuhen und Bindung - hat er auf die Konkurrenz einen Rückstand. «Es ist alles ein bisschen so ein kleines Experimentieren auf der Suche nach dem richtigen Setup», berichtete Neureuther. «Heute hat es gut funktioniert. Auf heute kann man aufbauen, und dann kann ich mich hoffentlich endlich mal aufs Skifahren konzentrieren statt auf andere Sachen.»

Wie gut das klappt, zeigt der Flutlicht-Slalom am Dienstag. Der ist auch die letzte Chance für Linus Straßer, Dominik Stehle und Fritz Dopfer, die Qualifikationsnorm für die WM zu erfüllen.

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