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Brignone baut Gesamtführung aus - Ortlieb gewinnt Super-G

29.02.2020 - Nach Tagen der Unsicherheit wegen des Coronavirus rückte beim Weltcup in Italien zumindest kurzzeitig wieder der Sport in den Fokus. Beim Super-G standen eine Debüt-Siegerin und eine Lokalmatadorin mit immer besseren Chancen auf den großen Coup im Blickpunkt.

  • Gewann den Super-G in La Thuile: Nina Ortlieb aus Österreich. Foto: Alessandro Trovati/AP/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Gewann den Super-G in La Thuile: Nina Ortlieb aus Österreich. Foto: Alessandro Trovati/AP/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Skirennfahrerin Federica Brignone nähert sich dank ihrer hervorragenden Form und der Abwesenheit von US-Star Mikaela Shiffrin dem erstmaligen Triumph in der Weltcup-Gesamtwertung.

Die Italienerin wurde am Samstag Zweite des Super-G von La Thuile und baute ihren Vorsprung im Klassement aus. Die 29-Jährige verpasste den Sieg um nur eine Hundertstelsekunde gegenüber der Österreicherin Nina Ortlieb, die ihren ersten Weltcup-Sieg feierte.

Als Zweite sammelte Brignone aber 80 Punkte und liegt im Kampf um die große Kristallkugel 153 Zähler vor Shiffrin. Die Titelverteidigerin fährt nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters weiter keine Rennen.

«Ich war sehr nervös beim Heimrennen, meine Beine haben gezittert», erzählte Brignone und räumte ein: «Natürlich habe ich den Gesamtweltcup im Kopf. Aber der wird erst am Saisonende ein Thema.»

In der Disziplinwertung verkürzte Brignone den Rückstand auf die führende Corinne Suter auf 19 Punkte - die Schweizerin wurde in La Thuile Dritte. Die Entscheidung über den Disziplin-Erfolg fällt damit erst beim Weltcup-Finale in zweieinhalb Wochen in Cortina d'Ampezzo.

Die deutschen Fahrerinnen, die auf die verletzte Viktoria Rebensburg verzichten mussten, erlebten bei dem Rennen im Aostatal ein Debakel: Patrizia Dorsch kam als beste Deutsche nur auf Platz 37, Veronique Hronek wurde 43. und damit Vorletzte. Kira Weidle und die Weltcup-Debütantin Fabiana Dorigo schieden aus.

Das Renn-Wochenende im Nordwesten Italiens steht unter dem Eindruck des Coronavirus-Ausbruchs, die am meisten betroffenen Gebieten sind nur knapp drei Autostunden entfernt. Aus Hygienegründen ist das Händeschütteln in La Thuile weitgehend tabu, bei Interviews soll ein Sicherheitsabstand von eineinhalb Metern eingehalten werden.

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