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Eisenbichler und Leyhe in Lillehammer auf dem Podium

09.03.2020 - Die ganze Saison springt Markus Eisenbichler den eigenen Ansprüchen hinterher. In Norwegen klappt es nun mal wieder mit einem Podestplatz. Auf dem Podium kann sich «Eisei» mit einem Teamkollegen freuen. Für den besten DSV-Adler im Gesamtweltcup läuft es nicht gut.

  • Freude über Platz zwei in Lillehammer: Markus Eisenbichler (r). Foto: Geir Olsen/NTB scanpix/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Freude über Platz zwei in Lillehammer: Markus Eisenbichler (r). Foto: Geir Olsen/NTB scanpix/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Er kann es noch! Skispringer Markus Eisenbichler hat beim Weltcup in Lillehammer sein mit Abstand bestes Saisonergebnis gefeiert und es erstmals in diesem Winter in einem Einzelwettkampf aufs Podium geschafft.

Der 28-Jährige sprang am Montag in Lillehammer überraschend 138 und 120,5 Meter weit und musste sich nur dem slowenischen Sieger Peter Prevc um umgerechnet 22 Zentimeter geschlagen geben. «Das ist schon cool», sagte der «Eisei» genannte Sportler zu seinem starken Auftritt und ergänzte mit einem Lächeln: «Ich habe zwischenzeitlich schon gezweifelt, ob ich irgendwann nochmal normale Ergebnisse einfahre.» Stephan Leyhe machte das gute deutsche Mannschaftsresultat als Dritter perfekt.

Im Fokus stand nach dem Springen aber Dreifach-Weltmeister Eisenbichler, dessen bisher beste Saisonleistung im Einzel Rang zehn beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen gewesen war. «Wir sind sehr zufrieden mit ihm», sagte Bundestrainer Stefan Horngacher im ZDF. Der Podestplatz sei eine «super Sache».

Nicht so gut lief es beim Nachholspringen des am Sonntag in Oslo abgesagten Wettkampfs für den in diesem Winter bisher so konstanten Karl Geiger. Der Gesamt-Weltcupzweite sprang nur auf Rang 19 und büßte weiter Punkte auf den führenden Österreicher Stefan Kraft ein.

Das Gelbe Trikot rückt für Geiger im Saisonendspurt in immer weitere Ferne. «Ich habe heute ein paar Sachen probiert, es ist nicht wirklich aufgegangen», sagte der Oberstdorfer, und Horngacher meinte: «Er ist momentan nicht ganz so locker, wie er sein könnte. Wir müssen schauen, dass wir ihn aus diesem Fahrwasser rausnehmen und dass er wieder Fahrt aufnimmt.»

Fahrt nimmt so langsam auch die eigene mit 60.000 Euro für den Sieger dotierte Raw-Air-Wertung auf. In der Serie, die bereits an diesem Dienstag mit der Qualifikation (15.45 Uhr) und einem weiteren Einzelwettkampf (17.00 Uhr) fortgesetzt wird, übernahm der norwegische Lokalmatador Marius Lindvik die Führung.

Der zuvor nach seinem Quali-Sieg von Oslo überraschend erstplatzierte Constantin Schmid landete am Montag auf dem 16. Platz. Pius Paschke sprang auf Rang 14. Bei der Raw Air, die nach Lillehammer noch in Trondheim Station macht und die am Sonntag in Vikersund endet, fließen alle Sprünge - auch die der Qualifikation - in eine eigene Gesamtwertung ein.

Bei den Frauen gewann indes die Japanerin Sara Takanashi. Die 23-Jährige setzte sich mit Sprüngen auf 120,5 und 127,5 Meter vor Maren Lundby aus Norwegen und deren Teamkollegin Silje Opseth durch. Katharina Althaus belegte als beste deutsche Springerin den vierten Platz. Als Zweitbeste aus dem Team von Bundestrainer Andreas Bauer sprang Juliane Seyfarth beim Nachholwettbewerb des am Vortag in Oslo abgesagten Weltcups auf Rang zwölf. Luisa Görlich wurde 16., Svenja Würth landete auf Platz 21.

Überschattet wurde der Wettkampf von einem Sturz von Nika Kriznar im Auslauf. Die Slowenin musste an ihrem 20. Geburtstag in Führung liegend mit einer Trage weggebracht werden. In der Weltcup-Gesamtwertung eroberte Lundby die Führung von der Österreicherin Chiara Hölzl, die nur Neunte wurde.

Neben dem sportlichen Geschehen war auch das neuartige Coronavirus ein Thema bei den Skispringern. In Lillehammer wurden zwei Personen, die etwas mit der Wettkampfserie zu tun haben, vorsorglich in Quarantäne geschickt. Zudem wurde bekannt, dass die Skiflug-WM vom 19. bis zum 22. März im slowenischen Planica ohne Zuschauer stattfindet.

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