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Netta tritt bei ESC-Finale mit neuem Song auf

10.05.2019 - «Nana Banana» klingt wie Dada-Poesie, ist aber der neue Song von ESC-Siegerin Netta. Beim Finale ist Uraufführung.

  • Sängerin Netta Barzilai beim Interview mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Foto: Ilia Yefimovich © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Sängerin Netta Barzilai beim Interview mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Foto: Ilia Yefimovich © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die israelische ESC-Siegerin Netta Barzilai (26) tritt beim Finale des Eurovision Song Contest 2019 in einer Woche mit einem brandneuen Song auf. «Nana Banana» ist ein viel ruhigeres Lied als der Hit «Toy», mit dem die rundliche Künstlerin im vergangenen Jahr beim ESC den ersten Platz eroberte und mit dem sie auch das erste Halbfinale (14. Mai) eröffnen wird.

Sie werde mit dem neuen Song kurz vor Madonna im Finale am 18. Mai auftreten, erzählte Netta der Deutschen Presse-Agentur in ihrer Wohnung im Zentrum von Tel Aviv. Der «neo-karibische Popsong» verbindet Reggae-Elemente mit japanischer und koreanischer Popmusik.

Nach dem ESC-Sieg hätten alle extrem hohe Erwartungen an sie gehabt, sagte Netta. «Der Druck hat mich überwältigt.» In dem neuen, eher ruhigen Song «Nana Banana» sei es darum gegangen, sich von diesem Druck freizumachen, ihre «innere Komfortzone» zu finden, erklärte die Sängerin. «Ich bin keine interessante Künstlerin, wenn ich nicht meinem Herzen folge.»

Ihre Favoriten beim diesjährigen ESC seien der Italiener Mahmood («Soldi»), der Spanier Miki («La Venda») und der Niederländer Duncan Laurence («Arcade»), sagt Netta. «Das sind meine Top 3.»

Ihr Tipp an alle ESC-Teilnehmer: «Du musst die beste Version von Dir selbst sein.» Sie habe seit ihrem ESC-Sieg in Portugal ein «verrücktes Jahr» durchlebt. «Ich freue mich, dass es vorbei ist, jetzt wird es einen neuen Sieger geben und ich kann die Musik machen, die ich machen will.» In dem Jahr seit ihrem Sieg sei sie auch viel in Deutschland aufgetreten, das Publikum habe sie sehr freundlich aufgenommen.

Kritik an der Veranstaltung des ESC in Israel wegen der Palästinenser-Politik weist Netta zurück. Bei dem Wettbewerb gehe es vor allem darum, Länder und Menschen zusammenzubringen. «Es ist eine Bühne, auf der es egal ist, welches Geschlecht, welche Religion, welche Herkunft Du hast, und auf der Du als Gleicher unten Gleichen am Wettbewerb teilnehmen kannst», sagt Netta. «Die Eurovision ist Licht - warum sollte man da Dunkelheit reinbringen?»

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