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Merkel nach neuem Zitteranfall: «Keine Sorgen machen»

10.07.2019 - Drei Zitteranfälle in gut drei Wochen - kann die Kanzlerin noch die volle Leistung bringen? Sie selbst hat darauf eine klare Antwort.

  • Bundeskanzlerin Angela Merkel erlitt beim Empfang des finnischen Ministerpräsidenten Antti Rinne erneut einen Zitteranfall. Foto: Michael Kappeler © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Bundeskanzlerin Angela Merkel erlitt beim Empfang des finnischen Ministerpräsidenten Antti Rinne erneut einen Zitteranfall. Foto: Michael Kappeler © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Bei der Überreichung der Ernennungsurkunde an die neue Bundesjustizministerin Christine Lambrecht fing die Kanzlerin plötzlich an, am ganzen Körper zu zittern. Foto: Kay Nietfeld © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Bei der Überreichung der Ernennungsurkunde an die neue Bundesjustizministerin Christine Lambrecht fing die Kanzlerin plötzlich an, am ganzen Körper zu zittern. Foto: Kay Nietfeld © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Zuerst hatte Angela Merkel mitt Juni beim Empfang des neuen ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj erheblich gezittert. Foto: Wolfgang Kumm © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Zuerst hatte Angela Merkel mitt Juni beim Empfang des neuen ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj erheblich gezittert. Foto: Wolfgang Kumm © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Nach dem dritten Zitteranfall in gut drei Wochen wächst die Sorge um die Gesundheit von Bundeskanzlerin Merkel weiter. Beim Empfang des finnischen Ministerpräsidenten Antti Rinne mit militärischen Ehren bebte beim Abspielen der Nationalhymnen erneut der Körper der CDU-Politikerin.

Die Zitterattacke dauerte diesmal drei Minuten. Anschließend sagte die Kanzlerin trotzdem, es gehe ihr gut: «Man muss sich keine Sorgen machen.» Zweifel an ihrer Arbeitsfähigkeit als Chefin der Bundesregierung wies sie zurück: «Ansonsten bin ich ganz fest davon überzeugt, dass ich gut leistungsfähig bin.»

Merkel begründete den Anfall damit, dass sie immer noch in der «Verarbeitungsphase» eines Anfalls vor gut drei Wochen beim Empfang des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sei. «Die ist offensichtlich noch nicht ganz abgeschlossen, aber es gibt Fortschritte. Und ich muss damit jetzt eine Weile leben», sagte Merkel. «Ich glaube, dass es so, wie es gekommen ist, eines Tages auch vergehen wird. Aber es ist noch nicht so weit.»

Insgesamt ist es schon der vierte öffentliche Zitteranfall Merkels. Das erste Mal erwischte es sie in Mexiko-Stadt 2017 beim Empfang durch den damaligen Präsidenten Enrique Peña Nieto. Auch damals zitterten Merkel beim Abspielen der Nationalhymnen deutlich sichtbar die Beine - bis sie zum Abschreiten der Ehrenformation losgehen konnte.

Damals wurde Wassermangel als Erklärung genannt. So auch bei dem Anfall, den sie Mitte Juni beim Empfang Selenskyjs vor dem Kanzleramt bei großer Hitze erlitt. Nur neun Tage später zitterte die Kanzlerin dann bei der Ernennung der neuen Justizministerin Christine Lambrecht (SPD) durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Schloss Bellevue - bei mäßigen Temperaturen.

Diesmal war nicht Wassermangel die Erklärung, sondern die psychologischen Verarbeitung des Zitterns beim Empfang Selenskyjs. Merkel sagte dazu auf dem G20-Gipfel in Osaka: «Ich bin überzeugt, so wie diese Reaktion aufgetreten ist, so wird sie auch wieder vergehen.»

Die Frage, ob sie in den vergangenen drei Wochen in ärztlicher Behandlung war, blieb auch am Mittwoch offen. Die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer beantwortete sie in der Regierungspressekonferenz trotz mehrfacher Nachfrage nicht. Sie wiederholte immer nur: «Der Kanzlerin geht es gut.»

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