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Fußball-Manager Rettig: Kritik an Jagd nach Umsatzrekorden

13.02.2019 - Hamburg/Darmstadt (dpa/lno) - Fußball-Manager Andreas Rettig vom FC St. Pauli hat Kritik an der Jagd nach immer mehr Umsatzrekorden im deutschen Profifußball geübt. Der Geschäftsführer des Zweitligisten aus Hamburg lobte zwar das wirtschaftliche Wachstum der Proficlubs, relativierte zugleich aber auch. «Ob allerdings das Streben nach Rekordumsätzen das Alleinseligmachende sein muss, sollten wir uns selbstkritisch fragen. Oder ob nicht die Erhöhung der Attraktivität des Wettbewerbs durch eine gerechtere Verteilung der (gemeinsam verdienten) Medienerlöse perspektivisch der bessere Weg ist», sagte Rettig am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur.

  • FC St. Paulis Fußball-Manager Andreas Rettig steht vor einem Spiel im Stadion. Foto: Daniel Reinhardt/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    FC St. Paulis Fußball-Manager Andreas Rettig steht vor einem Spiel im Stadion. Foto: Daniel Reinhardt/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hatte am Mittwoch einen weiteren Umsatzrekord verkündet. Demnach verzeichnete die Bundesliga in der Saison 2017/2018 einen Gesamtumsatz von 3,81 Milliarden Euro. Vor sieben Jahren waren es nach DFL-Angaben noch 1,94 Milliarden Euro. In der 2. Bundesliga war der Gesamtumsatz aller 18 Vereine sogar knapp gesunken und betrug in der vergangenen Saison 608 Millionen Euro.

Präsident Rüdiger Fritsch vom SV Darmstadt 98 sieht die Unterschiede sogar innerhalb der Bundesliga enorm. «Über die Jahre wird es immer so sein, dass Vereine mit weniger Geld in der unteren Hälfte sein werden. Als Aufsteiger nach einigen Jahren in der 2. Liga in der Bundesliga zu bleiben, das gleicht schon einem sportlichen Wunder», sagte Fritsch. Für ihn sei die Frage: «Wo will man hin? Will man eine ausgeglichene Liga oder will man die Top-Clubs erfolgreich in Europa haben?» Beides sei nicht einfach miteinander zu vereinen.

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