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Hertha-Liebling Dardai auch 2019/20 Cheftrainer

24.01.2019 - Der Hauptstadtclub selbst wertet es gar nicht als News, weil es ein «normaler Vorgang» sei. Die Ära des bei Hertha quasi unkündbaren Pal Dardai als Bundesliga-Coach wird mindestens um eine weitere Saison verlängert. Auch sein Sohn Palko bleibt bei seinem Herzensclub.

  • Der Berliner Trainer Pal Dardai steht vor Spielbeginn auf dem Platz. Foto: Daniel Karmann © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Der Berliner Trainer Pal Dardai steht vor Spielbeginn auf dem Platz. Foto: Daniel Karmann © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Berlin (dpa) - Hertha-Urgestein Pal Dardai konnte die Aufregung gar nicht verstehen. Kurz vor dem für den Berliner Verein besonderem Bundesliga-Heimspiel gegen Schalke 04 am Freitag (20.30 Uhr) wurde bekannt, dass der Hauptstadtclub auch in der kommenden Saison weiter von Rekordspieler und Fanliebling Dardai gecoacht werden soll. «Ich weiß nicht, warum es so wichtig ist. So lange wir Vertrauen haben, bin ich hier Trainer. Ich bin nicht der Typ, der unbedingt weitermachen will und um eine weitere Chance bettelt», sagte Dardai am Donnerstag. «Wir reden sehr viel, das dauert maximal eine Minute bis zum Okay», erklärte Dardai zu den Gesprächen mit Manager Michael Preetz und zur Zukunft seiner Trainer-Ära in Berlin.

Dardai war am 5. Februar 2015 zum Cheftrainer befördert worden und ist inzwischen in der Fußball-Bundesliga nach Christian Streich (SC Freiburg) der dienstälteste Coach unter den aktuellen Bundesliga-Trainern. Hertha bestätigte die Einigung über eine weitere Saison mit Dardai als Coach der 1. Mannschaft, verwies aber zugleich nochmals auf die besondere Vertragssituation mit dem 42-jährigen Ungarn. «Die Konstellation, die wir gewählt haben, ist bekannt», erklärte Manager Michael Preetz.

Es gebe keinen neuen Vertragsabschluss, denn Dardai habe einen unbefristeten Vertrag mit Hertha und würde irgendwann wieder in den Nachwuchsbereich zurückgehen, betonte Preetz. Jetzt aber könne die Öffentlichkeit mitnehmen, «dass wir miteinander gesprochen haben und dass wir uns wie immer verständigt haben auf den gemeinsamen Weg. Der heißt, dass Pal in dieser Saison und auch in der nächsten Saison unser Trainer sein soll». Und das sei als Verantwortlicher für die Bundesliga-Mannschaft gemeint. Dabei wird er auch seinen Sohn Palko weiter trainieren. Hertha verlängerte am Donnerstag den Vertrag mit dem 19 Jahre alten Talent. Die Laufzeit blieb zunächst unbekannt.

Das Fachmagazin «Kicker» hatte berichtet, dass sich Preetz und Pal Dardai schon Ende des Vorjahres auf die Fortsetzung der Zusammenarbeit im Profibereich verständigt hätten. «Pal ist unser Trainer seit etlichen Jahren. Dass er auch nächste Saison unser Trainer ist, kann ich bestätigen», ergänzte der Manager. Es habe zwar ein bisschen Aufregung gegeben, «aber das ist eigentlich ein normaler Vorgang», sagte Preetz: «Pal ist unser Trainer. Natürlich geht es auch darum, dass wir uns irgendwann mal zusammensetzen und uns besprechen, wie wir wann und wo weitermachen.»

Die in der Fußball-Bundesliga unübliche Vertragskonstellation kam vor vier Jahren nach der Ablösung von Jos Luhukay vor allem durch die besondere Stellung von Dardai im Verein zustande. Der Ungar war 1997 als 20-Jähriger nach Berlin gekommen, stieg zum Rekordspieler und Sympathieträger auf, machte dann als Nachwuchscoach weiter. «In mir fließt blaues Blut», beschrieb Dardai einmal die spezielle Beziehung zu seinem Club. 286 Spiele absolvierte er in der Bundesliga, 42 im Europacup, 404 Mal lief er insgesamt für die Blau-Weißen auf - alles Rekordwerte beim Berliner Traditionsverein.

Für Dardai, der inzwischen bei der Hertha mit 135 Partien nach Helmut Kronsbein (212) und Jürgen Röber (157) auch der Trainer mit den meisten Spielen auf der Bank ist, bleibt sein Club weiter eine Herzensangelegenheit. «Es geht nicht um das Gehalt oder darum, extra noch zu zocken», berichtete er von den Gesprächen mit Manager Preetz: «Wenn uns etwas drückt, reden wir. Da wird gar nichts unter den Teppich geschoben. Dadurch funktionieren wir seit bald vier Jahren, was nicht normal ist.»

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