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Reif und selbstbewusst: Poulsen ist RB-Aufsteiger der Saison

24.10.2018 - In der vergangenen Saison war Yussuf Poulsen nur noch Ergänzungsspieler bei RB Leipzig. Unter seinem Mentor Ralf Rangnick als Trainer blüht der Däne wieder auf. Auch die WM-Teilnahme spielt in der Entwicklung eine große Rolle.

  • Leipzigs Spieler Yussuf Poulsen spricht während der Pressekonferenz. Foto: Jan Woitas/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Leipzigs Spieler Yussuf Poulsen spricht während der Pressekonferenz. Foto: Jan Woitas/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Leipzig (dpa) - Yussuf Poulsen ist der Aufsteiger der bisherigen Saison bei RB Leipzig. In jeder Hinsicht. Sportlich läuft es beim Dänen derzeit nach Maß. Und in der Mannschaft hat der 24-Jährige mittlerweile einen Stand erreicht, wie ihn nur wenige haben. Poulsen strotzt vor Selbstbewusstsein, seit Sportdirektor Ralf Rangnick das Traineramt zu Saisonbeginn für eine Spielzeit wieder übernommen hat. Und das will er auch in der für ein Weiterkommen mitverantwortlichen Europa-League-Partie gegen Celtic Glasgow am Donnerstag (18.55 Uhr/DAZN) beweisen. Wenn Rotationskünstler Rangnick ihn denn wieder von der Leine lässt.

Der Mann mit den krausen Haaren spürt das Vertrauen des Trainers und zahlt es zurück. Siebenmal traf Poulsen in dieser Saison für RB in den verschiedenen Wettbewerben. Das war lange nicht so. Unter Trainer Ralph Hasenhüttl wurde er Opfer des Spielsystems, das extrem auf Timo Werner zugeschnitten war. Die permanente Rotation im RB-Spiel unter Rangnick bringt für Poulsen aber nun wieder Einsätze und das aktive Pressing die Räume, die er benötigt. «Die Spieler, die schon lange bei uns sind, reißen die anderen mit», lobte Rangnick auch Poulsen.

Denn der ist fast ein RB-Urgestein. 2013 holte ihn Rangnick als 18-Jährigen von Lyngby BK für 1,3 Millionen Euro nach Leipzig. Das bis dahin in Deutschland quasi namenlose Talent stieg mit RB aus der 3. Liga bis in die Bundesliga und später in die Champions League auf. 2014 wurde der Sohn einer dänischen Mutter und eines Vaters aus Tansania Nationalspieler. 34 Mal spielte er für Dänemark, traf bislang fünfmal. Auch bei der WM in Russland im vergangenen Sommer.

Von dort kam ein neuer Poulsen nach Leipzig. Reifer, überlegter, selbstbewusster. Der Stolperstart des Clubs in die Saison mit wenig überzeugenden Leistungen, die in der 2:3-Niederlage im ersten Europa-League-Spiel gegen RB Salzburg gipfelten, machten ihn richtig wütend. Auf die Frage, wer denn nun intern ein Machtwort mit den lustlos aufgetretenen Teamkollegen sprechen werde, sagte Poulsen nur: «Ich!». Und zwar so überzeugend, dass keine Zweifel an der Ernsthaftigkeit seines Vorhabens aufkamen.

Seine Ansprache, das bestätigten später Kollegen, zeigte Wirkung. Seitdem ist RB auf dem Weg zu der Stärke, die den Club im ersten Bundesligajahr auszeichnete. Poulsen übernimmt Verantwortung und trifft. Das sieht zwar meist nicht gerade kunstvoll aus, weil es nur selten spektakuläre Aktionen sind. Aber er steht eben dort, wo es gefährlich für den Gegner werden kann und das zahlt sich aus. «Yussuf muss nicht der Torjäger sein, er hat viele Qualitäten. Aber auch seine Tore helfen uns», sagte Rangnick.

Gegen Celtic sind Tore gefragt. Die Spielweise der Schotten, die so untypisch britisch versuchen, den Ball von hinten heraus zu spielen, könnte RB entgegen kommen, auch wenn mit Emil Forsberg, Ibrahima Konaté und Diego Demme gleich drei Aktivposten nicht zur Verfügung stehen. «Es wäre natürlich schön, wenn wir Anfang November nach den beiden Celtic-Spielen das Weiterkommen schon praktisch sicher hätten. Aber so denkt man bei Celtic sicher auch. Deshalb werden es zwei intensive und interessante Begegnungen», sagte Rangnick.

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