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Rettig zu Haft für Pyro-Einsatz: «Effekthascherei»

29.11.2018 - Berlin (dpa) - Geschäftsführer Andreas Rettig vom Zweitligisten FC St. Pauli hat den Innenminister-Vorschlag kritisiert, das Zünden von Bengalos in Fußball-Stadien künftig mit Haft zu bestrafen. «Das ist Effekthascherei, das hat mir nicht gefallen», sagte Rettig der Deutschen Presse-Agentur bei einer Veranstaltung anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Koordinationsstelle Fanprojekte (KOS) in Berlin. Der Vorschlag sei überzogen: «Das hilft niemandem und ist nicht zielführend.»

  • Geschäftsführer des FC St. Pauli Andreas Rettig steht vor einem Spiel im Stadion. Foto: Daniel Reinhardt/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Geschäftsführer des FC St. Pauli Andreas Rettig steht vor einem Spiel im Stadion. Foto: Daniel Reinhardt/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Auf der Herbst-Konferenz in Magdeburg vom 28. bis 30. November wird diskutiert, den Einsatz von Pyrotechnik in Menschenmengen künftig mit bis zu einem Jahr Gefängnis zu bestrafen. Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht (CDU), der Vorsitzender der Innenministerkonferenz ist, unterstützt einen entsprechenden Vorschlag aus Hessen.

Rettig nimmt bei dem Thema auch den Deutschen Fußball-Bund (DFB) und die Deutsche Fußball Liga (DFL) in die Pflicht. «Ich würde mir von den Verbänden wünschen, dass sie sich von solchen Vorschlägen abgrenzen», sagte der 55-Jährige.

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