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Underdog Dresden will den HSV ärgern: Kreuzer verlängert

09.02.2019 - Dresden sieht sich beim Liga-Primus trotz des missratenem Auftakt nicht chancenlos. Niklas Kreuzer steht dabei vor seinem Comeback und hatte gleich noch eine gute Nachricht im Gepäck.

  • Dynamos Niklas Kreuzer spielt den Ball. Foto: Sebastian Kahnert/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Dynamos Niklas Kreuzer spielt den Ball. Foto: Sebastian Kahnert/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Dresden (dpa) - Nach dem misslungen Start in die Restrückrunde der 2. Fußball-Bundesliga gibt es bei Dynamo Dresden erstmals in diesem Jahr wieder positive Nachrichten. Rechtsverteidiger Niklas Kreuzer verlängerte am Samstag seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag um drei weitere Jahre bis zum 30. Juni 2022. Das gaben die Sachsen am Rande der Pressekonferenz vor der Auswärtspartie beim Hamburger SV bekannt.

Am Montag (20.30 Uhr/Sky) könnte der 25 Jahre alte Außenverteidiger beim Tabellenführer nach langer Verletzungspause sein Comeback feiern. Ausgerechnet beim Liga-Primus will der Tabellen-Zehnte nach zwei Niederlagen die Wende einläuten. «Natürlich ist das für uns ein wichtiges Spiel. Aber wir wissen natürlich auch, dass wir gegen den HSV Underdog sind», sagte Cheftrainer Maik Walpurgis zur bevorstehenden Aufgabe beim Liga-Primus.

In der aktuellen Verfassung trauen Dynamo wohl die wenigsten etwas Zählbares zu. «Aber wir haben im Hinspiel bereits gezeigt, dass wir durchaus gute Chancen hatten und dementsprechend bereiten wir uns vor. Wir freuen uns darauf», erklärte Dynamos 45 Jahre alter Coach, der am Samstag aufgrund einer starken Bronchitis passen musste. Co-Trainer Ovid Hajou vertrat ihn und kündigte an: «Wir wollen mutig auftreten und den Favoriten etwas ärgern.»

Das war auch im Hinspiel möglich, da waren die Sachsen nah an der Überraschung dran. Doch auch im September zeigte sich Dresdens großes Problem: die Chancenverwertung. Nur 26 Saisontore hat die Walpurgis-Elf bis jetzt erzielt. Nicht nur das Dresdner Trainer-Team weiß, will man Spiele gewinnen, muss man «Tore schießen - wir haben gegen Arminia Bielefeld und Heidenheim ausreichend Möglichkeiten gehabt», erklärte Walpurgis. «Es ist aber auch wichtig, dass wir dazu trainieren können.»

Und gerade das war nach den massiven Schneefällen der vergangenen Woche nur schwer möglich. Dynamos Trainerteam haderte mit den schwierigen Bedingungen. Weder die Trainingsplätze im Großen Garten noch der Platz im Stadion waren bespielbar. Die Spieler mussten notgedrungen in den Kraftraum ausweichen, ab Mitte der Woche stand dann zumindest der Kunstrasen der Nachwuchsakademie zu Verfügung. Dort kassierte am Mittwoch auch eine bessere B-Elf der Sachsen in einem Geheimtest eine 0:3-Pleite gegen den Drittligisten Carl Zeiss Jena.

Da waren aber wichtige Akteure nicht mit an Bord. Die Stammkräfte Marco Hartmann, Patrick Ebert, Jannik Müller, Markus Schubert, Moussa Koné und Brian Hamalainen mussten passen. Ebert und Hamalainen waren aber bereits am Donnerstag wieder ins Training eingestiegen. Hartmann (muskuläre Probleme), Osman Atilgan (Jochbeinprellung), Rico Benatelli (umgeknickt), Moussa Koné (leichte Leistenprobleme) und Baris Atik (leichte Knieprobleme) sind für Montag aber noch fraglich.

Ob Coach Walpurgis dann wieder fit ist, ist ebenfalls noch offen. «Maik wird alles dafür tun, um am Montag in Hamburg auf der Bank zu sitzen. Sollte das aus gesundheitlichen Gründen nicht gelingen, werden wir Mittel und Wege finden, um entsprechend zu kommunizieren und die Mannschaft optimal einzustellen», erklärte sein Co-Trainer Hajou.

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