Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

VfL selbstbewusst zum FC: «Sind nicht einfach zu knacken»

07.03.2019 - Das Selbstvertrauen beim VfL Wolfsburg ist groß. So groß, dass sich der VfL selbst beim wiedererstarkten Titelfavoriten Bayern München am Samstag eine Chance ausrechnet. Allen Negativstatistiken oder begleitenden Debatten zum Trotz.

  • Wolfsburgs Trainer Bruno Labbadia will nicht mehr über sein schwieriges Verhältnis zu Sportdirektor Schmadtke reden. Foto: P. Steffen/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Wolfsburgs Trainer Bruno Labbadia will nicht mehr über sein schwieriges Verhältnis zu Sportdirektor Schmadtke reden. Foto: P. Steffen/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Wolfsburg (dpa/lni) - 3:1 in Leverkusen gewonnen, 2:1 in Frankfurt gewonnen, 3:0 in Mönchengladbach gewonnen - reicht es für den VfL Wolfsburg schon zum Coup beim FC Bayern München? Vielleicht, meint Bruno Labbadia. «Wir gehören zu den auswärtsstärksten Mannschaften in der Liga. Auch wir sind nicht so einfach zu knacken. Von daher wird es ein sehr interessantes Spiel», sagte der VfL-Trainer am Donnerstag. «Wir werden ihnen alles abverlangen», kündigte Labbadia vor dem Spiel in München am Samstag (15.30 Uhr) an.

Gerade auswärts bei den Top-Teams der Liga überzeugte der von Labbadia zum Europacup-Anwärter geformte VfL in dieser Saison. «Wir werden auch wieder mit dem Vertrauen hinfahren, mit dem wir die letzten Auswärtsspiele angegangen sind», meinte Labbadia weiter.

Als Mutmacher beim wiedererstarkten Tabellenzweiten dient vor allem der Sieg vor zwei Wochen in Gladbach, als Wolfsburg über weite Strecken in die Defensive gedrängt wurde, wenig Ballbesitz hatte und trotzdem 3:0 gewann. «Das haben wir sehr gut gemacht und diese Phasen im Spiel wird es jetzt wieder geben», meinte Labbadia, der in München bis auf die Langzeit-Verletzten Daniel Ginczek und Ignacio Camacho alle Spieler dabei hat.

Angesichts der starken Leistungen in den vergangenen Wochen gerade auch gegen Spitzenteams und der guten Chancen auf eine Europa-League- oder sogar Champions-League-Teilnahme in der kommenden Saison ist das Wolfsburger Selbstvertrauen groß. Labbadias persönliche Negativserie von 14 sieglosen Spielen bei Bayern am Stück als Trainer lächelte der 53-Jährige einfach charmant weg. «Es geht nicht um die Serie, sondern es geht um ein Bundesliga-Spiel, in dem drei Punkte vergeben werden.»

Längst hat der Ex-Bayern-Profi erkannt, was in dieser Saison mit dem Fast-Absteiger der vergangenen beiden Jahre möglich ist. «Natürlich wollen wir das Optimum erreichen. Wir wehren uns dagegen nicht», sagte Labbadia im Hinblick auf eine mögliche Europapokal-Rückkehr. Um dieses Ziel nicht unnötig zu gefährden, ist der VfL bemüht, die selbst entfachte Diskussion über Labbadias Zukunft und dessen schlechtes Verhältnis zu Sportchef Jörg Schmadtke einzudämmen.

«Für mich ist das jetzt kein Thema. Dazu ist alles gesagt. Für mich ist das aller-, allerwichtigste, dass ich mich auf die Mannschaft konzentrieren kann», sagte Labbadia.

Schmadtke hatte in der Vorwoche erstmals öffentlich bestätigt, trotz des sportlichen Erfolgs kein gutes Verhältnis zum Trainer zu haben. Über Labbadias im Sommer auslaufenden Vertrag haben beide bislang noch nicht gesprochen. Auch die Reaktionen des Trainers in der Vorwoche auf die Aussagen von Schmadtke («Ich werde sicher mit ihm keine Kochrezepte austauschen oder einen gemeinsamen Urlaub planen», «Manchmal stimmt die Chemie einfach nicht») waren so gedeutet worden, dass Labbadia keinen neuen Vertrag mehr in Wolfsburg erhält.

Labbadia war Fragen zur Wahrscheinlichkeit einer Vertragsverlängerung aus dem Weg gegangen und hatte bereits in der Vergangenheitsform über sein Engagement beim VfL gesprochen. Schmadtke erklärte später aber, dass noch nichts entschieden sei und es im April auf jeden Fall noch ein Gespräch zwischen beiden geben werde. «Alles andere wurde oft genug kommentiert. Da muss man nichts mehr zu sagen», meinte Labbadia nun weiter.

Für die Mannschaft soll das Thema keines sein, behauptete derweil Mittelfeldspieler Maximilian Arnold. «Wir sind inzwischen auch stabil genug, um das nicht nah an uns heranzulassen», sagte der 24-Jährige.

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren