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Eintracht-Chef: Dialogfähigkeit der Polizei war gestört

25.02.2019 - Frankfurt/Main (dpa) - Der Aufsichtsratsvorsitzende von Eintracht Frankfurt hat Kritik am Polizeieinsatz vor dem Europa-League-Siel gegen Schachtjor Donezk geübt. «Ich habe in den letzten Tagen Kontakt mit meinem Vorstand aufgenommen und vernommen, dass von Seiten der Polizei die Dialogfähigkeit im Vorfeld der Aktion sehr, sehr gestört war», sagte Wolfgang Steubing am Montag in der hr-Fernsehsehsendung «Heimspiel».

  • Wolfgang Steubing, Aufsichtsratsvorsitzender der Eintracht Frankfurt Fußball AG, bei einer Pressekonferenz. Foto: Arne Dedert/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Wolfgang Steubing, Aufsichtsratsvorsitzender der Eintracht Frankfurt Fußball AG, bei einer Pressekonferenz. Foto: Arne Dedert/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

«Wenn man intensiver Kontakt aufgenommen hätte, wären all diese Maßnahmen vielleicht nicht notwendig gewesen», sagte der Aufsichtratschef des Fußball-Bundesliglisten. «Dann hätten die Beamten gemerkt, dass das Spiel so sicher gewesen sei wie vielleicht kein anderes.» Bei der Durchsuchung sei auch nichts gefunden worden. Die Polizei hatte vor dem Europapokalspiel gegen die Ukrainer am vergangenen Donnerstag Stadionbereiche nach Pyrotechnik abgesucht.

Eintracht-Präsident Peter Fischer zu unterstellen, er habe zum Einsatz von Pyrotechnik aufgerufen, sei «dummes Zeug». Fischer wisse doch ganz genau: Wenn die Eintracht noch eine Fan-Auseinandersetzung habe, schreite der Europäische Fußball-Verband UEFA ein.

Fischer wurde mit der Aussage zitiert: «Wenn ich sage, dass das Stadion morgen brennt, dann brennt das morgen. Und zwar so, dass Ihr kaputtgeht, weil Ihr viel zu viel Licht habt, und deshalb wird das Spiel vielleicht ein bisschen neblig für Euch.» Angesprochen auf Fischers Wortwahl in dem umstrittenen Interview räumte Steubing ein: «Wer Peter Fischer kennt, der weiß, dass er sehr emotional ist. Und wenn man das 50. Interview gibt und immer zur selben Geschichte gefragt wird, dann kommt auch mal so ein Flop raus. Natürlich ist das ein bisschen überzogen.»

Ob die Eintracht anwaltliche Schritte einleiten wird, werde noch geprüft, sagte Steubing. Das solle am 5. März bei der nächsten Aufsichtsratssitzung besprochen werden.

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