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«Zwei Chancen in drei Tagen»: Hertha selbstbewusst

24.09.2018 - Erst das Spitzenspiel bei Werder Bremen, dann das Duell mit dem übermächtigen FC Bayern: Hertha BSC steht vor einer heißen Englischen Woche. Die beiden Gegner haben dabei für Coach Pal Dardai eine besondere Bedeutung.

  • Hertha-Coach Pal Dardai. Foto: Soeren Stache © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Hertha-Coach Pal Dardai. Foto: Soeren Stache © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Berlin (dpa) - Zwei Siege blieben Pal Dardai in seiner Trainer-Vita gegen aktuelle Bundesligisten bislang verwehrt. In den bisherigen Duellen mit Werder Bremen und den FC Bayern durfte der Coach von Hertha BSC keinen Drei-Punkte-Erfolg bejubeln - in der Englischen Woche geht es nun ausgerechnet gegen diese Clubs. «Zwei Chancen in drei Tagen - das ist nicht so schlecht», scherzte Berlins Manager Michael Preetz bei der Pressekonferenz von der Seite.

Die Gelegenheit war wohl selten besser. Der Hauptstadtclub befindet sich nach dem 4:2 über Borussia Mönchengladbach derzeit im Schwebezustand. «Vier Spiele, zehn Punkte, das geht nicht viel besser», schwärmte Preetz am Montag. «Das bringt uns Selbstvertrauen, gerade den jungen Spielern.»

Gegen Bremen wartet Hertha seit mehr als zwölf Jahren auf einen Auswärtssieg, im Duell mit den Bayern erkämpften sich die Berliner in der vergangenen Saison immerhin zwei Unentschieden. «Wenn ich noch ein bisschen weiter arbeiten darf, knacke ich die vielleicht auch noch», sagte Dardai mit einem Augenzwinkern in Richtung Preetz. Gegen Aufsteiger Fortuna Düsseldorf konnte er als Trainer ebenfalls noch nicht gewinnen - weil es noch kein Duell in seiner Amtszeit gab.

Auch wenn Dardais Trainerkollege Florian Kohfeldt nicht von einem Spitzenspiel des Vierten gegen Zweiten sprechen will, zeigt der Werder-Coach doch mächtig Respekt vor dem Gegner am Dienstagabend (18.30 Uhr). «Ich sehe diese Mannschaft deutlich weiter als letztes Jahr und glaube auch, dass sie den Anspruch haben, weiter oben zu landen», sagte Kohfeldt. «Ich habe das Gefühl, dass sie in diesem Jahr über eine sehr gute Kaderstruktur verfügen.»

Mit dieser qualitativen Breite will Dardai auch im engen Terminplan mit drei Spielen in sieben Tagen agieren. Dass ein Spieler dabei gegen Gladbach, in Bremen und gegen den FC Bayern am Freitag (20.30 Uhr) über jeweils 90 Minuten auf dem Platz stehe, sei «fast unmöglich», betonte der Ungar.

Stürmer Davie Selke darf diese Woche auf eine Rückkehr in die Startformation hoffen. «Es kann sein, dass er von Anfang an spielt», sagte Dardai mit Blick auf die Partie bei Selkes Ex-Club Werder Bremen. Nach seinem Comeback im Anschluss an eine Lungenoperation im Juli war der U21-Europameister zuletzt zweimal eingewechselt worden. «Mit Davie bin ich zufrieden. Wir wissen, dass er immer motiviert ist, sogar teilweise übermotiviert», sagte Dardai. «Er ist ein guter Junge, er will immer gewinnen, ich habe immer Spaß mit ihm.»

Innenverteidiger Karim Rekik steht nach überstandener Muskelverletzung im Adduktorenbereich wieder im Kader. Eine Rückkehr ins Team hatte Dardai vor dem Abschlusstraining zuvor noch offengelassen. Den am Sprunggelenk verletzten Marko Grujic könnten beispielsweise Fabian Lustenberger, der zuletzt in der Abwehrzentrale auflief, oder Per Skjelbred ersetzen, erklärte Dardai.