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Mainz bleibt Mainz, wie es singt und kracht

12.02.2018 - Na das war doch mal wieder ein Spieltag, der so richtig Spaß gemacht hat. Ein Top-Spiel in München, das seinem Namen gerecht wurde. Ein großer HSV-Fight in Dortmund. Eine gelungene Heim-Premiere des neuen Stuttgarter Coaches Tayfun Korkut, der seine „Hater“ mit einer taktischen Umstellung schlagartig mundtot machte und spielerisch wie wach geküssten Bremern, die Ihren Aufwärtstrend eindeutig bestätigen konnten.

  • Gelungene Umstellung! Stuttgarts Daniel Ginczek (l.) wusste nach seinem Siegtreffer, bei wem er sich zu bedanken hatte: Trainer Tayfun Korkut - Foto: Marijan Murat © dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH	 / dpa – Deutsche Presse-Agentur...

    Gelungene Umstellung! Stuttgarts Daniel Ginczek (l.) wusste nach seinem Siegtreffer, bei wem er sich zu bedanken hatte: Trainer Tayfun Korkut - Foto: Marijan Murat © dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH / dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Robert Lewandowski (l.) ließ sich nicht lange bitten. Gegen Schalkes Ralf Fährmann gelang dem Polen sein 19. Saisontreffer - Foto: nordphoto / Straubmeier © dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH	 / dpa – Deutsche...

    Robert Lewandowski (l.) ließ sich nicht lange bitten. Gegen Schalkes Ralf Fährmann gelang dem Polen sein 19. Saisontreffer - Foto: nordphoto / Straubmeier © dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH / dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Kruse gut, Werder gut, alles gut! Bremens Stürmer Max Kruse (r.) unterstrich auch gegen Wolfsburg seine herausragende Stellung im Team. Springt er so sogar noch auf den WM-Zug auf? – Foto: Carmen Jaspersen © dpa – Deutsche...

    Kruse gut, Werder gut, alles gut! Bremens Stürmer Max Kruse (r.) unterstrich auch gegen Wolfsburg seine herausragende Stellung im Team. Springt er so sogar noch auf den WM-Zug auf? – Foto: Carmen Jaspersen © dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH / dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Der Verlierer des Spieltags: Nicht nur Emil Berggreen tat die Mainzer Niederlage weh – sondern besonders den mitgereisten Fans – Foto: nph / Bratic
 © dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH	 / dpa – Deutsche Presse-Agentur

    Der Verlierer des Spieltags: Nicht nur Emil Berggreen tat die Mainzer Niederlage weh – sondern besonders den mitgereisten Fans – Foto: nph / Bratic © dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH / dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH

Doch die eigentliche Erkenntnis des Spieltags ist die voranschreitende Trennung von Spreu und Weizen – sichtbar durch die Tabelle. Die Bayern sind auf dem besten Weg zum Ostermeister 2018, und weit und breit ist keine Konkurrenz in Sicht. Selbst eine engagierte, couragierte und offensiv ausgerichtete Schalker Mannschaft, denen von Hamburg bis München eine gute Leistung bescheinigt wurde, war es nicht möglich, die Bayern ernsthaft in die Bredouille zu bringen. Im Verfolgerfeld finden sich neben der erfrischend aufspielenden Überraschungs-Elf aus Frankfurt genau jene Teams aus Leipzig, Dortmund, Leverkusen und Schalke, die dort in beliebiger Reihenfolge auch zu erwarten waren.

Hoffnung auf Europa

Wie dicht das breite Mittelfeld an den Europapokal-Aspiranten hängt, zeigt letztendlich auch wieder nur den großen Abstand der Liga zu den Bayern auf. Selbst Hertha BSC darf sich bei noch zwölf ausstehenden Spielen und nur sechs Punkten Rückstand auf den Viertplatzierten aus Frankfurt noch berechtigte Hoffnungen machen, in der nächsten Saison auf europäischer Ebene aktiv werden zu dürfen. Ob das sportlich Sinn macht, sei dahingestellt - man frage nur mal in Köln, Freiburg oder auch Hoffenheim nach...

"Kellerkinder" auf dem Weg ans Licht

Da liegt der Fokus in Freiburg, Wolfsburg, Stuttgart und Bremen doch eher darauf, den Abstand von mindestens sechs Punkten (Werder) zu den direkten Abstiegsplätzen kontinuierlich auszubauen. Dabei hat mich ganz besonders der 1:0-Sieg des VfB gefreut. Dies vor allem, weil Stuttgarts Neu-Coach Tayfun Korkut insbesondere in den „Social-Media-Kanälen“ mit so viel Häme und Spott „begrüßt“ wurde. Mit einer umgehend greifenden Taktikänderung, nämlich gegen Gladbach (die übrigens das dritte Spiel in Folge nicht nur verloren haben, sondern zudem auch noch ohne Torerfolg blieben) mit Daniel Ginczek und Mario Gomez zwei statt einen Stürmer aufzubieten. Auf den Lohn dafür brauchte er nur fünf Minuten zu warten, denn da bediente Gomez sein Pendant, das wiederum den Siegtreffer frühzeitig erzielte. Aber auch die Bremer verdienen Beachtung, denn das Selbstbewusstsein, mit dem Max Kruse & Co. unter der Woche in Leverkusen auftraten und bis gestern das Pokal-Aus wegsteckten, ist das Holz, aus dem der Klassenerhalt geschnitzt wird.

Hansestädte unter sich

100 Kilometer weiter nordwestlich, in Hamburg, muss man sich dagegen nach dem 0:2 in Dortmund mit ein paar Schulterklopfern für einen – zugegeben – deutlich verbesserten Auftritt zufrieden geben, denn ohne Tore, keine Punkte! Die nunmehr sechs Punkte Rückstand auf die „Hanse-Konkurrenz“ aus Bremen scheine eine direkte „Rettung“ bereits auszuschließen. Dafür könnten die Bremer in 14 Tagen sogar selbst sorgen, wenn Sie den HSV im Weserstadion zu Gast haben und wahrscheinlich nichts lieber täten, als dem Nord-Nachbarn einen erheblichen Schubser in den Abgrund zu versetzen. Sagt da keiner laut, denken aber viele!

Hohn und Spott

Den von den Hamburgern so begehrten Relegationsplatz belegen aktuell die zuletzt doch eher enttäuschenden Mainzern. Dass die sportlichen Minus-Leistungen es nicht verhindern können, dass zur Karnevalszeit dennoch gute Stimmung beim allseits geschätzten Anhang der 05er herrscht, ist nicht wirklich eine Überraschung. Dass dies allerdings bei der 2:4-Schlappe in Hoffenheim in Form von Spott- und Hämegesängen kund getan wurde, wirkte befremdlich. Die Quittung der Vereinsoffiziellen, die Mannschaft nach Abpfiff deshalb nicht in die Kurve der Fans zu schicken, war aber das eindeutig falsche Zeichen. Hier sollten sie in Mainz zusehen, den Riss so schnell wie möglich zu kitten, denn der Zusammenhalt zwischen Mannschaft und Anhang war immer ein „Bigpoint“ in und für Mainz. Wäre doch wirklich schade, wenn (auch) aufgrund falscher Eitelkeiten ein so sympathischer Klub die Liga verlassen müsste.

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