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Gamerdingers Fußball-Kolumne

11.02.2019 - Na, das war doch mal wieder eine Fußballwoche so ganz nach unserem Geschmack, oder? 62 Tore in 17 Pokal- und Bundesligaspielen können sich absolut sehen lassen und sprechen für erfrischenden Offensiv-Fußball. Herausragend war dabei natürlich der Pokalkracher in Dortmund, den die Bremer nach einem 3:3 nach regulärer Spielzeit und Verlängerung mit 7:5 nach Elfmeterschießen gewannen. Der BVB wird dagegen lediglich froh sein, dass es in der Bundesliga keine Verlängerung gibt, sonst wäre die Partie gegen Hoffenheim auch noch baden gegangen. Dass der große Traum der Berliner Hertha, endlich einmal im eigenen Zuhause – dem Olympiastadion – am DFB-Pokalfinale auf dem Platz teilzuhaben, wieder einmal vorzeitig scheiterte, ist diesmal besonders ärgerlich, denn der mehr oder weniger schlafende Hauptstadt-Riese hatte die Münchner Bayern am Rande einer Niederlage – aber eben nur am Rande. Für diese Spiele lohnt es sich sogar auch mal auf einen Skatabend zu verzichten!

  • In Heidenheim geht es seit Jahren aufwärts: Trainer Frank Schmidt (r., mit seinem Musterschüler Marc Schnatterer) ist seit 2007 Cheftrainer. Damals spielte der Verein in der Oberliga, nun geht’s zum großen FC Bayern – den...

    In Heidenheim geht es seit Jahren aufwärts: Trainer Frank Schmidt (r., mit seinem Musterschüler Marc Schnatterer) ist seit 2007 Cheftrainer. Damals spielte der Verein in der Oberliga, nun geht’s zum großen FC Bayern – den Schmidt übrigens als Spieler im Trikot des TSV Vestenbergsgreuth schon einmal bezwang. © picture alliance / dpa / augenklick / firo Sportphoto / Jürgen Fromme

Underdog Mythos lebt

Aber auch die nun im Viertelfinale noch vertretenen drei Zweitligisten werten den Pokalwettbewerb in dieser Saison erheblich auf und lassen den Underdog-Mythos weiter leben. Beachtenswert waren im Achtelfinale vor allem die Chancenlosigkeit der eh schon abstiegsbedrohten Nürnberger beim wieder aufstrebenden Hamburger SV und die bärenstarke Leistung der auch in der 2.Liga zurzeit überraschend überzeugend auftretenden Heidenheimer gegen genauso erstaunlich schwache Leverkusener, deren Leistungskurve nach wie vor einer Berg- und Talfahrt gleich kommt. Da mit dem SC Paderborn ein weiterer Zweitligist, der auch während der Saison spieltechnisch zum oberen Drittel des Unterhauses zählt, im Viertelfinale steht, war die knappe 0:1-Heimniederlage der Kieler Störche gegen die immer mehr nachlassenden Augsburger verschmerzbar.

2.Liga im Aufwind

Die Floskel, die 2.Liga sei diese Saison die stärkste seit ihrem Bestehen, ist schon lange keine mehr. Der Pokal ist das beste Zeugnis dafür. Auch, weil es mit der Partie Paderborn gegen den HSV nach 15 Jahren erstmalig wieder ein Zweitliga-Duell im Pokal-Viertelfinale geben wird. Ärgerlich dagegen für die Heidenheimer, dass es dann für die unterklassige Mannschaft kein automatisches Heimrecht gibt (übrigens im Gegensatz zum gleichzeitig öffentlich ausgelosten Frauen-Wettbewerb), denn auswärts dürfte es ein reiner Erlebnisausflug in die Allianz-Arena nach München werden. Für das „Nachbarschaftsduell“ (die Stadien liegen nur knapp 170 km auseinander) kann der Mannschaftsbus genommen werden, und auf der Rückfahrt – wie in guten alten Zeiten – per Tankstellen-Stopp die Getränke für die Spontanparty nach einem Überraschungscoup an Bord geholt werden. Aber natürlich haben auch die Partien Schalke gegen Bremen sowie Augsburg gegen Leipzig ihren Reiz.

Trainerwechsel I

„Reize setzen“ wäre auch dringend in Stuttgart und Nürnberg notwendig, denn beide Teams sind mehr denn je auf Kurs 2.Liga. Das könnte diese in der nächsten Saison sogar nochmal stärker machen, aber wohl nur im unwahrscheinlichen Fall, dass der HSV und/oder Köln nicht wieder aufsteigen sollten. Deshalb gilt es, sowohl beim Club als auch bei den Schwaben, Hebel zu finden, um den Super-Gau zu vermeiden.
In Stuttgart wird es dabei voraussichtlich mit Markus Weinzierl (nach abgesessenem Ultimatum) nächste Woche bereits den zweiten Trainer in dieser Saison treffen, denn er hatte das Amt erst am siebten Spieltag von Tayfun Korkut übernommen. Nur drei Siege und kein einziger Punkt zum Rückrundenstart ließen auch Weinzierl in die „(Ab-)Schusslinie“ geraten. Nun schwirren Namen wie Felix Magath, Markus Gisdol und gar Jürgen Klinsmann durch die wirren Köpfe der schon lange überforderten VfB-Verantwortlichen. Am Wochenende gegen RB Leipzig, so verlautete es heute, solle der Trainer auch weiterhin Weinzierl heißen. Und das vermutlich nur, weil es aktuell noch keine Alternative gibt. Meine Meinung: Diese Alternative war Weinzierl von Beginn an genauso wenig, wie sein Vorgänger Korkut. Das „Überl“ sitzt in Stuttgart woanders. Die können holen, wenn sie wollen – mehr als den Relegationsplatz wird kein neuer Trainer der Welt mit dem vorhandenen und völlig überteuerten Kader mehr erreichen.

Trainerwechsel II

Und in Nürnberg? Da werden nicht nur Zweifel an Trainer Michael Köllner laut, sondern auch der Rückhalt für Sportvorstand Andreas Bornemann bröckelt bei den Clubberern erheblich. Mag sein, dass nach der wegweisenden bitteren 0:2-Schlappe in Hannover die Verantwortlichen auch hier die Reißleine „Entlassung“ ziehen, aber schlau wäre das nicht. Es wäre genauso töricht wie teuer, denn auch in Nürnberg wird kein neuer Trainer den Abstieg verhindern können. Es ist eine Frage der Qualität, nicht der Quantität! Trainerentlassungen übrigens auch.

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