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Wie Kinder den Zahnverlust empfinden

25.10.2018 - Die Milchzähne müssen weichen, um den dauerhaften Zähnen Platz zu machen. Zumeist ist das für Kinder ein aufregendes Ereignis. Wie der Zahnverlust erlebt wird, ist auch von den kulturellen Gepflogenheiten abhängig.

  • Die meisten Kinder sehen den Verlust ihrer Milchzähne mit Stolz und Freude, wie eine Studie zeigt. Foto: Johann Peter Kierzkowski © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Die meisten Kinder sehen den Verlust ihrer Milchzähne mit Stolz und Freude, wie eine Studie zeigt. Foto: Johann Peter Kierzkowski © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Stolz, Freude und manchmal auch Angst: Der Verlust des ersten Milchzahns ist für die meisten Kinder mit vielen Emotionen verbunden. Eine Untersuchung der Universität Zürich zeigt nun, dass mehrere Faktoren Einfluss auf das kindliche Erleben nehmen.

Die Forscher fanden unter anderem heraus, dass die Wahrscheinlichkeit für positive Gefühle wie Stolz und Freude dann steigt, wenn die Eltern höher gebildet sind und aus nicht-westlichen Ländern stammen, heißt es im englischsprachigen Fachmagazin «International Journal of Paediatric Dentistry». Als mögliche Gründe dafür führen die Wissenschaftler kulturelle Unterschiede an.

Zwar ist die sogenannte Zahnfee im Westen weit verbreitet, die den Kindern Geschenke bringt, jedoch ist das ein eher junges Phänomen. «In nicht-westlichen Kulturen sind Rituale im Zusammenhang mit körperlichen Veränderungen viel stärker etabliert als in unserer westlichen, säkularisierten Welt», erklärt Studienautor Raphael Patcas. So gebe es die Beschreibung von Zeremonien, bei der der Zahn feierlich ins Feuer oder in den Himmel geworfen wird. Auch das Verschenken der Zähne an Vögel, Mäuse und mythische Wesen wird dort beschrieben. Davon erhoffte man sich, Unheil abzuwenden.

Für die Studie wurden rund 1300 Eltern von Kindern befragt, die schon mindestens einen ihrer Milchzähne verloren hatten. Grundsätzlich verbinden Kinder laut 80 Prozent der Eltern positive Gefühle mit dem Zahnverlust - nur 20 Prozent berichten von Angst oder Scham. Für die Studie hatte sich ein Team aus Zahnmedizinern sowie Entwicklungs- und Gesundheitspsychologen der Uni Zürich zusammengeschlossen.

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