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"Baptiste": Das Spin-off zum BBC-Serienhit "The Missing"

29.08.2019 - In seiner eigenen Miniserie sucht der aus "The Missing" bekannte Ex-Kommissar Julien "Baptiste" (Tchéky Karyo) im Amsterdamer Rotlichtmilieu nach einem verschwundenen Mädchen und findet mehr heraus, als gut für ihn ist.

Mit der BBC-Miniserie "The Missing" (2014) über die obsessive Suche eines Vaters nach seinem im Frankreichurlaub spurlos verschwundenen Sohn hatte das Showrunner-Brüderpaar Harry und Jack Williams mit twistreicher Suspense und charakterlichem Tiefgang ein Brit-Crime-Paradestück abgeliefert.

In "The Missing" und der Folgestaffel (2016) glänzte der französische Schauspieler Tchéky Karyo ("Der Name der Rose") als seinerseits getriebener Polizei-Ermittler Julien Baptiste und verdiente sich damit sein eigenes Spin-off "Baptiste", das ab dem 30. August beim Amazon-Kanal Starzplay seine Deutschlandpremiere feiert.

 

Darum geht's in "Baptiste"

Nach überstandener Gehirnoperation befindet sich Julien Baptiste (Tchéky Karyo) endgültig im Ruhestand und verbringt seinen Genesungsurlaub mit Familie in Amsterdam. Dort bittet ihn jedoch seine alte Flamme und jetzige Polizeichefin Martha Horchner (Barbara Sarafian), nach der spurlos verschwundenen Natalie Rose (Anna Próchniak) zu suchen, die einem Mädchenhändlerring zum Opfer gefallen sein könnte.

Bei seinem Ermittlungen stößt Baptiste auf Natalies verzweifelten Onkel Edward (Tom Hollander), der jedoch nicht mit offenen Karten spielt und selber im Fokus der rumänischen Mafia sowie der britischen Europol-Kommissarin Genevieve Taylor (Jessica Raine) steht.

Unsere Kritik zur Miniserie "Baptiste"

Mehr zu verraten, würde die zahlreichen Twists und Wendungen ruinieren, die in "Baptiste" das Salz in der Krimi-Suppe sind. Denn auch wenn es die Williams-Brüder im Zusammenhang mit Marthas Sohn Niels (Boris Van Severen) und der Ex-Kriminellen Kim Vogel (Talisa Garcia) in Sachen Vorhersehbarkeit und Plakativität etwas unter- beziehungsweise übertreiben, entfaltet die akribische Spurensuche ihres französischen Ermittlers eine Sogwirkung, die den nach Aufklärung gierenden Zuschauer sechs einstündige Episoden lang bei der Stange hält.

 

Anders als der Spin-off-Titel vermuten lässt, ragt Hauptdarsteller Tchéky Karyo dabei nicht unbedingt heraus, obwohl sein in die Jahre gekommener Ex-Kommissar von den eskalierenden Geschehnissen immer stärker persönlich betroffen ist. Dank Karyos erhabener Veteranen-Präsenz und charmanter Natürlichkeit funktioniert die Titelfigur aber als grundsympathischer Anker im zunehmend außer Kontrolle geratenden Plot.

 

Als Showstealer erweist sich stattdessen der großartig aufspielende Tom Hollander ("The Night Manager"). Indem seine Figur auf ihrer emotionalen Achterbahnfahrt extreme charakterliche Wandlungen durchlebt, macht der britische Charakterdarsteller regelrecht spürbar, welche psychischen Auswirkungen es für einen bürgerlichen Jedermann haben kann, wenn er sich in den Untiefen der Schwerkriminalität verliert.

 

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