Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

Gwyneth Paltrow: "Ich habe die Rolle nur angenommen, weil ich Sex mit dem Autor habe"

28.09.2019 - In der neuen Satire-Serie "The Politician" spielt Gwyneth Paltrow die Mutter eines polit-karrieregeilen Snob-Studenten. Warum sie nach 5 Jahren Pause vor die TV-Kamera zurückgekehrt ist und welchen Part sie in der #MeToo-Bewegung gespielt hat, verrät uns die Oscar-Preisträgerin im Interview.

Von Ensemble-Auftritten in den "Avengers"-Filmen abgesehen, ist Oscar-Preisträgerin Gwyneth Paltrow ("Shakespeare in Love") kaum noch vor der Kamera zu sehen. Bis zu ihrem letzten TV-Auftritt in "Glee" muss man sogar bis ins Jahr 2014 zurückgehen. Gut, dass der damalige Serienschöpfer und "American Horror Story"-Erfinder Ryan Murphy mit dem Netflix-Original "The Politician" (seit 27. September bei Netflix) jetzt ein neues Projekt gestartet hat, zum dem die GOLDENE KAMERA-Preisträgerin 2014 nicht Nein sagen konnte...

 

Darum geht's in "The Politician"

Im neuen Streich von "Glee"-Ryan Murphy dreht sich alles um die politischen Ambitionen von Payton Hobart (Ben Platt). Jede Staffel der jeweils 10 Episoden umfassenden Satire-Serie wird sich einem skrupellos geführten Wahlkampf des Oberschicht-Sprösslings auf seinem Weg zur US-Präsidentschaft widmen. Den Anfang macht dementsprechend Paytons Versuch, Schülervertreter an der Saint Sebastian High School zu werden und keinerlei Skrupel zu zeigen - sehr zum Leidwesen seiner Künstlermutter Georgina (Gwyneth Paltrow).

"The Politician"-Mum Gwyneth Paltrow im Interview

 

GOLDENE KAMERA: Welche Chancen hätten Sie als Politikerin?

GWYNETH PALTROW: Sehr schlechte. (lacht) Je älter ich werde, desto grantiger und ungeduldiger werde ich, wenn es ums Lächeln und Händeschütteln geht.

Wie oft müssen Sie denn lächeln oder Hände schütteln?

Oft genug. Und ganz im Ernst, dass ich lächeln und Hände schütteln muss, hat auch seine guten Seiten, denn es bedeutet, dass Menschen meine Arbeit kennen und hoffentlich schätzen. Vor allem jetzt, wo ich mehr hinter der Kamera arbeite, ist mir der zwischenmenschliche Dialog wichtiger denn je. Und ich liebe es, wie mein Lifestyle-Blog goop das Leben anderer positiv beeinflusst – egal ob durch ein neues Kochrezept oder eine Restaurantempfehlung oder tiefergehende Gesellschaftsthemen.

 

Warum sehen wir Sie so wenig vor der Kamera? Hat Sie Ihr Ehemann Brad Falchuk als Produzent und Drehbuchautor von "The Politician" überzeugen müssen, dass Sie diese Rolle in seiner Serie annehmen?

Ich habe diese Rolle nur angenommen, weil ich Sex mit dem Autor habe! (lacht) Während des Schreibprozesses sagte er mir, wie sehr ich die Inspiration für Georgina sei. Dann legte er noch einen drauf und sagte: "Ich schreibe diese Rolle für Dich.“ Ich wollte davon nichts wissen, weil ich voll mit goop beschäftigt bin und keine Zeit für eine TV-Serie habe. Aber als mich dann auch noch Ryan Murphy anrief, konnte ich einfach nicht mehr Nein sagen. Erstens ist meine Rolle in "The Politician" nicht allzu groß. Und zweitens ist die Serie einfach zu brillant und reflektiert den momentanen Zeitgeist der amerikanischen Gesellschaft.

 

Ihre Figur in "The Politician" sucht nach innerem Frieden. Sie scheinen ihn in Ihrem Leben gefunden zu haben. Wie haben Sie das geschafft?

Das hat auch mit dem Älter werden zu tun. Mit jedem Jahr wächst mein innerer Friede. Ich kenne mich besser und bin selbstbewusster denn je. Ich fühle mich wohler in meiner Haut. Und ich stehe hinter den Entscheidungen, die ich in meinem Leben getroffen habe, denn sie repräsentieren meine Einstellungen und Überzeugungen. Diese Integrität gibt mir Kraft und Harmonie.

 

Ihr Name steht im Zentrum der #MeToo-Bewegung und dem gerade veröffentlichten Buch "She Said: Breaking the Sexual Harassment Story That Ignite a Movement" von Jodi Kanto und Megan Twohey. Was bedeutet das für Sie?

Ich fühle mich geehrt, dass ich eine kleine Rolle in der #MeToo-Bewegung spielen konnte. Ich war bereit, über meine eigenen Erfahrung zu berichten und andere Frauen zu unterstützen, ihre Geschichten zu offenbaren.

 

Wie viel Mut hat das gebraucht?

Ich weiß nicht, ob es Mut war. Ich fühlte einfach, dass es der richtige Moment war, obwohl ich mir nicht sicher war, dass es wirklich etwas ändern würde. Um ehrlich zu sein, war ich fast davon überzeugt, dass es nichts bringen würde, wie schon viel zu oft. Geschichtlich gesehen haben Frauen so oft um Veränderung und Gleichberechtigung gekämpft - und meistens hat es nichts bewirkt. Im Gegenteil, sie wurden dann noch verleumdet oder beschimpft. Aber dieses Mal war die Gesellschaft und die Welt für eine Veränderung bereit!

Interview: Anke Hofmann

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren