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Neue Netflix-Serie "Freud": Dr. Psycho jagt einen Killer

20.03.2020 - So hat man „Freud“ noch nie gesehen! Wir waren am Set der neuen Serie über den Seelenforscher, die am 24. März bei Netflix startet.

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		"Freud" - Der berühmte Psychologe Sigmund Freud (Robert Finster) geht auf Mörderjagd. Sendetermin: Frühjahr 2020 bei Netflix. ©

    "Freud" - Der berühmte Psychologe Sigmund Freud (Robert Finster) geht auf Mörderjagd. Sendetermin: Frühjahr 2020 bei Netflix. © Netflix/ORF

Er nimmt Kokain, gilt in der Ärzteschaft als Scharlatan und ist mit seiner Miete drei Monate im Rückstand. Klingt nicht unbedingt nach einem Mann, der als einer der einflussreichsten Denker des 20. Jahrhunderts und Begründer der Psychoanalyse gefeiert wird. Doch genau so beschreiben auch Biografen das Leben des jungen Sigmund Freud, bevor er zur weißhaarigen, unantastbaren Ikone wurde.

Darum geht's in "Freud"

 

Die neue Mysterythriller-Serie zeigt Freud nun in dieser Lebensphase, als sexy Assistenzarzt (Robert Finster) am Alten Allgemeinen Krankenhaus im Wien des Jahres 1886. Dort stößt er auf gehörigen Widerstand seiner Psychiatriekollegen,  als er – begeistert nach einem Auslandsaufenthalt in Paris – eine neue Therapie gegen die „Frauenkrankheit“ Hysterie etablieren will: Hypnose.

Er ist als Hypnotiseur noch ungeübt, doch bei dem ungarischen Medium Fleur Salomé (Ella Rumpf, „Tiger Girl“), dessen seherische Fähigkeiten in der feinen Gesellschaft en vogue sind, hat er Erfolg. Beide ahnen nicht, dass noch jemand Salomés Unterbewusstsein gehörig manipuliert. Zusammen mit dem Kriegsveteranen und Polizeiinspektor Alfred Kiss (Georg Friedrich), der in einer Mordserie ermittelt, kommen sie einer unerhörten Verschwörung auf die Spur.

 

Gründliche Recherchen

Hinter den acht Folgen der aufwendigen Co-Produktion von Netflix und dem ORF steckt Marvin Kren, der 2018 für Staffel eins des Gangsterepos „4 Blocks“ mit dem Deutschen Fernsehpreis für die beste Regie ausgezeichnet wurde. Bei seinem neuen Projekt erhielt der Autor und Regisseur erstmals komplette Freiheit bei der Zusammenstellung seines Teams.

 

Kren studierte im Vorfeld gründlich Freuds Leben: „Er hat viele seiner frühen Aufzeichnungen vernichtet, wenig aus dieser Zeit ist überliefert. Trotzdem haben wir versucht, den jungen Freud so gut es geht als Mensch zu begreifen. Wer war er? Wen hat er geliebt? Was hat es bedeutet, im Wien des ausgehenden 19. Jahrhunderts ein jüdischer Arzt zu sein? Erst mit diesem Versuch einer wahrhaftigen Figurenzeichnung konnten wir ihn in einen düsteren Mysterythriller schicken“, sagt der 40-Jährige am Set in Prag.

 

Wilder Trip ins Unbewusste

Als Kulisse für viele Szenen dient hier das Invalidovna, ein spätbarockes ehemaliges Krankenhaus für Kriegsinvaliden. Komparsen in Nachthemden irrlichtern als Psychiatriepatienten durchs Bild, die Kamera aber konzentriert sich auf Robert Finster und Ella Rumpf: Nach einem Streit sehen sich Freud und Salomé das erste Mal wieder.

„Ich habe bei diesem Projekt so viele Drehtage wie bei allen früheren zusammen“, freut sich Finster. Mit dem 35-Jährigen fand Kren einen überzeugenden Newcomer für die Hauptrolle. Spätere Weggefährten Freuds verwebte er ebenfalls in die Handlung, etwa Schriftsteller Arthur Schnitzler oder die Zugehfrau Lenore, die auf Freuds treuer Paula Fichtl basiert.

 

GOLDENE KAMERA Serien-Tipp, weil…

Die Serie ist ein hoch spannender Psychotrip in die Gründerzeit – und dank Marvin Krens frischem Blick stellt sich ein Gefühl ein wie bei „4 Blocks“: „Freud“ widerlegt den Eindruck, dass es im TV alles schon einmal gegeben hat.

 

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