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Serien-Event der Woche: "Better Call Saul" - Staffel 4

10.08.2018 - Das "Breaking Bad"-Prequel geht in die vierte Staffelrunde und schlägt im Verwandlungsprozess des sympathischen Winkeladvokaten Jimmy McGill in den skrupellosen Gangsteranwalt Saul Goodman einen düstereren Ton an.

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Seit 2015 glänzt "Better Call Saul"-Star Bob Odenkirk in seiner Paraderolle als Rechtsanwalt-Underdog Jimmy McGill und sorgt federführend dafür, dass das Spin-off des Serienhits "Breaking Bad" locker das Niveau des gefeierten Vorgängers hält. Seit dem 7. August feiern die 10 Episoden der vierten Staffel im wöchentlichen Abstand auf Netflix ihre Deutschlandpremiere und schlagen dabei einen düstereren Ton an als bisher...

 

Darum geht's in Staffel 4 von "Better Call Saul"

Der im Finale der dritten Staffel angedeutete Selbstmord von Chuck McGill wird für Jimmy (Bob Odenkirk) zum Auftakt der vierten Staffel schockierende Realität. Der Tod des Über-Bruders lässt Jimmy auf dem Weg zur Wiedererlangung seiner Anwaltslizenz in immer kriminellere Gewässer erkunden, was Konflikte mit seiner Freundin Kim Wexler (Rhea Seehorn) erzeugt, die gleichzeitig auf einen heftigen Rechtsstreit mit Chucks altem Kanzleipartner Howard Hamlin (Patrick Fabian) zusteuert...

 

"Better Call Saul"-Ausblick

In Staffel 4 sorgt der Subplot um den Ex-Cop Mike Ehrmantraut (Jonathan Banks) dafür, dass die Serienwelten von "Better Call Saul" und "Breaking Bad" immer näher zusammenrücken. Während Ehrmantrauts neue Stelle als Sicherheitsexperte die Beziehung zum kriminellen Fastfood-Restaurant-Betreiber Gustavo "Gus" Fring (Giancarlo Esposito) ausbaut, versucht der für den Drogenschmuggel in Albuquerque verantwortliche Gangsterboss, ohne großes Aufsehen die Geschäfte seines Kontrahenten Hector Salamanca (Mark Margolis) zu übernehmen, der nach dem Giftanschlag seiner rechten Hand Nacho Varga (Michael Mando) im Rollstuhl landet.

Auf der diesjährigen Comic-Con gab Showrunner Vince Gilligan bekannt, dass es in der vierten "Better Call Saul"-Staffel auch ein Wiedersehen mit neuen alten "Breaking Bad"-Bekannten geben wird. Walter White (Bryan Cranston) und Jesse Pinkman (Aaron Paul) sind es aber NOCH nicht. Während sich Fans also schon nach der bereits abgesegneten fünften Staffel die Finger lecken, kriegen sie in Staffel 4 auf jeden Fall schon mal mit der neu eingeführten Figur Lalo (Tony Dalton) das Gesicht zu einem Namen präsentiert, der in der Episode "Better Call Saul" aus der zweiten "Breaking Bad"-Staffel gefallen ist.

 

Und nach dem Ende von "Better Call Saul" muss laut Gilligan noch lange nicht Schluss mit "Breaking Bad"-Ablegern sein: "Sag niemals nie. Ich muss dabei vorsichtig sein, aber die Sache ist: Ich bin gierig. Ich will, dass wir uns so lange wie möglich in dieser Welt, diesem Universum und mit diesen Figuren austoben können."

GOKA-Wertung

Die erste Episode der vierten "Better Call Saul"-Staffel macht in knapp 50 Minuten deutlich, warum der "Breaking Bad"-Ableger an schauspielerischer Intensität seinen Vorgänger sogar noch überflügelt. Dass sich Jimmy die Schuld am Selbstmord seines Bruders gibt, wird nicht in melodramatischen Dialogen thematisiert, sondern von Bob Odenkirk in einem Zustand katatonischer Sprachlosigkeit bewegend visualisiert.

 

Gleiches gilt für Jimmys plötzlichen Stimmungswechsel nach der die Episode beendenden Beichte von Chucks ebenfalls schuldgeplagten Kanzleipartner Howard. Jimmys erleichterte Reaktion mag moralisch verwerflich sein, spiegelt aber ohne große Worte zutiefst menschliches Verhalten wider. Und diese nachvollziehbaren und durch die Bank meisterlich gespielten Momente menschlichen Makels und schicksalshafter Tragik sind es, die den Zuschauer zum "Better Call Saul"-Junkie machen – gerade auch weil man weiß, wohin die charakterliche Reise des späteren Saul Goodman geht.

 

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