Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

Nach Tod eines Beamten: Muss Sterbegeld versteuert werden?

23.12.2020 - Ob das Sterbegeld, das Hinterbliebene laut dem Beamtenversorgungsgesetz erhalten, zu steuerpflichtigem Arbeitslohn führt, ist umstritten. Jetzt muss der Bundesfinanzhof entscheiden.

  • Wenn ein Beamter stirbt, wird seinen Erben ein Sterbegeld ausgezahlt. Foto: Hans-Jürgen Wiedl/dpa-Zentralbild/dpa/Illustration © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Wenn ein Beamter stirbt, wird seinen Erben ein Sterbegeld ausgezahlt. Foto: Hans-Jürgen Wiedl/dpa-Zentralbild/dpa/Illustration © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Wenn ein Beamter stirbt, wird entsprechend einer festgelegten Reihenfolge seinem Ehepartner, seinen Kindern oder anderen Verwandten ein Sterbegeld ausgezahlt. Ob diese Zahlung dann versteuert werden muss, ist allerdings juristisch umstritten.

Es gebe einander «entgegenstehende Gerichtsentscheidungen, ob dieses Geld zu versteuern ist», sagt Isabel Klocke vom Bund der Steuerzahler.

Das Finanzgericht Düsseldorf hat entschieden, dass solche Sterbegelder steuerpflichtiger Arbeitslohn sind (Az.: 11 K 2024/18 E). Geklagt hatte eine Tochter, die nach dem Tod ihrer Mutter ein Sterbegeld erhalten hatte. Sie berief sich auf eine Steuerbefreiungsvorschrift im Einkommensteuerrecht, die aber aus Sicht des Gerichts nicht anwendbar sei, da die Auszahlung nicht wegen Hilfsbedürftigkeit erfolgte. Denn die Sterbegeldhöhe orientierte sich an der Einkommenshöhe der Mutter, nicht am Finanzbedarf der Tochter.

Die gegenteilige Rechtsauffassung vertritt des Finanzgericht Berlin-Brandenburg. Es ordnete das Sterbegeld für einen Landesbeamten als steuerfrei ein (Az.: 11 K 11160/18). In beiden Fällen wurde Revision beim Bundesfinanzhof eingelegt, so dass die Urteile noch nicht rechtskräftig sind (Az.: VI R 33/20 und VI R 8/19).

Erhalten Hinterbliebene Sterbegeld für verstorbene Beamte, sollten sie Einspruch gegen den Einkommensteuerbescheid einlegen, falls das Finanzamt Steuern für die Zahlung verlangt. Zur Begründung kann auf die Verfahren beim Bundesfinanzhof verwiesen werden, rät Klocke.

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren