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Weinzierl wehrt sich: Mit «Haut und Haaren» beim VfB

29.11.2018 - Distanziert sich ein Trainer, der «VfB Stuttgart» statt «wir» sagt, von seiner Mannschaft? Diesen Vorwurf will sich Markus Weinzierl vor dem Wiedersehen mit seinem langjährigen Club FC Augsburg nicht gefallen lassen - und wird deutlich.

  • Stuttgarts Trainer Markus Weinzierl steckt mit dem VfB in der Krise. Foto: Sebastian Gollnow © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Stuttgarts Trainer Markus Weinzierl steckt mit dem VfB in der Krise. Foto: Sebastian Gollnow © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Bilanz von Markus Weinzierl beim VfB Stuttgart ist unverändert katastrophal und die Kritik vor dem Duell mit seinem Ex-Club FC Augsburg wird langsam persönlich.

Vier Niederlagen gab es in den fünf Spielen seit seinem Einstieg beim Tabellenschlusslicht der Fußball-Bundesliga und inzwischen muss sich der Bayer vorwerfen lassen, sich vom Club und der Aufgabe innerlich zu distanzieren. Denn oft sprach er in den vergangenen Wochen mit den Niederlagen gegen Dortmund (0:4), Hoffenheim (0:4), Frankfurt (0:3) und Leverkusen (0:2) «vom VfB Stuttgart», wenn er über den schwachen Saisonstart und die allgemeine Situation redete - und verzichtete auf ein «wir».

Weinzierl ärgert sich vor dem Duell mit seinem Ex-Club am Samstag (15.30 Uhr), als dessen Cheftrainer er sich vier Jahre lang einen guten Namen machte in der Bundesliga, über den Vorwurf. «Ich muss ja, wenn ich über die Vergangenheit spreche, über die Zeit vor mir, Fakten nennen dürfen. Ohne, dass da jemand was hineininterpretiert und mir dann vorwirft, dass ich da distanziert wäre», sagt der 43-Jährige. «Das ist ja völliger Blödsinn. Ich bin mit Haut und Haaren seit dem ersten Tag bei der Mannschaft und beim Verein.»

Unbestritten ist, dass Weinzierl als Nachfolger von Tayfun Korkut ein Team übernommen hat mit sehr vielen offenen Baustellen - und dass er für den Saisonstart mit nur fünf Punkten aus sieben Spielen gegen Gegner wie Düsseldorf, Mainz, Hannover oder Freiburg nichts kann.

Daniel Didavi etwa, im Kaderplan von Sportvorstand Michael Reschke die zentrale Figur für das Offensivspiel, ist seit Wochen wegen seiner anhaltenden Probleme an der Achillessehne keine Option. Noch am Donnerstag wollte Weinzierl mit dem 28-Jährigen über einen Plan reden für die ausstehenden fünf Partien bis zur Winterpause. «Das ist eine Extremsituation», sagt Weinzierl. Fitspritzen ist auch mit Blick auf die drohenden Ausfälle von Nicolás González und Pablo Maffeo denkbar, ein Freund davon ist Weinzierl aber nicht.

Auch Anastasios Donis war bislang nur ein theoretischer Faktor, gegen Augsburg soll der schnelle Grieche nun erstmals unter Weinzierl nach seinem überstandenen Muskelbündelriss wieder im Kader stehen. «Egal wie wir es machen, er wird uns helfen», sagt Weinzierl zum Thema Startelf oder Einwechselspieler. Die Formschwäche der Routiniers Mario Gomez, Christian Gentner, Gonzalo Castro und Holger Badstuber hilft dem Trainer ebenfalls überhaupt nicht.

Klar ist deswegen, dass Reschke in der Winterpause einkaufen muss. Denn Weinzierl mag Fußball mit Tempo und das hat, auch wenn alle gesund sind, nur Donis. «Wir sind in einem stetigen, sehr guten, konstanten Austausch, was dieses Thema anbelangt», sagt Weinzierl.

Viel wichtiger ist ihm aber die Konzentration auf Augsburg - mit sieben Siegen in zwölf Spielen ein Angstgegner des VfB. Alle Erfolge holte der FCA mit Weinzierl auf der Bank, für seine Vorgänger Bruno Labbadia, Alexander Zorniger und Armin Veh waren die Niederlagen jeweils das letzte Spiel als VfB-Coach. Dieses Schicksal droht Weinzierl trotz der bisherigen Ausbeute nicht, zu überzeugt ist die Vereinsführung von ihm und seiner Arbeit.

«Ich hoffe, dass die Siege damals an mir gelegen haben und dass das jetzt auf die andere Seite wandert», sagt Weinzierl. «Ich glaube aber nicht, dass dann der Trainer in Augsburg entlassen wird.»

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