Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

Promi-Geburtstag vom 23. Februar 2020: Howard Jones

23.02.2020 - In den Achtzigern wurde er mit Synthie-Charthits wie «New Song», «What Is Love?» und «Like to Get To Know You Well» bekannt. Acht Millionen Platten hat Howard Jones seither verkauft.

  • Howard Jones bei der Silvesterparty am Brandenburger Tor. Foto: Jörg Carstensen/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Howard Jones bei der Silvesterparty am Brandenburger Tor. Foto: Jörg Carstensen/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

An Silvester heizte Howard Jones Deutschlands größte Party vor dem Brandenburger Tor mit «The One To Love You» an. Trotz seines Erfolgs in den wilden Achtzigern galt er immer als einer der «guten» Popstars - praktizierender Buddhist, Veganer mit umweltschonendem Elektroauto und seit 30 Jahren ohne Skandale verheiratet.

Statt wilder Partys und Drogenexzesse genießt er den Panoramablick ins Grüne von seinem Cottage in Somerset. Heute feiert der Popstar seinen 65. Geburtstag und unterbricht dafür seine US-Tour. Am Tag darauf steht er schon wieder in San Antonio in Texas auf der Bühne.

Musik begleitet Jones seit seiner Kindheit: Mit sieben Jahren wollte er zwar lieber Fußballspielen als die verhassten Klavierstunden besuchen. Doch zwei Jahre später hörte er «Puppet On A String» im Radio: «Ich ging zum Klavier, konnte die Melodie nachspielen und dachte: 'Oh, das ist die aufregendste Sache, die es je im Universum gab!'» sagte der Synthie-Pionier dem «Songwriting Magazine». Danach übte er vier Stunden pro Tag «wie ein Besessener».

Schließlich gründete Howard Jones die Band Warrior und schrieb experimentellen Progressive Rock, beeinflusst von Keith Emersons erster Band The Nice. «Emerson machte Keyboardspielen aufregend», sagte Jones im Interview mit dem Musikblogger Malcolm Wyatt. «Er war wie der Hendrix des Keyboards!»

Eigentlich studierte Jones am renommierten Musik-College in Manchester, um klassischer Pianist zu werden, aber nutzte die Nachtschichten beim Radio, um live mit Synthesizern zu experimentieren. Das gefiel ihm so gut, dass er nach zwei Jahren die Klassik aufgab und nach Hause zurückkehrte.

Mit Klavierunterricht und Fabrikarbeit finanzierte er sich. Drei bis vier Abende pro Woche tingelte er als Alleinunterhalter mit Synthesizer und Rhythmus-Maschine durch die Pubs - damals war das revolutionär. «Ich war der erste, der das machte», bestätigte Jones stolz dem «Songwriting Magazine».

Sein gesamtes selbstgeschriebenes Repertoire presste er auf sein Debütalbum «Human’s Lib», das im März 1984 auf Platz eins in Großbritannien schoss. Vorher hatten es schon seine Singles «New Song», «What Is Love?» und «Hide and Seek» in die Charts geschafft. Nach seiner nächsten Platte «Dream into Action» verpuffte sein weltweiter Erfolg jedoch allmählich. In den USA sorgten Hits wie «You Know I Love You...Don't You?» und «Everlasting Love» für eine bis heute anhaltende Fangemeinde.

1985 spielte Howard Jones beim Live Aid Konzert in Wembley vor rund 70.000 Besuchern und mehr als einer Milliarde Fernsehzuschauern weltweit. «Es war der größte Druck, den man jemals spüren konnte», erinnerte er sich im Interview mit «Living North» an seinen Auftritt am Flügel mit blondierten, toupierten Haaren und im übergroßen Sakko. «Ich kam zum Refrain (von «Hide and Seek») und ganz Wembley schloss sich mir an. Das war ein ganz besonderer Moment und ein ganz besonderer Tag.»

Seit Ende der achtziger Jahre ist es um den Popstar eher still geworden, obwohl er regelmäßig in den Staaten und Europa tourt und immer wieder neues Material herausbringt. Dennoch ist er für die kurze Ruhmeswelle bis heute dankbar: «Das hat mich wirklich für den Rest meiner Karriere gerüstet», gestand er im Interview mit Musikblogger Malcolm Wyatt. «Ich habe mein eigenes Label und kann meine eigenen Aufnahmen finanzieren und habe das Steuer in der Hand, was toll ist.»

Auf das experimentelle «Engage» (2015) folgte 2019 sein neues Album «Transform». «In den nächsten fünf Jahren kommen nochmal zwei», sagte Jones der Onlinezeitschrift «Pop Matters». «Ich habe einen Plan!» Er wolle vor allem Songs schreiben, die 36 Jahre nach seinem Debütalbum für seine Generation relevant seien - «Kinder bekommen, Eltern verlieren, Krankheit, mit negativen Einflüssen kämpfen», sagte Howard Jones der «Daily Record». «Wir sind eben nicht mehr Anfang 20.»

Mit 60 habe er realisiert, dass er nur noch für eine begrenzte Zeit in Bestform sein werde. «Ich mache mehr Shows als je zuvor. Solange du es noch kannst, tue es einfach! Es wird eine Zeit kommen, in der du es nicht mehr kannst.» Ende April wird Howard Jones in mehreren deutschen Städten auftreten.

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren