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"Der Krieg und Ich": Drama-Serie für Kinder

03.07.2019 - Acht Episoden - acht Geschichten von "Kriegskindern": Die TV-Serie "Der Krieg und Ich" erzählt aus der Perspektive der Jüngsten von ihren Erlebnissen im Zweiten Weltkrieg.

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		Der 10-jährige Anton (Juri Gayed) will zur Hitlerjugend gehören. Doch das sorgt für Streit mit seinem Vater. © SWR/LOOKS Film &TV Prod./Andreas

    Der 10-jährige Anton (Juri Gayed) will zur Hitlerjugend gehören. Doch das sorgt für Streit mit seinem Vater. © SWR/LOOKS Film &TV Prod./Andreas Wünschirs

Es ist die erste Serie dieser Art: Erzählerisch werden Erlebnisberichte von Kriegskindern im Zweiten Weltkrieg für die TV-Serie "Der Krieg und ich" kindgerecht aufbereitet. Acht Geschichten von Kindern aus Europa werden hier nicht nur dokumentarisch erzählt, sondern filmisch so inszeniert, dass Kinder ab 8 Jahren das schwere Thema Krieg und dessen Auswirkungen besser verstehen und das Leid der Betroffenen nachempfinden können.

Grundlage der acht Epsioden sind Tagebücher und Briefe von Kindern aus der Zeit 1933 bis 1945. Der 10-jährige Anton erzählt, wie er gegen den Widerstand seiner Eltern in die Hitlerjugend eintreten will, aber dann erlebt, zu was das Nazi-Regime fähig ist. Der 11-jährige Fritjof muss seine Familie als Fischer in Norwegen ernähren, während sein Vater im Krieg ist. Um mehr Geld zu verdienen, arbeitet er auch für die Deutschen - rebelliert dann aber gegen die Besatzer, was weitreichende Folgen für die Familie hat. Die 14-jährige Eva erlebt Furchtbares in Ausschwitz, nur die Musik ermöglicht ihr und ihrer Freundin eine Flucht vor der Hölle.

Krieg und Gewalt - Kein Stoff für Kinder?

Um auch diese Geschichten für Kinder zu erzählen, die bisher als nicht "kindgerecht" galten, arbeiteten SWR Redaktion und LOOKSfilm begleitend mit dem renommierten Forschungsinstitut IZI zusammen, deren Forschungsergebnisse über die TV-Rezeption von Kindern in die filmische Inszenierung einflossen. Die Leiterin des SWR Kinder- und Familienprogramms, Stefanie von Ehrenstein, ist überzeugt, dass dieses Filmprojekt auch Kindern von heute wichtige Impulse gibt: "Dürfen wir Kinder mit Krieg oder Holocaust konfrontieren? Ja, als öffentlich-rechtlicher Sender müssen wir es sogar. Themen wie Krieg, Vertreibung und Verletzung von Menschenwürde sind auch heute allgegenwärtig und erreichen die Kinder über Nachrichten oder den Kontakt zu Flüchtlingskindern. Auch die Gefahr, sich von Ideologien, falschen Versprechungen und unwahren Informationen vereinnahmen zu lassen, wird nicht geringer. Das Wissen um die Geschichte kann helfen, derartige Gefahren zu erkennen."

Internationales Ensemble

Die Dreharbeiten haben heute in Schloss Blankenhain bei Crimmitschau begonnen. Vor der Kamera steht ein internationales Ensemble. Unter den Schauspielern aus Deutschland sind:  Florian Lukas ("Weissensee", "Good Bye Lenin!"), Marie-Lou Sellem ("Tatort"), Jutta Wachowiak ("König Drosselbart", "Nikolaikirche", "Soko Leipzig") und bekannte Kinderdarsteller wie Arved Friese ("Timm Thaler"), Anton Petzold ("Rico, Oskar und die Tieferschatten") und Gwendolyn Göbel ("Tschick").

 

Die achtteilige Drama-Serie wird ab Samstag, 31. August 2019, im KIKA (ab 20 Uhr) und ab Sonntag, 3.November, im Ersten (ab 11 Uhr) gezeigt.

 

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