Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

"Die Auferstehung": Familienzwist mit Starbesetzung

05.06.2019 - In "Die Auferstehung" (5. Juni, 20.15 Uhr im Ersten) streiten Joachim Król, Herbert Knaup, Dominic Raacke und Leslie Malton um ihr Erbe.

Den eigenen Vater mit aus der Hose heraushängendem Geschlechtsteil vor einem Porno tot aufzufinden, dürfte erschüttern. Doch das ist nur der Anfang der erstklassig besetzten, schwarzhumorigen Tragikomödie.  Mit dabei die GOLDENEN KAMERA-Preisträger Leslie Malton (1991) und Herbert Knaup (2005).

Darum geht's in "Die Auferstehung"

Stirbt der eigene Vater, so ist die Trauer in der Regel groß. Nicht so bei den Geschwistern Linda (Leslie Malton), Joschi (Joachim Król), Jakob (Dominic Raacke) und Uli (Michael Rotschopf). Seit Jahren hatten die vier keinen Kontakt zu ihrem Vater (Peter Maertens). Zu unterschiedlich waren die Lebenseinstellungen, zu groß die Verachtung gegenüber ihres Familienoberhauptes. Als der ehemalige Chefarzt aber das Zeitliche segnet, eilen seine Kinder, Schwiegertochter Franziska (Brigitte Zeh) und Schwiegersohn Fred (Herbert Knaup) zum Totenbett.

Sie alle treibt die Sorge um, dass der Vater im Nachlass einzig die ungarische Pflegerin und Geliebte Anna (Tatiana Nekrasov) bedacht hat. Auf der Suche nach dem Testament brechen alte Wunden und Konflikte auf. Ausgerechnet der von ihnen verhasste Anwalt Max (Mathieu Carrière) soll Klarheit bringen.

 

Hintergrund

Die Romanvorlage zum Film stammt von dem preiskrönten Autoren Karl-Heinz Ott. Der Schriftsteller veröffentlichte jüngst sein neues Buch "Und jeden Morgen das Meer", in dem ebenfalls die Hauptfigur nach dem Tod eines Angehörigen mit ihrer Vergangenheit konfrontiert wird.

Regisseur Niki Stein ("Big Manni" und verantwortlich für zahlreiche "Tatorte", wie "Dunkle Zeit") kann sich mit der Post-68-er-Generation identifizieren: "Auch ich habe drei Geschwister, nur waren meine Eltern so klug, uns nichts zu vererben. Karl-Heinz Ott und dem Drehbuchautor Karl Heinz Käfer ist ein wunderbarer Blick auf diese Generation gelungen, die sich irgendwie Zeit ihres Lebens an ihren Eltern abgearbeitet hat."

 

 

Warum lohnt sich "Die Auferstehung"?

Wer "Der Gott des Gemetzels" schon als Sternstunde der Filmgeschichte ansieht, wird mit dieser ebenfalls kammerartigen Inszenierung große Freude haben. Selten war ein Familienstreit so unterhaltsam. Das tiefe Zerwürfnis der Angehörigen untereinander und die moralischen Abgründe und Geschmacklosigkeiten sind hier präzise und mit viel Sarkasmus dargestellt. Die auf den Punkt gespielte Schauspielerdarbietung des erstklassigen Ensembles machen "Die Auferstehung" äußerst sehenswert.

 

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren