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"Isi & Ossi" - der Filmtipp (nicht nur) für den Valentinstag

14.02.2020 - Im ersten deutschen Netflix Original "Isi & Ossi" (ab dem 14. Februar) trifft verzogene Göre auf armen Boxer, Mannheim auf Heidelberg und der "Bad Banks"-Autor auf Romantik.

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		Happy End im Boxring für Isi (Lisa Vicari) und Ossi (Dennis Mojen). ©

    Happy End im Boxring für Isi (Lisa Vicari) und Ossi (Dennis Mojen). © Netflix

Am 14. Februar ist es wieder so weit: Valentinstag, also Zeit für Romantik auf Knopfdruck. Wer aus Mangel an Alternativen doch vor dem Fernseher landet, erhält zumindest große Gefühle auf Abruf. Denn Netflix startet an diesem Tag seinen ersten Originalfilm aus Deutschland. Und darin dreht sich natürlich alles um das Thema Liebe. Dabei ist der Film so ganz anders, als erwartet. Zunächst einmal bekommen die Zuschauer aus knapp 200 Ländern nicht die typischen deutschen Städte  zu sehen, sondern Mannheim und Heidelberg.

 

Darum geht's in "isi & Ossi"

Ein Schloss in Heidelberg: Milliardärstochter Isi (Lisa Vicari) langweilt sich, fühlt sich innerlich leer. Ihr Leben verläuft so ganz anders, als das von Ossi (Dennis Mojen), der wenige Kilometer entfernt in Mannheim wohnt. Der Junge jobbt an der Tankstelle seiner Mutter und träumt von der großen Karriere als Boxer. Als die beiden sich in einem Burgerladen kennenlernen, bleibt die Begegnung nicht ohne Folgen.

 

Isi hat eine Idee: Sie sieht in dem proletenhaften Jungen die Chance, ihre snobistischen Eltern zu schockieren. Wenn die beiden sich als Paar ausgeben, sind ihre Erzeuger so überfordert, dass sie sich vielleicht schneller mit Isis Berufswahl anfreunden. Ihr Traum ist es in New York eine Ausbildung zur Köchin zu absolvieren. Im Gegenzug ist Isi bereit, Ossi den ersten Profi-Boxkampf zu bezahlen. Eine Vereinbarung, die es in sich hat. Bei den beiden fliegen die Fetzen. Doch dann kommen sie sich näher...

Hintergrund

Die 23-jährige Lisa Vicari steht bereits seit über zehn Jahren vor der Kamera. Auf ihrer Vita finden sich Filme wie "Hanni und Nanni" (Rolle: Suse), "Hell" (Rolle: Leonie) und seit 2017 gehört sie zum festen Cast der Mystery-Serie "Dark", in der sie Martha Nielsen spielt.

Auch der 27-jährige Dennis Mojen dreht seit rund einem Jahrzehnt Filme. 2011 hatte er in "Amoklauf von Winnenden" seine erste Hauptrolle. Den Zuschauern blieb er als Täter im "Tatort: Der Himmel ist ein Platz auf Erden" im Gedächtnis. Letztes Jahr erlangte er mit dem Kinofilm "Traumfabrik" endgültig den Durchbruch.

 

Autor und Regisseur Oliver Kienle arbeitet hier mit zahlreichen Klischees der Gegensätze. Er versteht es den Spagat hinzubekommen. Auch bei seinen eigenen Projekten. Er arbeitet sowohl für die Öffentlich-Rechtlichen als auch für den Streaminggiganten Netflix. Seine Prämisse ist es dabei das richtige Publikum zu erreichen: "Ich mache nie irgendwas, was meine Mutter mag. 'Bad Banks' (Anm. d. Redatktion: Kienle ist Head-Autor der Serie) respektiert sie zwar, versteht es aber nicht. Die Figuren sind ihr alle zu düster. Sie wollte immer, dass ich 'Tatorte' mache, da kann sie dann mit ihren Freundinnen darüber sprechen. 'Isi & Ossi' ist für jüngeres Publikum und ein bisschen derb, das mag sie auch nicht so. Mir ist wichtiger, drei Millionen bei dem für mich richtigen Publikum zu haben, als zehn Millionen von irgendwem. Man kann und sollte es nicht jedem recht machen. Denn dann verwässert man das ganze Projekt", sagte er gegenüber Standard.at.

 

Der Film "Kidnapping Stella" präsentierte Netflix auch als ersten deutschen Film. Dieser war aber ursprünglich fürs Kino gedreht worden und erst nach der Fertigstellung vom Streamingdienst gekauft worden. Auch "Isi & Ossi" sollte auf der großen Leinwand gezeigt werden. Doch Kienle war der Weg dahin zu umständlich: "So ein Projekt geht über viele Instanzen, es braucht Fernsehsender, Filmförderung, Filmverleih, es gibt diverse Auflagen usw. Ich war müde von diesem Prozess und habe Netflix kontaktiert. Die Antwort kam sofort. Das Drehbuch haben wir am Freitag geschickt, am Montag kam der Anruf: Ja finden wir toll, wollen wir machen. Eine Woche später war das Projekt finanziert... In der Branche ist man ja gewohnt, dass Projekte immer wieder verschoben werden. Wenn man in Deutschland sagt, wir drehen nächstes Jahr, dann dreht man im übernächsten Jahr oder noch später. Netflix war hier schnell und konkret, ohne fünf Chefs, die man noch fragen, oder eine nächste Runde, die man noch abwarten muss", erklärt er gegenüber Standard.at.

 

GOKA-Bewertung

Arm trifft reich - dieser Filmstoff ist nicht ganz neu. Aber erfolgreiche Kinofilme wie "High Society" zeigen, dass diese Story immer noch den Nerv der Zuschauer trifft. Das Besondere sind aber die "krassen" Charaktere, die dem Film das gewisse Etwas geben. Scheu vor verbalen Verfehlungen darf der Zuschauer nicht haben. Selbst der Opa gespielt von Ernst Stötzner (am 15.2. in "Ostfriesengrab" zu sehen) kommuniziert in feinster Fäkalsprache.

Wie von Regisseur Oliver Kienle geplant, spricht der Film eher die jüngere Generation an. Die leichte Unterhaltung passt aber auch für viele andere Zuschauer gerade an einem Tag wie Valentinstag gut ins Programm.

 

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