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"Merz gegen Merz": "Zwei fleischgewordene Rasiermesser"

04.04.2019 - Annette Frier und Christoph Maria Herbst als heillos zerstrittenes Ehepaar in "Merz gegen Merz" (ab 18. April, 22.15 Uhr, ZDF) – böse komisch!

Was tun, wenn man seit langen Jahren miteinander verheiratet ist, sich absolut satthat – sich aber nicht trennen kann, weil man im gemeinsamen Unternehmen arbeitet? Vor genau dieser Frage stehen Erik (Christoph Maria Herbst, 53, "Stromberg") und Anne (Annette Frier, 45, "Danni Lowinski") in der neuen Comedyserie "Merz gegen Merz" .

 

Ihre Antwort: ein gnadenloser Rosenkrieg mit herrlich ekligen Dialogen von Harald Schmidts ehemaligem Chefautor Ralf Husmann, in denen so mancher Einzeiler bereits ausreichen würde, um eine reale Beziehung in eine existenzielle Krise zu stürzen. GOLDENE KAMERA traf Annette Frier und Christoph Maria Herbst zum Interview.

Annette Frier und Christoph Maria Herbst im Interview

 

In "Merz gegen Merz" spielen Sie beide ein Ehepaar, das sich, so heißt es, einen "lustigen Rosenkrieg zwischen Abstoßung und Anziehung" liefert. Richtig beschrieben?

 

CHRISTOPH MARIA HERBST: Total richtig, obwohl es ein "lustiges Scheidungsdrama" ja eigentlich gar nicht geben kann. Aber wenn Ralf Husmann so etwas schreibt, kann man sich sicher sein, dass das Resultat nicht nur lustig und zugleich tiefsinnig ist, sondern auch noch genau die richtigen Portionen an Zynismus, Kitsch und Emotionalität in sich birgt.

 

Zeigen Sie den Geschlechtern ihre mehr oder weniger liebenswerten Schwächen, indem sie diese komödiantisch überhöhen?

ANNETTE FRIER: Wir zeigen es allen! Das Schöne ist, dass wir uns in Klischees bewegen, um sie anschließend zu brechen.

HERBST: Jeder erkennt sich darin irgendwie wieder. Erik und Anne Merz sind zwei Leute, die sich mal geliebt haben. Doch dann wurde aus Liebe Hass – und auf einmal stellen sie fest, dass es sie sogar richtig ankotzt, hören zu müssen, wie der andere atmet. Wenn Erik Anne essen sieht, bekommt er Sprühstuhl. Ich möchte den einen oder die eine sehen, die das in ihrem wahren Leben nicht schon genau so erlebt hat.

 

Was ist Eriks größte Stärke? Und was seine Schwäche?

HERBST: Erik ist eine emotionale Dampframme mit Gefühlshemmung – zumindest nennt ihn Anne so. Aber man sollte dabei nicht verschweigen, dass sie sich selber auch wie eine solche benimmt.

FRIER: Ich würde gern mal über die Stärken von der Anne sprechen. Die ist nämlich eine tolle Frau. Manchmal braust sie ein bisschen auf, weil sie in einer Midlifekrise steckt. Aber insgesamt schlägt sie sich doch ganz tapfer.

HERBST: Was? Die Anne vergreift sich doch ständig im Ton!

FRIER: Natürlich unterlaufen ihr in der aktuellen Lebenssituation viele Fehler, aber ich möchte jetzt einmal ein privates Statement abgeben: Schimpfwörter sind ja eigentlich eine ganz tolle Sache.

Wie tief darf man in einer Beziehung in die Schimpfwortkiste greifen?

HERBST: Das Schimpfen in der Serie ist sehr überhöht, denn es soll ja lustig sein. Die Leute sollen eher lachen als weinen.

FRIER: Sie sollen heulen vor Lachen!

HERBST: Und das werden sie! Denn Erik und Anne sind wie zwei fleischgewordene Rasiermesser!

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