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"Ottilie von Faber-Castell " - Eine Kämpferin mit Herz

14.09.2019 - Wer war die mutige Frau hinter dem Stifte-Imperium? Im Film "Ottilie von Faber-Castell - Eine mutige Frau" (Samstag, 14. September, 20.15 Uhr, Das Erste) bekommt sie ein Gesicht.

Ausgelassen werfen Mädchen Kissen in die Höhe, Federn tanzen durch den Schlafsaal, Lachen erfüllt den Raum. Doch die fröhliche Stimmung endet abrupt – durch die Nachricht eines Todesfalls. Von einer Sekunde auf die andere ist die 16-jährige Ottilie von Faber vaterlos und soll eine millionenschwere Stiftefabrik erben. Eine Frau als Chefin? Ende des 19. Jahrhunderts undenkbar! Doch Ottilie übernimmt das Unternehmen in sechster Generation. Ein Kampf gegen gesellschaftliche Konventionen beginnt.

 

 

Fast jeder kennt die Stifte der Faber-Castells, aber kaum einer die Geschichte dieser Frau, die von 1877 bis 1944 lebte. Das soll nun anders werden: Mit Originalkostümen aus ganz Europa und frischen TV-Gesichtern verfilmte Das Erste ihr bewegtes Leben. "Ottilie und ihre Weggefährtinnen haben den Weg für Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau geebnet, auch wenn wir noch nicht ganz dort angekommen sind", sagt die Hauptdarstellerin Kristin Suckow zu GOLDENE KAMERA. "Deshalb ist es umso wichtiger, über diese starken und mutigen Frauen zu reden."

 

Kristin Suckow spielt Ottilie von Faber-Castell

Reden wird man nach der Ausstrahlung des Films auch über Suckows Darstellung der Ottilie. Für die Schauspielerin ist es die erste Hauptrolle in einem TV-Film. Keine leichte Aufgabe, denn sie verkörpert Ottilie über einen Zeitraum von 25 Jahren: "Die Herausforderung war, dass wir nicht chronologisch drehten. Ich habe morgens die 16-jährige Ottilie gespielt, war mittags 37, habe abends mit 22 Jahren geheiratet."

 

Während der Dreharbeiten bei Prag herrschte zudem große Hitze. 16-Stunden-Tage bei über 30 Grad in historischen Kostümen – da kommt man ins Schwitzen. Doch die beengende Kleidung trieb nicht nur den Schweiß auf die Stirn: Sie spiegelt auch den Geist jener Zeit. "Ein Korsett macht viel mit deinem Körper. Man kann sich nicht richtig bewegen, auch nicht tief einatmen", so Suckow. "Kein Wunder, dass die Frauen es als einen der ersten Schritte der Gleichberechtigung ablegten. Das stand stellvertretend für das Ablegen einer Haltung." Eine Entwicklung, die sich auch bei Ottilie zeigt: Schritt für Schritt wird aus ihr eine sichere Frau, die für ihre Meinung einsteht. Auch gegen die Familie.

Wie in jedem großen Eventfilm geht es auch hier um große Gefühle: Zwei Männer kämpfen um die Gunst Ottilies – sogar mit Waffen. Den ehrgeizigen Alexander Graf zu Castell-Rüdenhausen (Johannes Zirner) heiratet sie, doch ihr Herz gehört eigentlich Philipp Baron von Brand zu Neidstein (Hannes Wegener). Diese Dreieckskonstellation ist keine romantische Erfindung der Drehbuchautoren, sondern belegt und authentisch.

Im Film wirkt sie so mitreißend, weil die Chemie zwischen den Hauptdarstellern perfekt stimmt. Kristin Suckow erinnert sich: "Hannes Wegener, der Ottilies große Liebe spielt, wurde mit mir zusammen gecastet. Wir fanden schnell eine gute Verbindung, um die Figuren zu spielen. Insbesondere die Zusammenarbeit mit all den wunderbaren Kollegen machte den Dreh zu einer unvergesslichen Zeit." Das spüren auch die Zuschauer.

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