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"Polizeiruf 110: Mörderische Dorfgemeinschaft" letzter Fall für Matthias Matschke

06.08.2019 - Mit dem "Polizeiruf 110: Mörderische Dorfgemeinschaft" (Sonntag, 11. August, 20.15 Uhr im Ersten) startet die neue Sonntagskrimi-Saison. Wenngleich der Fall ein gelungenes Ensemble in der tiefsten Provinz bei Magdeburg zeigt, hätte diesem Auftakt mehr Schwung gut getan.

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		Die Kollegen Lemp (Felix Vörtler), Brasch (Claudia Michelsen) und Köhler (Matthias Matschke) starren im "Polizeiruf 110: Mörderische Dorfgemeinschaft" auf die Überreste einer Hand. (v.l.). Es ist der letzte...

    Die Kollegen Lemp (Felix Vörtler), Brasch (Claudia Michelsen) und Köhler (Matthias Matschke) starren im "Polizeiruf 110: Mörderische Dorfgemeinschaft" auf die Überreste einer Hand. (v.l.). Es ist der letzte Einsatz von Kommissar Köhler. © MDR/filmpool fiction/Stefan Erhardt

Jeder kennt jeden und alles muss so bleiben wie es ist. Dabei stimmt in diesem Kuhkaff so einiges nicht. Die Hauptkommissare Brasch und Köhler suchen eine Leiche, deren Geruch scheinbar mit Katzenstreu verdeckt wird. Die befragten Dorfbewohner mauern.

 

Darum geht's im "Polizeiruf 110: Mörderische Dorfgemeinschaft"

In einem Wald bei Magdeburg wird ein mit Blut überströmtes Auto gefunden. Von dem Besitzer Jurij Rehberg fehlt jede Spur. Auch seine schwangere Freundin Annette Wolf (Katharina Heyer) kann den Kommissaren Brasch (Claudia Michelsen) und Köhler (Matthias Matschke) keine Hinweise liefern, wo ihr Lebensgefährte stecken könnte. Bei der Befragung der Nachbarn und Freunde entsteht ein sehr widersprüchliches Bild von dem Verschwundenem: Einerseits scheint er viele Feinde gehabt zu haben, andererseits übte er gerade auf die weiblichen Dorfbewohner eine besondere Anziehungskraft aus. Ein Motiv für einen Mord haben viele, doch so lange es keine Leiche gibt, kann auch kein Mörder überführt werden. Da wird der Polizei eine von Rehberg in Katzenstreu eingelegte Hand per Post zugestellt.

 

Hintergrund

Die Zuschauer suchen in diesem Fall nicht nur vergeblich eine Leiche, sondern auch eine Abschiedszene von Kommissar Köhler. Denn wie wir bereits berichteten, verlässt Matthias Matschke den "Polizeiruf 110". Der 50-Jährige steigt in dieser Folge sang- und klanglos aus. Dies wird weder erzählt, noch angedeutet. Bis der MDR Ersatz gefunden hat, muss Claudia Michelsen nun vorerst alleine weiter ermitteln.

In der Rolle der Mutter Marlies ist Jutta Wachowiak zu sehen. Die 78-Jährige ist Trägerin des Bundesverdienstkreuzes. Zu ihren bekanntesten Filmen gehören "Der kaukasische Kreidekreis" (1976), "Die Verlobte" (1980) und "Käthe Kollwitz" (1986). Wachowiak ist demnächst in der 8-teiligen Serie "Der Krieg und ich" zu sehen.

GOLDENE KAMERA TV-Tipp, weil…

...das Duo Michelsen und Matschke am Ende endlich eine Beziehung auf Augenhöhe gefunden hat. Schade, dass wir davon nicht mehr sehen dürfen.

Dieser Ausflug aufs Landleben inklusive Tratsch, miefigen Kuhställen und Skandalen von denen jeder weiß, die aber hinter verschlossenen Vorhängen stattfinden, ist unterhaltsam. Der Fall selber zieht einen hingegen nicht in den Bann. Zwar sind die menschlichen Abgründe des Verschwundenen, von denen die Zuschauer zunehmend mehr erfahren, bewegend. Welcher Dörfler ihn aber auf dem Gewissen hat, interessiert kaum noch. Denn eines ist von vorne herein klar: Sie haben alle Dreck am stecken. Dürrenmatts "Der Besuch der alten Dame" lässt grüßen.

 

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