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"Tatort: Die Nacht gehört dir": Einsame Frau mit Sushimesser erstochen

27.02.2020 - Einsame Figuren, zu sauberes Setting, schwierige Dialoge. Leider knüpft der Franken-"Tatort: Die Nacht gehört dir" (Sonntag, 1. März, 20.15 Uhr im Ersten) nicht an den Erfolg aus dem Vorjahr an.

Nach fast genau einem Jahr gibt es wieder einen Franken-"Tatort", den mittlerweile sechsten. Doch während sich die Spannung im letzten Fall "Ein Tag wie jeder andere" sekündlich steigerte und diese Folge es auf Platz drei der "Tatort"-Bilanz unserer User für die Saison 2018/2019 schaffte, kommt dieser Fall sehr unaufgeregt daher. Der Schwerpunkt liegt vielmehr darin, eine ganz eigene Atmosphäre zu kreieren.

 

Darum geht's im "Tatort: Die Nacht gehört dir"

Zwei sehr erfolgreiche, befreundete Kolleginnen feiern Geburtstag. Am nächsten Morgen ist das Geburtstagskind Babs Sprenger (Anna Tenta) tot. Erstochen mit einem Sushimesser, das ihr die Freundin Theresa Hein (Anja Schneider) geschenkt hatte. Die zwei präzise platzierten Stiche ins Herz konnte sie nicht überleben. Die Kriminalhauptkommissare Paula Ringelhahn (Dagmar Manzel) und Felix Voss (Fabian Hinrichs) untersuchen das Umfeld der Toten. Doch keiner der Kollegen weiß was Privates über sie. Ihr Chef (Götz Schubert) berichtet, dass die Grundstückmaklerin das Beste war, was der Firma passieren konnte. Sie sei "immer am Ball, lebendig, mitreißend, frei, unabhängig" gewesen.

Babs Sprenger hatte sich vor vier Jahren von ihrem Mann scheiden lassen, hegte aber mit ihm und auch dessen neuen Frau ein freundschaftliches Verhältnis. Die Ermittler entdecken zudem, dass sie auf vielen Dating Plattformen aktiv war.

Plötzlich gesteht Theresa Hein den Mord. Ihr Motiv: "Ich hatte genug von ihr" - genügt den Kommissaren nicht. Sie ermitteln weiter und stoßen auf den jungen attraktiven Klavierlehrer Anton Steiner (Lukas B. Amberger), der dem Opfer scheinbar Unterricht gab.

 

Hintergrund

Lukas B. Amberger, Jahrgang 1993, stand schon als Schüler vor der Kamera. Sein schauspielerisches Talent liegt in der Familie: Amberger ist der Halbbruder der beiden Darstellerinnen Muriel und Peri Baumeister ("Skylines"). Seine Mutter Katja Amberger und auch sein Vater Edwin Noël-Baumeister (†2004) waren ebenfalls in diesem Beruf tätig.

Amberger weist viele Parallelen zu seiner Rolle auf. Er studiert an der Hochschule für Musik in Nürnberg "Musiktheater/Oper" und spielt auch im wahren Leben Klavier und zudem Gitarre. "Für mich als junger Schauspieler in der Ausbildung war es toll, sich mit den anspruchsvollen und seelisch teils beklemmenden Inhalten, die im Film und in der Figur selbst angelegt sind, so intensiv auseinanderzusetzen. Durch die Arbeit begegnet man sich Tag für Tag selbst. Vieles hat auch damit zu tun, dass Max Färberböck das Drehbuch selbst verfasst hat und vor allem damit, wie er meine Figur des Anton Steiner angelegt hat", sagt Amberger.

 

GOLDENE KAMERA TV-Tipp, weil...

Der Fall entfaltet sich sehr still und tragend. Lange, schleppende Einstellungen, Groß- und Porträtaufnahmen, dazu viele erzählerische Pausen vermitteln eine eindringliche Atmosphäre. Selbst das Türaufbrechen, um ein Unglück zu verhindern. verläuft ebenso ruhig, wie auch der Einsatz des SEKs, der von zarter Klaviermusik begleitet wird. Einzig die Rückblenden, die nach der Hälfte des Falls beginnen, brechen diese Stimmung etwas auf. Einige Dialoge klingen unglaubwürdig und aufgesetzt. So verliert das ganze an Spannung. Schade, wie das Franken-Team letztes Jahr bewiesen hat, können sie das eindeutig besser.

 

 

 

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