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"Tatort: Lakritz" - Eine Reise in Boernes Vergangenheit

01.11.2019 - Ein Anschlag auf den Münsteraner Wochenmarkt, ein Giftmord und ein vermeintlicher Suizid - zudem trifft Boerne auch noch im "Tatort: Lakritz" (3. November, 20.15 Uhr im Ersten) seine erste große Liebe.

Die erste Liebe vergisst man nicht. Doch diese weckt bei Prof. Boerne vor allem unangenehme Erinnerungen: Als die Frau seines Herzens dem damals 14-jährigen Karl-Friedrich gerade ihre Brüste zeigen will, entdeckte sie hinter ihm ihre eigene Mutter tot an einem Strick hängend. 40 Jahre später wird der Professor mit diesem Tod erneut konfrontriert.

 

 Darum geht's im "Tatort: Lakritz"

Verkehrte Welt: Frank Thiel (Axel Prahl) ist auf einem Gesundheitstrip, läuft und mixt sich grüne Smoothies, während Prof. Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers) volltrunken morgens um acht Uhr nach Hause stolpert.

Doch für ihre Privatleben bleibt den Ermittlern keine Zeit - sie werden zu einem Mord gerufen. Der allseits gehasste, aber sehr einflussreiche Münsteraner Marktmeister Hannes Wagner (Pierre Siegenthaler) wurde von seiner Haushälterin Christel Bernbach (Martina Eitner-Acheampong) leblos aufgefunden: "Er ist tot. Endlich", so Bernbach. Die Obduktion ergibt, dass Wagner mit Zyankali vergiftet wurde. Ein Motiv hat so ziemlich jeder Standbesitzer auf dem Markt. Doch als Boerne die giftige Substanz in einer Lakritzdose des Opfers findet, gerät der Niederländer Cornelius Beelekom (Ronald Top), der seit kurzem die Süßigkeiten auf dem Wochenmarkt verkauft, unter Verdacht. Seine Ware wird beschlagnahmt.

Boerne besucht zudem die ihm sehr gut bekannte, alteingesessene Lakritz-Manufaktur Maltritz. Seine erst große Liebe Monika Maltritz (Annika Kuhl) leitet inzwischen das Familienunternehmen. Ein Wiedersehen weckt bei Boerne alter Kindheitserinmerungen. Die Vergangenheit holt ihn so sehr ein, dass er sogar die Knochen der seit über 40 Jahren verstorbenen Mutter von Monika untersucht.  Derweil drehen Besucher des Wochemarktes durch: Sie haben Smoothies mit verstecktem Ecstasy getrunken.

Hintergrund

Wie wurde aus Prof. Dr. Boerne der überhebliche, narzistische, aber doch liebenswerte Fiesling?

Drehbuchautor Thorsten Wettcke wollte in diesem Fall eine Antwort liefern. Er stellt Karl-Friedrich als 14-Jährigen Außenseiter dar, der von einem anderen Jungen gewaltsam kopfüber in eine Schüssel mit flüssiger Lakritz gedrückt wird. "Mir kam Obelix in den Sinn, der als Kind in den Zaubertrank fiel und dadurch übermenschliche Kräfte entwickelte. Aus produktionstechnischen Gründen fällt Boernes Zaubertrank-Moment etwas kleiner aus, als er in meiner Vorstellung war. Dennoch erklärt er hoffentlich ein für allemal, warum aus dem kleinen und etwas rundlichen Karl-Friedrich nichts anderes werden konnte, als der genialste und unfehlbarste Gerichtsmediziner Deutschlands, ach was, des ganzen Universums ...", erklärt Wettcke.

 

 

 

 

GOLDENE KAMERA TV-Tipp, weil...

Immerwieder schimpfen selbst Fans, dass der Münsteraner "Tatort" zu albern geworden sei, die gegenseitigen Fotzeleien der Ermittler nerven. Jetzt können die Zuschauer aufatmen. Die gewohnte Leichtigkeit ist zwar vorhanden, aber längst nicht so närrisch wie in den letzten Fällen. Ja, "Lakritz" geht sogar so weit, Boerne und Thiel in fast kameradschaftlicher Verbundenheit zu zeigen. "Freundschaft ist keine Einbahnstraße", sagt Thiel als er seinem Nachbarn hilft.

Das Szenario Wochenmarkt, auf dem jeder Standbesitzer Dreck am Stecken hat, ist gut gewählt. Boernes Vergangenheit aufzurollen und ihn in Rückblenden als verliebten 14-jährigen Außenseiter zu zeigen, gibt dieser Folge zudem einen besonderen Charme. Die Mischung stimmt, es gibt viele hübsche kleine Details, sowie viel Herz und Witz. So macht der Tatort aus Münster wieder Spaß.

 

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