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"Terra X": Erstmals mit Mirko Drotschmann

23.03.2020 - Als „MrWissen2Go“ wurde er bei YouTube bekannt. Jetzt begibt sich Mirko Drotschmann in zwei "Terra X"-Folgen eine Zeitreise durch die Geschichte im ZDF.

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		Mirko Drotschmann präsentiert unter anderem das alte Ägypten. © ZDF / Andreas

    Mirko Drotschmann präsentiert unter anderem das alte Ägypten. © ZDF / Andreas Hougardy

Fahnen flattern im Wind. Das Publikum johlt, als die hölzerne Waffe des unterlegenen Ritters zersplittert. Schwer stürzt er in den Sand der Turnierarena. Schaukämpfe sind ein Höhepunkt im Festkalender des Mittelalters.

 

"Terra X" mit Mirko Drotschmann

Die neue Dokureihe "Terra X: Eine kurze Geschichte über…" lässt jetzt "Das Mittelalter"  (Sonntag, 29. März, 19.30 Uhr, ZDF) und weitere geheimnisvolle Epochen auferstehen: vom finsteren Kapitel der Hexenjagd in Deutschland (am 5. April) bis zu den Wundern des alten Ägypten (am 12. April).

 

Erstmals steht dabei Mirko Drotschmann, der sich als Geschichtsblogger „MrWissen2Go“ bei YouTube einen Namen machte, für „Terra X“ vor der Kamera. „Unser Geschichtsbild ist überfrachtet mit irreführenden Klischees“, bemängelt der Moderator, dessen Videos bei YouTube schon 146 Millionen Mal aufgerufen wurden. „Hexen waren bucklige alte Frauen. Bei den Ägyptern haben Sklaven die Pyramiden erbaut. Das Mittelalter war finster und komplett frei von Innovationen. Das alles ist falsch.“

 

"Geschichte als Geschichten"

Die Reihe soll mit solchen Klischees aufräumen und Fakten liefern. Verständlich, kompakt und fesselnd. Mit Spielszenen, Experimenten, aufwendigen Computergrafiken. „Geschichte muss man spannend erzählen“, sagt Mirko Drotschmann. „Geschichte als Geschichten. Dabei darf man nicht den Eindruck erwecken, wir wüssten heute zu 100 Prozent, wie es früher war.“

 

Für die Doku übers Mittelalter schlüpft der YouTube-Star sogar selbst in eine Ritterrüstung. Obwohl: „Schlüpfen“ ist nicht das richtige Wort. Mithilfe von Experten des Zeughauses Graz, der größten historischen Waffenkammer der Welt, wird er von Kopf bis Fuß in Eisen verpackt. 30 Minuten Stillhalten, dann ist es endlich geschafft. Gehen? Kniebeugen? Ein echter Kraftakt! „Wenn ich jetzt behaupten würde, es sei bequem, dann würde ich lügen“, lautet das Fazit des 33 Jahre alten Moderators.

 

Auf den Spuren der Hexenprozesse sichtet Mirko Drotschmann alte Verhörprotokolle, folgt den Spuren der „Bader-Ann“, die am 8. Juni 1680 in Veringenstadt auf der Schwäbischen Alb als Hexe enthauptet und auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde.

 

Er zeigt mittelalterliche Gefängniszellen und wagt sich in Folterkammern, deren Schreckensinstrumente verblüffend gut erhalten sind. Er zeigt die Reliquien in der Kölner Kirche St. Ursula, begleitet Experten des „German Mummy Project“ bei der Untersuchung ägyptischer Mumien.

Das Erbe der Vergangenheit

„Ich bin der Meinung, dass man unsere Gegenwart erst dann richtig verstehen kann, wenn man weiß, was Generationen vor uns erlebt haben“, erklärt der Geschichtsblogger. „Deshalb ist es mir wichtig, die meist komplexen historischen Zusammenhänge in leicht verständlicher Form vor allem an Jüngere zu vermitteln und sie für Geschichte zu begeistern.“

 

Mirko Drotschmann selbst hat an der Universität Karlsruhe Kulturwissenschaft und Geschichte studiert und bringt seine lange Erfahrung als „MrWissen2Go“ ein. Eine Herausforderung stellt die neue Aufgabe im ZDF trotzdem dar. Drotschmann: „Fernsehen ist oft ‚großes Kino‘ mit einem großen Team, YouTube nicht selten eine ‚One-Man-Show‘.“

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