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Landkreis Celle: Känguru Viggo bleibt in Wildtierstation

06.07.2018 - Bergen (dpa/lni) - Das Känguru Viggo soll nach einer Anordnung des Landkreises Celle in Obhut einer Wildtierstation bleiben. Die bisherige Besitzerin muss das Beuteltier unentgeltlich an die Wildtier- und Artenschutzstation in Sachsenhagen abtreten, wie aus einem der dpa vorliegenden Schreiben hervorgeht. Das etwa zwei Jahre alte Känguru der Unterart Bennett-Wallaby hatte bei einer Familie in Bergen bei Celle gelebt. Der wurde Viggo aber am 23. Mai vorübergehend wegen «tierschutzwidriger Haltung» weggenommen. An den Mängeln hat sich aus Sicht der Behörde nichts geändert.

  • Das Känguru Viggo sitzt im Freigehege der Wildtierstation. Foto: Wildtierstation Sachsenhagen © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Känguru Viggo sitzt im Freigehege der Wildtierstation. Foto: Wildtierstation Sachsenhagen © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Besitzerin klagte bereits gegen die Wegnahme beim Verwaltungsgericht Lüneburg und kann nun auch gegen die neue «Anordnung der eigentumsrechtlichen Entziehung und Veräußerung des Bennett-Wallabys «Viggo»» vom 3. Juli den Klageweg beschreiten. Der Anwalt der Besitzerin betonte, das Tier sei nicht vernachlässigt worden. Die artgerechte Haltung und «vorbildliche Pflege» des Kängurus werde auch durch den Haustierarzt der Familie bestätigt. Das Veterinäramt forderte unter anderem, dass die Familie das Känguru in einem mindestens 200 Quadratmeter großen Gehege hält und einen Artgenossen für Viggo findet.