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Von A bis Z zum eigenen Haus – planen und endlich starten

01.12.2017

  •  © pixabay.com / hschmider

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Die Zinsen sind immer noch auf einem historisch niedrigen Stand und der Traum vom eigenen Haus ist nicht kleiner geworden. Selbst bauen und das eigene Zuhause nach Wunsch gestalten, das wäre es doch! Doch bevor mit dem Bau begonnen werden kann, muss erst einmal geplant werden – eine aufwändige Aufgabe, die jedoch machbar ist. Wir liefern eine Checkliste und geben Tipps zu den Grenzen, die das Recht, die Stadt und das Budget setzen können.

Schritt 1: Die Finanzierung klären

Natürlich hängt der konkrete Finanzierungsbedarf von der Lage und Größe des Grundstücks und dem gewünschten Haustyp ab, doch unabhängig von den Details gilt: Je mehr Eigenkapital vorhanden ist, umso günstiger wird der Hausbau. Wer weder über Kapital noch über Sicherheiten verfügt, für den kann der Traum vom eigenen Haus schnell zum Albtraum werden, denn Angebote wie für „unkomplizierte Kredite“ sind nicht immer seriös.

Auch die späteren laufenden Kosten im eigenen Haus müssen bedacht werden. Zwar fallen die Mietzahlungen weg, aber die Nebenkosten bestehen noch immer, je nach Größe des Hauses im Verhältnis zur vorherigen Wohnung können diese auch steigen. Zudem sind Grundsteuern zu zahlen, und die Kosten für eventuell anfallende Instandsetzungen müssen regelmäßig zur Seite gelegt werden, damit die vielleicht doch irgendwann fällige Reparatur kein zu großes Loch in die Haushaltskasse reißt.

Obwohl die Zinsen historisch niedrig sind, ist es ratsam, die Angebote verschiedener Banken zu vergleichen. Der erste Weg führt meist zur Hausbank, doch auch der Onlinevergleich verschiedener Anbieter kann lohnenswert sein.

Schritt 2: Das passende Baugrundstück suchen

Ob Sie Ihr Traumhaus in der gewünschten Lage bauen können, hängt ganz von der zuständigen Gemeinde ab. Gerade in Neubaugebieten gibt es  strenge Reglementierungen, was die Bauart und Gestaltung der Häuser betrifft. Ein gemischt bebautes Gebiet, das infrage kommt, sollte unbedingt an einem Werktag besucht werden, um den Straßenlärm einschätzen zu können. Entscheidet man sich für ein unerschlossenes Grundstück, kann das die Kosten in die Höhe treiben. Bei der Planung sollte man unbedingt an die Zukunft denken: Will man in 20 oder 30 Jahren immer noch einen riesigen Garten bewirtschaften und auf das Auto angewiesen sein, um zum Einkaufen oder zum Arzt zu kommen?

Schritt 3: Den Haustyp bestimmen

Abhängig von der Gemeinde, dem jeweiligen Bebauungsplan und natürlich Ihrem Budget haben Häuslebauer die freie Wahl zwischen verschiedensten Haustypen von der luxuriösen Stadtvilla über das günstige Doppelhaus bin hin zum barrierefreien Bungalow oder dem Tiny House, dem neusten Wohntrend, der auch auf kleinstem Raum einen Ort zum Leben schafft. Diese Lösung ist jedoch für Familien eher weniger geeignet. Professionelle Partner wie die Hauscompagnie.de liefern vorab Ideen und können auch Tipps zur Realisierbarkeit geben.

Schritt 4: Das Baukonzept erarbeiten

Nur wenige Bauherren haben heute die Zeit, Ihr Baukonzept von A - Z selbst zu erarbeiten und alle Planungsschritte in der Hand zu behalten. Die Lösung liegt darin, einen erfahrenen Generalunternehmer zu beauftragen. Dadurch schränkt sich die Entscheidungsgewalt des Bauherren auf der Baustelle teilweise erheblich ein, dafür muss er sich um nichts kümmern. Wer auf ein erfahrenes und seriöses Bauunternehmen setzt und alle Details der Planung schriftlich festlegt, ist auf der sicheren Seite. Dazu zählt natürlich auch, dass das Baugrundstück untersucht und erschlossen werden muss, wenn das noch nicht geschehen ist.

Schritt 5: Alle Verträge prüfen

Wer mit einem Bauträger arbeitet, muss vor Baubeginn zum Notar, um den Abschluss des Bauträgervertrags beurkunden zu lassen. Alle sonstigen technischen, wirtschaftlichen oder steuerlichen Absprachen muss man selbst prüfen, und sollte dies in aller Ruhe und gründlich tun. Welche Leistungen des Bauträgers weichen von den Standardleistungen ab? Soll das Haus schlüsselfertig übergeben werden? Sonderleistungen können ebenfalls in den Bauträgervertrag aufgenommen werden und sind damit einklagbar.

Schritt 6: Die Finanzierung festmachen

Nachdem alle Verträge vorliegen, sind die genauen Kosten des Bauvorhabens leichter zu bestimmen. Beim Hausbau fallen einige Nebenkosten an, über die ein erfahrener Bauträger detailliert Auskunft geben kann. Ob Architekt, Statik, Vermessung oder die Baugenehmigung, die Gebühren müssen in den Kapitalbedarf eingerechnet werden.

Schritt 7: Den Bauantrag stellen

Bei einer guten Vorbereitung und der Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Architekten oder Bauleiter dürfte an diesem Punkt nichts schiefgehen.

Schritt 8: Aufträge für alle Dienstleister und Handwerker ausschreiben

An dieser Stelle zeigt sich erneut der Vorteil eines Generalunternehmers, denn ohne ihn müssen alle Handwerker vom Zimmermann über den Dachdecker bis hin zum Bodenleger und Küchenbauer selbst beauftragt werden. Ein anstrengendes und zeitaufwendiges Unterfangen für den, der keine Kontakte zu Handwerkern hat, denn die einzelnen Bauleistungen hängen meist voneinander ab, sodass eine kleine Verzögerung den ganzen Bau ins Stocken bringt.

Schritt 9: Die Baustelle einrichten

Der Baubeginn muss der Baubehörde gemeldet werden. Die Baustelle muss entsprechend der Vorschriften eingerichtet und gesichert werden. Es sind einige Versicherungen wie die Bauherrenhaftpflicht- und eine Gebäudeversicherung mit vorlaufender Rohbauversicherung nötig, um überhaupt bauen zu dürfen.

Schritt 10: Kontrolle, Kontrolle

Bauherren sollten den Fortgang der Bauarbeiten im Auge behalten, ein Bautagebuch führen und eventuelle Mängel umgehend melden. Lieferungen und Rechnung sollten dokumentiert werden, die Materialien für den Innenausbau rechtzeitig bestellt werden. Diese Schritte entfallen unter Umständen bei der Zusammenarbeit mit einem Generalunternehmen.

Schritt 11: Endlich geschafft

Ist der Bau beendet, muss die Baubehörde wieder informiert werden. Der Bau wird abgenommen und im Katasteramt eingetragen. Nun folgt die individuelle Gestaltung von Innen- und Außenbereich.

 

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