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CDU fordert Masern-Immunisierung für alle Kita-Beschäftigten

13.04.2019 - Der Masern-Ausbruch in Segeberg sorgt für Schlagzeilen. Ungeimpfte Abiturienten dürfen nicht in ihre Schule. Nicht weit entfernt, in Hamburg, gibt es zwar nicht mehr Masernfälle als sonst, aber deutliche Forderungen der CDU nach Präventionsmaßnahmen.

  • Ein Impfbuch mit markierten Feldern für Polio und Masern. Foto: Daniel Karmann/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Impfbuch mit markierten Feldern für Polio und Masern. Foto: Daniel Karmann/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Hamburg (dpa/lno) - Nach dem Masern-Ausbruch in Schleswig-Holstein fordert die Hamburger CDU eine Impfung aller städtischen Mitarbeiter, die mit Kindern arbeiten. Außerdem solle der Besuch einer Kita für Kinder nur noch mit «einwandfrei nachgewiesenem Impfstatus» möglich sein, sagte die gesundheitspolitische Sprecherin der Bürgerschaftsfraktion, Birgit Stöver, der Deutschen Presse-Agentur. Eine Senatsantwort auf ihre Kleine Anfrage habe ergeben, dass bei weitem nicht alle Kinder an der Schuleingangsuntersuchung teilnehmen, bei der der Impfstatus abgefragt wird. Hier gebe es große Schwankungen zwischen den Bezirken.

«Dass in Harburg 23 Prozent der Kinder nicht an der Schuleingangsuntersuchung teilnehmen, ist ein Skandal», sagte Stöver. Laut Senat liegt die bei den Untersuchungen festgestellte Impfquote bei 93,5. Das «reicht schon heute nicht, um Ansteckungen vollständig zu verhindern, geschweige denn die Masern vollständig auszurotten», sagte sie. «Wenn aber bis zu einem Viertel der Schulkinder gar nicht untersucht wurden, dürfte die tatsächliche Impfquote noch deutlich niedriger liegen.»

Laut Weltgesundheitsorganisation tritt bei Masern erst bei einer Durchimpfungsrate von mindestens 95 die sogenannte «Herdenimmunität» ein, die die Gesellschaft als Ganzes vor der Krankheit schützt.

Stöver forderte einen Aktionsplan, in dessen Rahmen «alle städtischen Angestellten, die mit Kindern zusammenarbeiten, schnellstmöglich immunisiert werden». Für Erwachsene seien Masern eine ernsthafte Gefahr. «Für uns ist auch wichtig, dass alle Eltern, die ihr Kind in die Kita geben wollen, einen einwandfreien Impfstatus nachweisen. Nur so können wir Infektionskrankheiten frühzeitig und effektiv eindämmen.»

In Hamburg ist es laut Senat bislang noch nicht zu vermehrten Masern-Infektionen gekommen. Vier Fälle seien in diesem Jahr registriert worden, ebenso viele wie im Vorjahreszeitraum. Die Diskussion über die Einführung einer allgemeinen Impfpflicht werde auch in der Gesundheitsbehörde verfolgt, heißt es in der Antwort. «Die Überlegungen hierzu sind nicht abgeschlossen.»

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