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Amoklauf in München: Der "Tatort: Unklare Lage"

24.01.2020 - Ausnahmezustand in München. Im "Tatort: Unklare Lage" (Sonntag, 26. Januar, 20.15 Uhr im Ersten) verhängt die Polizei nach einer Schießerei in einem Bus den Ausnahmezustand.

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		Kriminalhauptkommissar Ivo Batic (Miroslav Nemec) versucht sich auf der Suche nach einem zweiten möglichen Täter am Marienplatz einen Überblick zu verschaffen. © BR/X Filme Creative Pool GmbH/Hagen

    Kriminalhauptkommissar Ivo Batic (Miroslav Nemec) versucht sich auf der Suche nach einem zweiten möglichen Täter am Marienplatz einen Überblick zu verschaffen. © BR/X Filme Creative Pool GmbH/Hagen Keller

Haben es Batic und Leitmayr mit einem möglichen Schulamoklauf zu tun? Die Unwissenheit führt zu einer solchen Hysterie, dass jegliche Einschätzung der Realität und das Zurückerlangen der Kontrolle für die Kommissare unmöglich wird.

 

Darum geht's im "Tatort: Unklare Lage"

Die Münchner Polizei erhält einen Notruf: In einem Bus sind Schüsse gefallen. Ein Kontrolleur wurde tödlich getroffen. Daraufhin erschießt das SEK den flüchtenden Täter. Wie sich herausstellt, handelt es sich um Tom Scheuer (Manuel Steitz), der erst vor vier Wochen die Schule geschmissen hat. Bevor er das Attentat verübte, will eine Zeugin ihn mit einen zweiten Mann an der Bushaltestelle gesehen haben. Zudem finden die Kommissare Batic (Miroslav Nemec) und Leitmayr (Udo Wachtveitl) in den Sachen des Täters ein Funkgerät. Wollte er damit die Polizei abhören oder hatte er zu einem zweiten Täter Kontakt? Zuhause bei Toms Eltern verdichten sich die Hinweise, dass Tom eine Nagelbombe gebaut hat.

Die Ermittler befürchten, dass auch Toms Bruder Maik (Max Krause) einen Anschlag planen könnte. Waren die beiden auf dem Weg zu Schule, wo der Bus hinfuhr? Vorsichtshalber evakuieren die Polizisten alle 978 Schüler. Zudem verdächtigen die Kommissare Dennis, einen Freund von Tom, mit dem er Ballerspiele gezockt hat. Die Polizei kann die Lage kaum noch einschätzen. Die zuständigen Vorgesetzten lassen die gesamte Stadt abriegeln. Der öffentliche Nahverkehr wird eingestellt, die Bevölkerung ist in Aufruhr. Dazu machen jede Menge Fake News die Runde.

Hintergrund

Fake News, die den Ausnahmezustand befeuern - dieses Szenario war bereits 2016 in München Realität: David Sonboly (18) tötete am 22. Juli bei einem rechtsradikalen Anschlag im Olympia-Einkaufszentrum neun Menschen. Bis er gestellt werden konnte und sich erschoss, verbreitete sich eine Panik, bei der sich zudem 32 Menschen verletzten. Auch David traf kurz vor seinem Anschlag einen Freund. Die Polizei ging von drei möglichen weiteren Tätern aus, die sich später als Zivilpolizisten herausstellten. Der Nahverkehr wurde eingestellt, über zwei Stunden nach den ersten Schüssen wurde über das Warnsystem Katwarn der Sonderfall ausgerufen und nach weiteren möglichen Tätern gefahndet.

Regisseurin Pia Strietmann ("Endlich Witwer") sagt über den Film: "Dieser Tatort ist ein Polizeifilm. Der ganze Apparat, Führungsstab, SEK, Streifenpolizisten, Bereitschaftspolizei bis hin zu den Kommissaren Batic, Leitmayr und Hammermann, sie stehen im Mittelpunkt, und sie alle sind für mich die Hauptfiguren dieser Geschichte...Die Frage nach dem Wieso ist hier nicht das Thema. An einem solchen Tag geht es auch in der Realität nicht darum."

GOLDENE KAMERA TV-Tipp, weil...

Hier wird das Grauen von 2016 in München wieder in Erinnerung gerufen. Die spannende Frage ist nicht warum oder wer, sondern, ob es noch weitere Anschläge geben wird. Bis zur letzten Sekunde fragen sich Polizei und Zuschauer: Ist da eine Bombe?

Batic und Leitmayr, die an sich ja auch in stressigen Situationen meist Ruhe ausstrahlen, in so einer Ausnahmesituation zu beobachten, ist auch dank der Taktung und Inszenierung in jeder Sekunde fesselnd. Das Spiel mit der Unwissenheit, die Mischung aus Action und soliden Zeugenbefragungen in nahezu rasanter Echtzeit gezeigt, kennzeichnen diesen Ausnahme-"Tatort". Der Zuschauer ist stets ganz nah an den Polizisten dran. Es wirkt fast wie eine die Polizeiarbeit begleitende Realityshow. Dazu sind die Schauplätze, wie leergefegte Bahnhöfe im Kontrast zur hektischen Einsatzzentrale, gut gewählt. Für jeden, den diese Thematik interessiert und für die Münchner "Tatort"-Fans insbesondere ist dieser Fall ein Muss.

 

 

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