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Bert Tischendorf – Ein Star zwischen "Gut und Böse"

12.02.2019 - GOLDENE KAMERA sprach exklusiv mit Bert Tischendorf über die 2. Staffel von "Beck is back!", Frauen und Familie.

Grundsympathisch, gutaussehend und ein Meister im Duellieren: Bert Tischendorf musste für seine vielen Rollen, die im Mittelalter spielen, reiten und fechten lernen. Über zehn Millionen Zuschauer sahen ihn, als er in der Romanverfilmung "Die Wanderhure" zum Schwert griff. Auch die beiden Fortsetzungen brachten ihm deutschlandweit Anerkennung. Ebenso kampfbereit zeigte er sich in der Titelrolle in "Isenhart - Die Jagd nach dem Seelenfänger" und im Kinofilm "Das Haus Anubis – Pfad der 7 Sünden" (2012), in dem Tischendorf einen Ritter verkörpert.

Fechten lernte der 39-Jährige schon während seines Studiums an der "Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch". Tischendorf drückte im selben Jahrgang (ab 2001) neben Matthias Schweighöfer (GOLDENE KAMERA 2003 und 2010), Ludwig Blochberger ("Kommissar Dupin", "Der Alte") und Robert Besta ("Die Fallers") die Schulbank.

Zudem hat er ein Händchen für Seriencastings. Noch während seiner Ausbildung bekam er 2004 neben Hannah Herzsprung eine Hauptrolle in "18 - Allein unter Mädchen", spielte in "Doc meets Dorf" neben Inez Bjørg David und gehörte drei Jahre lang zum festen Cast von "Letzte Spur Berlin".

 

Jetzt schlüpft er erneut in die Robe und kehrt als Strafverteidiger Hannes Beck mit "Beck is back!" zurück. Gleich in der ersten Folge der zweiten Staffel (Dienstag, 12. Februar,  20.15 Uhr, RTL) muss er einen Arzt (Stephan Luca) verteidigen, der einem Jungen verbotenerweise ein Herz transplantiert hat.

Im März dreht er eine weitere Fortsetzung des True-Crime-Thrillers "Zersetzt" (nach den Erlebnissen des Rechtsmediziners Prof. Dr. Michael Tsokos). Darin spielt er keinen Sympathieträger, sondern muss für die Rolle, wie er uns verriet, lange in sich graben, um was schlechtes zu finden. Wir sprachen mit dem Star.

Interview mit Bert Tischendorf

Was ist neu in der 2. Staffel von "Beck is back!“?

Erst einmal ist vieles gleichgeblieben. Hannes hat immer noch seine kleine Anwaltskanzlei im Hinterzimmer vom Hähnchengrill und kümmert sich um seine vier Kinder. Aber das Team und ich haben auch vieles aus der ersten Staffel dazugelernt. Die 2. Staffel ist noch humorvoller und emotionaler.

Was haben Sie persönlich dazugelernt?

Ich denke, ich verstehe den Mix aus Humor und Dramatischem jetzt besser, wie man beides einsetzen und miteinander brechen kann, ohne dass jeweils andere zu verraten. Ich hoffe, das hat mir auch eine größere Lässigkeit für meine Figur gegeben.

Die Bilder zur ersten Staffel von "Beck is back!":

 

Was macht die Rolle Hannes so besonders?

Hm, das weiß ich gar nicht so genau. Es ist eher das gesamte Team, unser Humor, unsere Chemie und auch die emotionalen Fälle der einzelnen Folgen, die besonders sind. Es gibt viel harten Tobak, den man täglich in den Zeitungen lesen kann.

Welches waren für Sie die emotionalsten Fälle in der 2. Staffel?

Zum einen haben wir einen ergreifenden Fall, wo ein Obdachloser von Jugendlichen angezündet wird, zum anderen soll in der ersten Folge ein Mädchen ein Herz transplantiert bekommen. Plötzlich steht ihr aber rein rechtlich das Herz nicht mehr zu. Soll der Arzt sie auf dem OP Tisch sterben lassen? Das ist das Dilemma der Situation, in der es kein eindeutiges Gut oder Böse gibt.

 

Und wie geht es mit den Frauen in Hannes Leben weiter?

An Kirsten ist er durch seine Kinder ja gekettet, das hört nie auf und der Sorgerechtstreit geht weiter. Es gibt ein neues Kindermädchen, das für Hannes wichtig wird. Auch Susanne ist noch da, aber sie treffen sich nicht mehr im Schwimmbad. Zumal Hannes gar nicht schwimmen kann.

Sie hingegen waren 10 Jahre Profischwimmer. Gehen Sie auch heute noch häufig ins Schwimmbad?

Nein. Früher habe ich um Medaillen zu gewinnen fünf, sechs Mal die Woche trainiert. Heute schlafe ich, wenn ich im Schwimmbad meine Bahnen ziehe vor Langeweile ein. Ich gehe lieber boxen, ins Fitnessstudio oder fahre Langlauf.

Wie kamen Sie zur Schauspielerei?

Ich habe ganz naiv Schauspielschulen aus dem Telefonbuch rausgesucht und angerufen. Meine Eltern sind Lehrer, meine Großeltern Landwirte und Kürschner – wir sind alle ganz bodenständig. Niemand in meiner Familie hat etwas mit künstlerischen Berufen am Hut. Ich hatte keine Ahnung, wie man Schauspieler werden kann oder wie ich mich da bei den Schulen vorstellen soll. Aber es hat geklappt.

Wie vereinbaren Sie den Beruf und Ihre Familie?

Meine Freundin ist auch berufstätig, aber sie hat mit meiner Branche nichts zu tun. Wir stehen viel miteinander im Austausch, ob sich jeder fair behandelt fühlt und sich gleich viel einbringt (Anmerk. d. Red.: die beiden haben einen 2-jährigen Sohn). Zum Glück schwingen wir da Gleichtakt.

 

Sie sind auf der Berlinale gerade sehr gefragt. Haben Sie hier schon viel gesehen?

Leider noch gar nichts. Jetzt gerade habe ich mich bei meinem Arbeitgeber RTL rausgeschlichen, um mit Ihnen hier im Café zu sprechen. Aber ich höre, die neue Serie "M – Eine Stadt sucht einen Mörder" soll gut sein.

Interview: Kristina Heuer

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