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Beziehungsdramen im "Polizeiruf 110: Söhne Rostocks"

17.01.2020 - Im "Polizeiruf 110: Söhne Rostocks" (Sonntag. 19. Januar, 20.15 Uhr im Ersten) holt Kommissarin König die Vergangenheit ein.

Die letzte Szene der letzten Folge ("Polizeiruf 110: Dunkler Zwilling") endete mit einem Kuss zwischen Bukow (Charly Hübner) und König (Anneke Kim Sarnau). Die spannende Frage zu Beginn also: In welchem Verhältnis stehen die beiden jetzt zueinander? Die alten Kabbeleien scheinen endgültig der Vergangenheit anzugehören. Doch was nun folgt, ist ein ungewohnt höflicher und merkwürdig zuvorkommender Bukow in Lackschuhen. Als König ihn auf dieses Schuhwerk anspricht, warum er die gekauft habe, antwortet er: "Wegen Ihnen. Ich hab ja sonst niemanden." Ironie? Oder ist der Kommissar wirklich verliebt? König hat dafür auf jeden Fall keinen Kopf. Nachdem sie im Fall "Für Janina" Beweise fälschte, hat der dadurch verurteilte Mörder mit ihr Kontakt aufgenommen und will Rache.

 

Darum geht's im "Polizeiruf 110: Söhne Rostocks"

Sascha Bukow wird zu einem Einbruch gerufen, der keiner ist. Stattdessen stolpert aus der Garage von Michael Norden (Tilman Strauß) sein Schulfreund Frank Fischer. Der ist blutüberströmt und fällt dem Kommissar sterbend in die Arme. Als der Hausbesitzer das sieht, braust er in seinem Porsche Cayenee so schnell er kann weg. Fortan fehlt jede Spur von ihm.

Bukow und König befragen das Umfeld von Michael Norden. Seine Firma stand kurz vor dem Ruin. Der Jungunternehmer des Jahres scheint viele Menschen betrogen zu haben. Zudem berichtet seine Mutter, dass seine Jugendfreundin Beate Hövermann (Katharina Behrens) wieder aufgetaucht sei. Tatsächlich hatte sie Kontakt zu Norden gesucht, um zu berichten, dass er der Vater ihres 17-jährigen Sohnes Jon (Oskar Belton) sei. Da sie Geld brauchte und die Launen des Teenagers ihr über den Kopf wuchsen, hatte sie sich Hilfe von Norden erhofft. Doch dieser scheint weiterhin wie vom Erdboden verschwunden zu sein.

Derweil kann sich König nur schwer auf den Fall konzentrieren. Der wegen ihrer falschen Beweise verurteilte Mörder Guido Wachs (Peter Trabner) nimmt Kontakt zu ihr auf und terrorisiert sie.

Hintergrund

Schauspielerin Anneke Kim Sarnau sagt zu der Situation von König: "Das ist wie ein wahrgewordener Albtraum für sie. Tatsächlich sieht man auch an ihrem Beispiel, wie wichtig integres Verhalten ist, weil Fehlverhalten einen irgendwann wieder einholt. Katrin König befindet sich innerlich weiterhin auf einer Achterbahn und bekommt Panik, als sie einen Brief von Guido Wachs erhält, in dem er ihren Gesetzesverstoß ganz klar benennt."

GOLDENE KAMERA TV-Tipp, weil…

Eigentlich sind gerade die Rostocker "Polizeirufe" bekannt für ihre Qualität und spannende Erzählweise. Doch nach einem rasanten Anfang plätschert dieser Fall vor sich hin. Es geht um eine offene Rechnung zwischen Geschäftspartner und vor allem ums Zwischenmenschliche - dies wird viel ruhiger als sonst erzählt. Dazu kommen plakative Sätze wie "Geld ist wichtiger als Sex".

Einige, vor allem weibliche, Nebendarsteller sind im Gegensatz zu Tilman Strauß schlecht besetzt. Und diese softe, ja fast schon schmalzige Art von Bukow ist mehr als ungewohnt. Spannend bleibt einzig die Weiterentwicklung der Figur der Kommissarin König und die Erzählweise aus mehreren Perspektiven. Ansonsten stellt dieser Fall sicher keinen Höhepunkt in der Reihe dar.

 

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