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Der "Tatort: Ausgezählt" zwischen Doping und Kidnapping

14.06.2019 - Im "Tatort: Ausgezählt" (16. Juni, 20.15 Uhr im Ersten) suchen die Luzerner Kommissare eine Geisel, die Boxweltmeisterin werden soll.

Es ist der letzte "Tatort"-Fall vor der Sommerpause und der zweitletzte Krimi mit Flückiger und Ritschard – doch anstelle der Darbietung eines furiosen Finales, verfällt diese Sonntagabend-Unterhaltung der Mittelmäßigkeit. Von der Schönheit der Stadt Luzern gibt es nichts zu sehen, stattdessen spielt sich diese Episode in einem dunklen Kellerloch oder im Gefängnis ab.

 

Darum geht's im "Tatort: Ausgezählt"

Im Wettkampf bricht ihre Kontrahentin im Ring tot vor ihr zusammen. Martina Oberholzer (Tabea Buser) hat genug – sie will zwei Wochen vor dem großen EM-Kampf ihre vielversprechende Karriere als Boxerin hinschmeißen. Doch Sven Brügger (Urs Humbel) droht ihr. Als ihr Manager möchte er weiter mit ihr Geld verdienen und sperrt sie in einem Luftschutzkeller ein.

Wenig später wird Brügger erschossen aufgefunden. Als Schütze stellt sich der Onkel von Martina und ehemalige Polizist Heinz Oberholzer (Peter Jecklin). Er wollte ihn unter Druck setzen, um den Aufenthaltsort von Martina zu erfahren. Dabei sei er durchgedreht.

 

Neben Brüggers Leiche steht ein Laptop, auf dem die Kommissare Reto Flückiger (Stefan Gubser) und Liz Ritschard (Delia Mayer) per Live-Videoüberwachung die gefangene Martina sehen können. Doch wo steckt sie? Es gibt nur noch eine Person, die das wissen könnte: Pius Küng (Pit-Arne Pietz), Kopf eines Dopingringes. Der sitzt aber ausgerechnet im Gefängnis.

Der Schütze Oberholzer, der einst mit Liz zusammengearbeitet hat, lässt sich nach seiner Verhaftung mit ihrer Hilfe in Pütz' Gefängnistrakt einweisen. Doch als Ex-Polizist steckt er dort in höchster Lebensgefahr. Und auch Martina scheint nicht mehr lange zu leben, sie zeigt erst Symptome des Verdurstens. Durch ihr ständiges Doping, sind ihre Hormone so durcheinandergeraten, dass sie unter einem enormen Flüssigkeitsverlust leidet. Trotz aller Bemühungen können die Kommissare sie nicht finden.

Hintergrund

Zu den Dreharbeiten in einem echten Gefängnis, der JVA Grosshof in Kriens, sagt Schauspielerin Delia Mayer: "Ein Gefühl von Befangenheit, Trauer, Demut. Auch das Gefühl von Scham – wer darf über wen und warum richten? Und ein Gefühl von Dankbarkeit, dass ich privilegiert bin und andere Bedingungen im Leben bekommen habe als viele andere Menschen."

Es ist der zweitletzte "Tatort" mit Flückiger (Stefan Gubser) und Ritschard (Delia Mayer). Zuletzt waren sie im "Tatort: Friss oder Stirb" (6,49 Millionen Zuschauer und Zuschauerinnen) zu sehen. Den Ersatz für die beiden hat die ARD bereits vorgestellt: Anna Pieri Zuercher und Carol Schuler werden zukünftig ermitteln. Nach Bern und Luzern wird der beliebte Sonntagabend-Krimi erstmals in Zürich spielen. Noch in diesem Jahr sollen die Dreharbeiten beginnen, die Ausstrahlung ist für Herbst 2020 geplant.

 

 

Warum lohnt sich der "Tatort: Ausgezählt"?

Teilweise etwas unglaubwürdig, kompliziert und konstruiert kommt dieser Fall daher – die Hochdeutsch-Synchronisation schafft zusätzlich Distanz. Während den "Tatort"-Machern mit dem "Tatort: Ein Tag wie jeder andere", der eine ähnliche Problematik mit einem entführtem Mädchen und Kommissaren erzählt, ein Glanzstück gelungen ist, wirkt "Ausgezählt" nur durchschnittlich. Für Spannung sorgen lediglich Martinas ständig ins Bild gerückte Qualen und die tickende Uhr auf dem Laptop, die zeigt, wann sie verdurstet ist.

 

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