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Die berühmtesten TV-Familien Deutschlands

31.05.2019 - Die Beimers, die Guldenburgs, die Schöllacks, die Tetzlaffs, die Drombuschs – mit diesen TV-Familien leidet und freut sich Deutschland. GOLDENE KAMERA stellt die 44 bekanntesten vor.

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		Die berühmtesten TV-Familien Deutschlands. © GOLDENE

    Die berühmtesten TV-Familien Deutschlands. © GOLDENE KAMERA

Was würden wir ohne sie tun? Manchmal fühlen wir uns ihr mehr zugehörig, als der eigenen Verwandtschaft  – unserer Lieblings-Fernseh-Familie. Bei Übermutter Beimer (Marie-Luise Marjan) würden wir am liebsten sofort einziehen und Spiegeleier essen, bei der Mutter der Nation Käthe Scholz (Inge Meysel) möchten wir in die Schneiderlehre gehen und uns von ihr umsorgen lassen.

Alles ist harmonisch – und sollte doch mal was schief gehen, findet sich eine Lösung. Denn eines ist sicher, am Ende einer Familiensendung können wir beruhigt den Fernseher ausschalten. Das funktioniert im echten Leben leider nicht. Und genau das macht die TV-Familien so beliebt. GOLDENE KAMERA stellt die berühmtesten der deutschen TV-Geschichte vor.

Wer hat unser Bild von Familienidylle geprägt? Und welche Wandlungen gab über die Jahrezehnte im Alltag? Das wichtigste Thema der Nachkriegszeit war Geldsorgen, in den 1980ern hingegen fanden sich Seitensprünge als wiederkehrende Handlung, in den 2000ern wurden die Probleme einer Patchworkfamilie thematisiert und derzeit steht der Fokus vor allem auf den Sorgen und Nöten der Heranwachsenden – so auch in der neuen Vox-Serie "Das wichtigste im Leben" mit Jürgen Vogel ab dem 5. Juni, 10 Folgen um 20.15 Uhr.

 

Wurde einst noch das Leitbild der Hausfrau favorisiert, so ist die Darstellung der Mütter über die Zeit freizügiger geworden. Was blieb: Die Mutter als Fels in der Brandung. Hier ein Überblick über die Geschichte der TV-Familien:

 

Die TV-Familien in den 50er und 60er Jahren: "Schölermanns" und "Die Unverbesserlichen"

Die erste TV-Familie überhaupt ist die "Schölermanns" (1954-1960). Frei nach Vater Schölermann wird hier das Leitbild: "Nur eins steht fest in Sturm und Graus: Die Familie, das Zuhaus!" vermittelt. Er ist kaufmännischer Angestellter, hat drei Kinder zwischen 13 und 25 Jahren. In Echtzeit diskutiert er am Esstisch mit seiner Bagage die großen und kleinen Probleme des Alltags – echte Sorgen? Fehlanzeige! Hier dominiert die Harmonie.

Mehr Spannungen gibt es in den 60ern bei den "Hesselbachs" (1960-1967), den Hofers ("Alle meine Tiere", 1962-1963) und den Buchners ("Der Forellenhof", 1965-1966): Hier sind die Familie eng mit den Betrieb verbunden, was zu deutlich mehr Konflikten führt.

 

Das Bild der Familie wandelte sich erst mit Inge Meysel, der Mutter der Nation in "Die Unverbesserlichen" (von 1965 bis 1971 jeweils eine Folge am Muttertag). Sie leidet unter ihrem dominanten Mann, verdient sich mit Näharbeiten etwas dazu und nimmt ihren Enkel und Tochter, die sich scheiden lässt bei sich auf. Hier ist die Familie eine notwendige Lebensgemeinschaft und kaum noch der heile Ruhepunkt.

Die TV-Familien in den 70ern und 80ern: "Ein Herz und eine Seele" und "Die Schwarzwaldklinik"

Mit den Tetzlaffs ("Ein Herz und eine Seele", 1973-1976, 25 Folgen) wird das Spießbürgertum der deutschen Familie fast schon als Karikatur dargestellt. Besonders "Ekel Alfred", der seine Frau schlecht behandelt hat Kultstatus.

 

Es spiegelt die Einstellungen der Alt-68er wieder, die das Patriarchentum in Frage stellen. Erst in den 80ern werden Familien mit "Die Schwarzwaldklinik", "Ich heirate eineFamilie" und Co. wieder als glanzvoller Ort der Glückseligkeit gezeigt. Die Frauen sind selbstbewusster und teilweise berufstätig, aber immer noch hauptverantwortlich für die Kindererziehung.

Die TV-Familien in den 90ern bis heute: "Türkisch für Anfänger" und "Unser Charly"

Es gibt nicht mehr die eine idealisierte deutsche TV-Familie: Patchworkfamilien, Paare mit Migrationshintergrund ("Türkisch für Anfänger"), gleichgeschlechtliche Ehen, Freunde als Familienersatz, uneheliche Kinder ("Die Hagenbecks") – so vielfältig wie die Realität, sind auch die Familiengeschichten.

Eine der wenigen Gemeinsamkeiten ist, dass meistens die Gerechtigkeit im Vordergrund steht. Etwa bei "Nicht von schlechten Eltern" gibt es endlich Gleichberechtigung – und zwar nicht nur zwischen den Erwachsenen, sondern auch zwischen den Eltern und ihren Kindern. Auffällig oft gehören in den 90ern Tiere mit zur Familie, wie in "Unser Charly", "Hagenbecks" oder "Tierärztin Dr. Mertens".

 

Viele der aktuell gezeigten Sendungen, wie "Weissensee" oder "Ku'damm", arbeiten die Themen der Vergangenheit auf. Eine der wenigen Serien, die derzeitige Familienprobleme aufgreifen, wird abgesetzt: Die "Lindenstraße" flimmert nur noch bis 2020 über den Bildschirm. Um auch in Zukunft mit einer Ersatzfamilie mitfiebern zu können, brauchen wir dringend Nachschub.

 

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