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Eric Stehfest: "Die Schauspielbranche ist versauter als alle anderen Bereiche"

04.03.2020 - "9 Tage wach" (15. März, 20.15 Uhr, ProSieben) ist die Verfilmung von Eric Stehfests Drogenbeichte. Wir sprachen mit dem Autor und Schauspieler.

Er war zehn Jahre süchtig nach Crystal Meth. Einen neuntägigen Rausch bezeichnet er rückblickend als Suizidversuch. Erst nach einem einjährigen Entzug in der Psychiatrie wurde Schauspieler Eric Stehfest („GZSZ“) clean. In dieser Zeit schrieb der heute 30-Jährige mit seinem Co-Autor Michael J. Stephan „9 Tage wach“ – einen Bestseller, der sich über 200.000-mal verkaufte und vom „Lehrerclub“ der Stiftung Lesen als Lektüre für die Oberstufe empfohlen wird.

 

Eric Stehfests Mission seit Erscheinen seines Buches heißt Aufklärung. Jetzt wurde sein Roman mit Jannik Schümann („Charité“) in der Hauptrolle verfilmt. Warum Drogen wie Crystal Meth negative Gefühle erträglich machen und warum ausgerechnet der Überlebensinstinkt der Menschen in die Sucht führt, verrät er im Interview.

Eric Stehfest im Interview

 

Herr Stehfest, wie gut gefällt Ihnen die Verfilmung Ihres Bestsellers "9 Tage wach"?

Eric Stehfest: Sehr gut. An erster Stelle stand immer, möglichst viele Zuschauer damit abzuholen, weil wir kein fiktives Thema behandeln, sondern die Realität von Tausenden Menschen erzählen. Deshalb war es mir wichtig, eine Sprache zu finden, die kommerziell verstanden wird. Im Film erleben wir Jannik Schümann so, wie wir ihn noch nie zuvor erlebt haben. Für Jannik war es etwas Außergewöhnliches, in diese Rolle einzutauchen. Das ganze Ensemble spiegelt und zeichnet die Geschichte, was viel Mut von den Darstellern erfordert.

 

Wie haben Sie konkret selbst bei dem Projekt mitgearbeitet?

Eric Stehfest: Ich habe überall mitagiert, war Teil des Autorenteams und für alle großen Bereiche ein Berater – beispielsweise für Regie und Produktion. Mit Jannik habe ich mich vor den Dreharbeiten getroffen. Wir haben lange gesprochen und alle Fragen geklärt, die er zu der Rolle hatte. Außerdem habe ich regelmäßig mit den Schauspielern und Darstellern telefoniert, und über die Zustände gesprochen.

Crystal Meth ist eine Droge, die menschliche Gefühle ausschaltet. Ist das das Gefährliche daran?

Eric Stehfest: Sie schaltet Gefühle nicht aus, sondern macht Negativgefühle erträglich – wobei das Problem ist, dass man das wahre Ausmaß seiner Probleme nicht mehr spürt. Für viele Menschen ist dieses Taubheitsgefühl eine Form von Überlebensinstinkt, beispielsweise, weil sie dermaßen grausame Kindheitserlebnisse hatten, dass sie sich eigentlich das Leben nehmen würden, und nur von einer Droge wie Crystal Meth davon abgehalten werden. Leider jedoch verhindert Crystal Meth gleichzeitig, dass wir uns die Freiheit schenken, alles fühlen zu dürfen und zu müssen - und unsere Erlebnisse zu verarbeiten. Denn mit der Droge bleibt man immer in einer Art schulkindlichem Alter stecken – beziehungsweise in der Entwicklungsphase, in der der Konsum angefangen hat.

Angeblich sind sämtliche Drogensüchte, beispielsweise Koks- oder Heroinsucht, in dem Moment wie weggeblasen, wenn man das erste Mal Meth konsumiert. Stimmt dieser Mythos?

Eric Stehfest: Das würde ich pauschal nicht sagen. Was man aber sagen kann, ist, dass jeder Mensch eine Art „Werkzeugkoffer“ mit sich trägt, der zum jeweiligen Charakter passt. Sinngemäß brauchen manche Leute einen Schraubenschlüssel, um sich festzuziehen, während andere einen Lappen brauchen, um sich zu polieren. Übertragen heißt das, manche Menschen brauchen eher Heroin – eine Droge, die man auch den „Schleier der Mutter“ nennt, weil sie einen „umarmt“ wie eine liebende Mutter. Andere hingegen wollen nicht eingelullt werden, sondern maschinell funktionieren. Für die sind Amphetamine interessanter.

 

Ist Meth die härteste Droge der Welt?

Eric Stehfest: Ich glaube, dass unsere Welt noch Drogen bereithält, von denen ich noch nicht einmal träume. Aber Crystal Meth ist etwas anderes – nämlich ein Chamäleon, das durch jedes Jahrzehnt oder Jahrhundert schleicht, um Unheil anzustiften. Hitlers Soldaten beispielsweise schluckten Pervitin, um zugedröhnt Blitzkriege zu gewinnen – dabei ist Pervitin das heutige Crystal Meth. Crystal ist definitiv eine der härtesten Drogen der Welt.

 

Sie haben als süchtiger Schauspieler ein Doppelleben geführt. Glauben Sie, es gibt mehrere Schauspieler, denen Meth beim Funktionieren hilft?

Eric Stehfest: Ich erinnere mich noch an die Schauspielschule. Damals habe ich unter Meth gespielt und es war scheußlich im Sinne von wahnsinnig schlecht. Keine Ahnung, ob die Qualitätsstandards sich seit damals geändert haben, und ob solche Leistungen vielleicht heutzutage an manchen Berliner Bühnen gefragt sind. Denn es wird immer extremer, wie wahnsinnig ein Mensch auf der Bühne wirken soll. Aber höchstwahrscheinlich sind dabei eher Drogen wie Koks und Alkohol im Spiel.

Ist die Schauspielbranche ein so hartes Business, dass man darin besser mit Drogen funktioniert?

Eric Stehfest: Ja, definitiv. Aber ich würde das gar nicht als „besser“ oder „schlechter“ bewerten, sondern den Fokus generell im Funktionieren sehen. Diese Branche ist versauter als alle anderen Bereiche. Das hat natürlich damit zu tun, dass sich dort oft sensible Menschen ansammeln, die wahnsinnig viel wahrnehmen, spüren und darunter auch leiden - und sich dann ausdrücken und etwas loswerden müssen. Man spürt das beispielsweise, wenn Hamlet mal richtig geil gespielt wird. Aber auch um nach dem Spiel runterzukommen, werden Drogen eingesetzt. Jugendliche, die in die Clubs gehen, nehmen Drogen, um sich hoch zu pushen, doch unter Schauspielern versucht man, ein bisschen herunterzukommen.

 

Haben Sie Meth jemals gespritzt?

Eric Stehfest: Nein, ich hatte immer Angst vor Spritzen. Ich habe immer befürchtet, dass ich eine Ader oder eine Vene treffe und anschließend sterbe. Ich habe Meth nur geraucht und gezogen, aber spritzen war mir nie geheuer.

 

Haben Sie Meth ausschließlich zum Funktionieren und Partymachen benutzt oder auch beim Sex?

Eric Stehfest: Auch beim Sex, das geht ja einher. Am Anfang war es fast nur ausschließlich deswegen, weil das einfach faszinierend, wahnsinnig und grenzüberschreitend war. Ich kannte das bis dahin nur aus Pornos. Sex auf Drogen versaut einem die Sexualität. Das ist wirklich gefährlich.

Wie findet nach derartigen Extremerfahrungen und orgiastischer Ekstase zurück zu normalem Sex?

Eric Stehfest: Erstmal gar nicht. Das ist ja das Problem. Erstmal kommt eine ganz, ganz große Lustlosigkeit. Auch der Sinn, jemandem nahe zu sein, verschwindet. So war es jedenfalls bei mir, und es bedurfte wirklich harter Arbeit, um wieder normalen Sex zu haben. Ich musste mich anstrengen, das zu wollen, und habe mir gemeinsam mit meiner Frau neue Reize gesetzt. Jetzt versuchen wir, verschiedene Sachen nochmal anders zu machen - denn nur, weil man früher unter Drogen Sex hatte, heißt das nicht, dass man besonders mutig war oder viel ausprobiert hat. Man hatte einfach bloß Sex auf Drogen. Mittlerweile erlebe ich Sachen, die ich mit Drogen nicht erlebt habe.

 

Stimmt der Spruch: Einmal süchtig, immer süchtig?

Eric Stehfest: Wichtig ist, dass man ehrlich zu sich ist, und erkennt, wer man ist – und anschließend eine spannendere Droge findet. Denn man kann etwas Spannenderes finden, was einen ebenfalls berauscht. Ohne Rausch bleibt uns nicht mehr so viel.

 

Wie beispielsweise kiffen?

Eric Stehfest: Ich habe nichts gegen Kiffen, aber ich selber kann das nicht. Ich werde dann sofort paranoid, und bekomme Psychosen. Man sagt immer, dass Kiffen wieder funktionieren kann, wenn man sich ein bisschen mit seinem Unterbewussten beschäftigt und Blockaden löst – aber ich will das gar nicht ausprobieren, da habe ich zu großen Respekt vor.

 

Hatten Sie im Laufe Ihrer zehnjährigen Meth-Sucht jemals Suizidgedanken oder einen Suizidversuch unternommen?

Eric Stehfest: (lacht) Wir können uns ja mal unterhalten, was es bedeutet, überhaupt neun Tage wach zu bleiben. Im Grunde war das ein Suizidversuch – genau wie der ganze Suchtprozess an sich ein schleichender Suizid war. Gott sei Dank habe ich ihn überlebt.

Wie war das konkret, neun Tage wach zu sein? Wie viele Erinnerungen haben Sie noch daran?

Eric Stehfest: Viele, weil ich alles aufgeschrieben habe. Allmählich verblassen manche Details etwas, aber ich sehe die Bilder noch richtig gut vor mir. Damals war ich darauf gepolt, Dinge ständig aufschreiben und mir zu merken, weil ich Schauspiel studiert habe. Deshalb gibt’s noch tonnenweise Aufzeichnungen und viele selbstgedrehte Videos. Dank ihnen sind die Beschreibungen im Buch überhaupt so explizit. Körperlich kann ich das neuntägige Wachsein inzwischen nicht mehr nachfühlen, was positiv ist, weil Zeit anscheinend die Wunden heilt.

 

Als Sie bei „GZSZ“ anfingen, waren Sie schon mit dem Entzug durch – oder?

Eric Stehfest: Genau, das hörte damals gerade auf. Es gab nochmal die eine oder andere Weihnachtsfeier, wo ich ein bisschen gekokst habe, aber danach war es vorbei.

 

Haben Sie den Kollegen bei „GZSZ“ damals gesagt, was mit Ihnen los war oder war das ein Geheimnis?

Eric Stehfest: Das weiß ich gar nicht mehr (lacht). Ich glaube, ich habe mich relativ schnell dafür entschieden, mit der Geschichte rauszugehen - in Absprache mit der Produktion.

 

Wann haben Sie Ihre letzte Line gezogen?

Eric Stehfest: Zusammen mit meiner Frau Edith bin ich einmal rückfällig geworden. Als ich sie kennenlernte war sie noch methsüchtig, und während wir hart daran arbeiteten, sie da rauszuholen, waren wir mal auf einer Technoparty, haben ein paar Gin Tonic getrunken und anschließend eine Line gezogen. Seitdem trinke ich keinen Alkohol mehr, weil die Hemmschwelle dann sofort flöten geht – und ich kein Halten mehr kenne.

Haben Sie gesundheitliche Langzeitschäden vom Konsum?

Eric Stehfest: Ich werde niemals ein normales, gutbürgerliches Leben führen. Das kommt für mich einfach nicht in Frage. Ich bekomme Plaque, wenn ich an einen Vorgarten denke und an gemähten Rasen. Ich kann mir nicht vorstellen, in einem Haus am See alt zu werden. Dieses Gefühl von Glück, dieses kommerzielle Bild, das man hat, wenn man seinen Bausparvertrag unterschreibt, das habe ich nicht. Ich glaube, meine Punk-Zeit und meine wirkliche Form von Rebellion beginnt erst jetzt – weil ich jetzt erst den Mut habe, meine Stimme zu benutzen, während Drogenkonsum nicht mehr das ist, was ich unter Rebellion verstehe. Deswegen fühlt sich der Schaden, den ich erlitten habe, eigentlich ganz gut an.

 

Leber, Niere, Herz - alles okay?

Eric Stehfest: Ja, ich glaube sogar, dass mein Herz etwas gewachsen ist. Ich glaube, es ist größer geworden durch den Ausstieg.

 

Wie schnell ist der körperliche Verfall bei Meth-Süchtigen und was ist typisch dafür?

Eric Stehfest: Auch das ist unterschiedlich. Es gibt so viele verschiedene Qualitätsunterschiede, womit das Zeug gekocht wurde, und je nachdem, wie das Ganze hergestellt wurde, ist dann auch der Verfall unterschiedlich. Wenn das Zeug wahnsinnig intensiv mit Batteriesäure gestreckt wird, geht der Verfall relativ schnell. Dann dauert es nur ein paar Monate, bis die Haut bröckelt und die Zähne schwarz werden und ausfallen und man Gliederschmerzen bekommt. Außerdem nimmt man sofort ab, und wird im Grunde magersüchtig. 

 

Was war rückblickend der schönste Moment auf Meth, also derjenige, der im Film so beschreiben wird, dass Sie sich gleichzeitig wie Jesus und Terminator gefühlt haben? Und was war der schlimmste Moment?

Eric Stehfest: Der schönste Moment auf Meth war, als ich auf Meth beschlossen habe, mit den Drogen aufzuhören. Das war ganz schön geil, und da habe ich mich menschlich gefühlt. Damals hat die Uni gesagt, dass ich rausfliege, und erst wiederkommen darf, wenn ich eine abgeschlossene Langzeittherapie nachweisen kann. Ich saß im Auto, war voll drauf und da fühlte ich mich wie Terminator – weil ich wusste, dass ich es mir und allen anderen jetzt beweise und danach zurückkommen werde. Einer der schrecklichsten Momente war, als es zu einer großen Schlägerei kam und ich jemanden ernsthaft verletzt und danach eingenässt habe, weil ich in der Nacht schlecht von diesem Typen geträumt hatte. Damals kam meine Mutter morgens in mein Zimmer und alles war klitschnass, alles voller Pisse – und dazu noch die blutigen Hände und die Schuldgefühle. Solche Momente sind schon sehr grausam. 

Erkennen Sie andere Junkies auf Anhieb?

Eric Stehfest: Ja, sofort.

 

Was können Eltern von Meth-Süchtigen tun?

Eric Stehfest: Eine Therapie machen. Denn, wenn jemand Meth nimmt, dann stimmt nicht nur etwas nicht mit dieser Person, sondern es funktioniert generell irgendetwas nicht innerhalb der Familie. Und weil die Eltern von Süchtigen relativ schnell in die Falle tappen, sich nur noch um den Rhythmus des Süchtigen zu drehen, sollten sie zumindest zwei Stunden Therapie pro Woche für sich in Anspruch nehmen – weil ihnen das zumindest die Kraft gibt, immer wieder mit neuem Mut und neuer Hoffnung an die süchtige Person heranzutreten. Und wenn der Süchtige sieht, dass seine Mutter eine Therapie macht und sich um sich selbst kümmert, kann das natürlich auch etwas Positives in ihm selbst auslösen.

 

Was raten Sie Menschen, die momentan methsüchtig sind?

Eric Stehfest: Ich würde ihnen sagen: „Meldet Euch bei mir.“ Denn man muss mit gewissen Energien in Kontakt kommen – wie beispielsweise meiner. Das kann manchmal schon ausreichen. Ansonsten: „Ihr seid gewollt auf dieser Erde, Ihr seid etwas wert.“ Diese Wertigkeit, die muss der Süchtige selbst wiederfinden.

 

Was haben Sie in der einjährigen Therapie gelernt?

Eric Stehfest: Schauspielunterricht (lacht). Das Jahr im Entzug war mein intensivstes Schauspieljahr – weil ich dabei so sehr mit den tiefsten Abgründen konfrontiert wurde, dass man sich das kaum vorstellen kann. In dieser Zeit habe ich auch gelernt, Leuten zuzuhören – beispielsweise solchen, die nach neun Jahren Gefängnis dorthin gebracht wurden, damit sich ihre Haftzeit verkürzt. Doch das Wichtigste war, ehrliches Interesse an anderen Menschen zu entwickeln. Bis dato hatte ich nicht wirklich Interesse an anderen Leuten. Ich hatte mich nur um mich gedreht, und mich nur für mich selbst interessiert. Im Entzug entstand das Bewusstsein, dass ich auch noch für vielleicht eine höhere Aufgabe auf dieser Welt bin, als nur an mich zu denken.

 

War die Verfilmung für Sie auch eine Art von Therapie?

Eric Stehfest: Nein, das Buchschreiben war meine Therapie, während die Verfilmung etwas noch Wichtigeres war – nämlich der Abschluss, dass ich Eric, der Junkie, sein muss. Die Verfilmung hat mir die Chance gegeben zu verstehen, dass ich diese Lebensphase jetzt abschließen darf. Ich kann das jetzt loslassen und ich darf etwas Neues beginnen.

 

Warum haben Sie den Film mit Pro Sieben gedreht und nicht mit RTL?

Eric Stehfest: Wegen ein paar Unstimmigkeiten während der verschiedensten Gespräche, die ich geführt habe. Das Team von ProSieben hat von der ersten Sekunde an dieses Projekt geglaubt und war sofort Feuer und Flamme. Diesem uneingeschränkten Antrieb bin ich gefolgt.

 

Stimmt es, dass Sie jetzt einen Rückzug angetreten haben? Und falls ja, warum?

Eric Stehfest: Ja, habe ich. Es bedarf Mut, das Thema Abhängigkeit anzupacken. Meine Familie hat verschiedenste Angriffe auf uns erlebt – beispielsweise verbal über das Internet und auch körperlich, weil man sich mit dem Aufdecken von Wahrheiten nicht nur Freunde macht. Die Drogenszene ist ja auch ein großes Geschäft. Mein Respekt gilt allen Darstellern, die dem Thema Auftrieb geben. Denn aus der Politik vermisse ich immer noch Entgegenkommen und Interesse. Die aktuelle Drogenbeauftragte der Bundesregierung ist nicht ein einziges Mal auf mich zugekommen. Dabei ist hinlänglich bekannt, dass die Heroinszene durch die damalige politische Aufmerksamkeit für Christiane F.‘s Buch, „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ deutlich geschrumpft ist. Nein, Daniela Ludwig von der CSU, die aktuelle Drogenbeauftragte der Bundesregierung, ist nicht auf mich zugekommen – obwohl mein Buch mittlerweile sogar Schullektüre in der Oberstufe geworden ist und ich von Schule zu Schule gezogen bin und mich den Fragen der Schüler gestellt habe. All das hat mich viel Kraft gekostet, und ich möchte meine Reserven künftig anders nutzen. Deshalb auch meine Entscheidung, mich erstmal als Eric Stehfest aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen.

 

Was sind Ihre Zukunftspläne?

Eric Stehfest: Unter anderem, mit meiner Frau Edith und Freunden eine Band zu gründen - und Film, Musik und Theater zu vereinen. Wir sind Rebellen und Diener der Wahrheit und wir werden eine Form finden, wie wir das zukünftig auch ausdrücken können.

 

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