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Felix Vörtler verrät, wie er einen entspannten Choleriker spielt

27.02.2020 - Zum 10. Fall der "Friesland"-Reihe sprachen wir mit Felix Vörtler über seinen Stiernacken, Autoimmunkrankheiten und seine Rollen im "Tatort" und "Polizeiruf".

Wenn jemand auf der Straße Hilfe braucht, kann es schon passieren, dass Felix Vörtler (58) angesprochen wird. Schließlich ist der Schauspieler mittlerweile unzählige Male in die Rolle eines Polizeibeamten geschlüpft. Die beiden bekanntesten Kommissare, die Vörtler regelmäßig verkörpert, sind die des Uwe Lemp im Magdeburger "Polizeiruf 110" und die des Brockhorst in der Krimireihe "Friesland". Letztere feiert am 29. Februar um 20.15 Uhr im ZDF mit der Folge "Friesland: Aus dem Ruder" Jubiläum. 

 

Darum geht's in "Friesland: Aus dem Ruder"

Beim Rudertraining bricht die Angelpartnerin von Kommissar Brockhorst (Felix Vörtler) tot zusammen - Herzversagen. Apothekerin Insa (Theresa Underberg) glaubt nicht an einen natürlichen Tod und untersucht den Leichnam. Tatsächlich findet sie ein Überdosierung an Amphetamine im Blut.

Felix Vörtler im Interview

Wir sprachen mit Felix Vörtler. Im Interview verrät der Schauspieler, warum beim Fußball jeder einen eigenen Ball bekommen sollte.

GOLDENE KAMERA: Seit 2014 sind Sie in der Krimireihe "Friesland" als Kriminalhauptkommissar "Brocki" Brockhorst zu sehen. Jetzt wird die 10. Folge ausgestrahlt. Was zeichnet für Sie die Serie und was Ihre Rolle aus?

Felix Vörtler: Entspannte Unterhaltung. Nicht mehr und nicht weniger. Mit der Rolle des "Brocki" geht für mich in sofern ein Traum in Erfüllung, dass man mich einen Charakter spielen lässt, wie er sonst eigentlich nur am Theater möglich ist. Und diesen, wie ich finde, liebenswerten Choleriker spiele ich eigentlich unverändert seit der ersten Folge in allen Facetten. Und von denen sehe ich hinterm Deich noch einige.

 

In der Jubiläumsfolge "Aus dem Ruder" ist die Tote eine Freundin von Brockhorst. Der ansonsten so cholerische Kommissar wirkt fast schon sentimental. Er ist unbeholfen und überfordert. Wie wird sich die Rolle weiterentwickeln? Wird er sich jemals an das, wie er es nennt, "Kaff" gewöhnen?

Also, überfordert war Brocki ja schon immer. Aber dass er es zeigt und zugibt ist ein weiterer Blick auf ihn. Ich mag ihn und sehe voller Spannung auf die Probleme, die da noch auf ihn einprasseln. So gesehen freue ich mich auf alles, worauf ich in der Figur reagieren kann. Und nein - er wird sich nie an dieses "Kaff" gewöhnen. Wobei ich Leer liebe.

In der Folge redet Brockhorst unentwegt vom Sieg bei der Ruderregatta. Können Sie diese Verbissenheit nachvollziehen?

Welche Verbissenheit? Aber im Ernst: Ich selber habe mit Wettkampf nicht viel am Hut. Warum rennen 22 erwachsene Männer einem Ball hinterher? Kriegt jeder einen Ball ist Ruhe. Für diesen Spruch werden Sie mich aus meinem BVB-Fanclub rauswerfen.

Für die zweite Staffel "Phönixsee", in der Felix Vörtel auch die Hauptrolle spielt, singt er den Trailersong: 

Brockhorst angelt? Sie haben mal eine Surfschule geleitet, sind viel Skigefahren. Was machen Sie heute gern?

Die ganzen Sportarten sind wie aus einem früheren Leben. Irgendwann habe ich den Spaß verloren. Wobei ich mit dem Kiten liebäugele. Das wäre noch mal was.

Wann kehrt die Kollegin Sophie Dal (Rolle Süher) aus der Babypause zurück?

Schon passiert! Ist aber erst in der übernächsten Folge zu bewundern.

Es gab bereits zwei Cross-Over der Reihen "Friesland" und "Wilsberg". Darin liefern Sie sich Kompetenzgerangel mit dem Privatermittler und buhlen um die Rolle Anna, die Sie ja sogar ins Bett bekommen. Was haben Sie, was Wilsberg nicht hat? 

Ich weiß es nicht!

 

Seit 2013 sind Sie zudem als Kriminalrat Uwe Lemp im "Polizeiruf 110" aus Magdeburg zu sehen. Doreen Brasch (Claudia Michelsen) wird vorerst keinen neuen Partner bekommen. Ist das Ihre Chance, sich mit Ihrer Rolle noch mehr einzubringen?

Die Rolle Uwe Lemp ist der komplette Gegenentwurf zu Jan Brockhorst. Ich bin sehr glücklich, diese beiden extrem verschieden Charaktere spielen zu dürfen.

Wen mögen Sie warum lieber - Lemp oder Brockhorst?

Wer kann schon sagen, welches seiner Kinder er mehr mag?

 

In ihrer Vita steht, Sie verkörpern in vielen Formaten häufig den "robusten Einsatzleiter". Was glauben Sie, warum diese Rolle so gut zu Ihnen passt?

Oh Mann!! Danke, dass es Ihnen gefällt. Aber ich spiele das nicht absichtlich. Früher hieß es bei mehreren Theaterkritiken: "…der Stiernackige Felix Vörtler…". Ansonsten brenne ich einfach für meine Figuren. Ich hoffe, man spürt das.

Bereits 2003 spielten Sie zum ersten Mal im "Tatort" mit. Seitdem waren Sie u.a. in den Fällen von Ballauf & Schenk, Lindholm, Odenthal, Thiel & Boerne, Faber & Bönisch zu sehen. Mal als Polizeibeamter, mal als Täter, der als Zoodirektor seine eigenen Tiere zum Verzehr verkauft, oder mit Sprengstoffgürtel eine Bank erpresst. Wer ist Ihr Lieblingsermittler und warum?

Ich sage das nicht aus diplomatischen Gründen. Ich mag sie alle. Sie sind mir mit der Zeit alle liebe Freunde geworden.

 

Welche Rollen würden Sie gern spielen?

Romeo, Pinocchio und James Bond. Reihenfolge ist mir egal.

Mit Ihrer Frau Franziska Dannheim engagieren Sie sich für die Deutsche Autoimmun-Stiftung. Wie kam es dazu?

Die Deutsche Autoimmun-Stiftung in Kiel ist vor etwa eineinhalb Jahren an meine Frau und mich herangetreten,ob wir Botschafter dieser Stiftung werden wollten. Jeder von uns kennt im nahen Familien-, und Freundeskreis Autoimmun-Betroffene, sei es nun Neurodermitis oder Hashimoto oder Rheuma - alle kennen die endlosen Gänge zu irgendwelchen Spezialisten, und die Zahl der Erkrankten steigt.

Diese Stiftung versteht sich quasi als eine Art Dachverband und versucht, die verschiedenen Forschungsergebnisse zu vernetzen, Fachärzte aus den verschiedenen Bereichen an einen Tisch zu bringen. Außerdem meinte Herr Huber, der Öffentlichkeitsbeauftragte der Stiftung, es wäre nach Kurt Felix und Paola oder Rosi Mittermeier und Christian Neureuther wieder Zeit für ein Ehepaar an der Showfront. Das hat uns natürlich überzeugt.

Interview: Kristina Heuer

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