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In "Jenseits der Angst" steht Anja Kling am Rande des Wahnsinns

13.09.2019 - Dreht Anja Kling durch? Oder will ihr Ehemann, gespielt von Benjamin Sadler, sie in den Wahnsinn treiben? In "Jenseits der Angst" (Montag, 16. September, 20.15 Uhr im ZDF) spielt Kling eine zutiefst verstörte Frau.

Eine Frau steht am Abgrund eines Hochhauses und springt. Alles nur ein böser Traum? Wenig später steht dieselbe Frau wieder auf dem Hochhaus. Doch bevor sie den entscheidenden Schritt nach vorne gehen kann, hält sie ein Mann zurück. So beginnt das neue ZDF-Drama "Jenseits der Angst" mit Anja Kling.

 

Darum geht's in "Jenseits der Angst"

Lisa Hembach (Anja Kling) ist eine erfolgreiche Modedesignerin, die nach dem Tod ihres Vaters die Firma übernehmen muss. Die neue Verantwortung, das Leben zwischen Laufstegen und internationalen Vertragsverhandlungen fordern sie. Aber ist das auch der Grund, warum sie plötzlich von Albträumen, Panikattacken und Angstzuständen geplagt wird? Ihr treu sorgender Ehemann Ronald (Benjamin Sadler) und ihre beste Freundin, die Ärztin Susanne (Milena Dreißig), versuchen ihr zu helfen. Doch bei einer Modeshow bricht alles zusammen. Lisa sieht, wie Ronald mit einem ihrer Models (Svenja Jung) rummacht. Nach einem gehörigen Krach rast sie wutschnaubend mit ihrem Auto davon und überfährt eben jenes Model.

Jetzt steht für Lisa alles auf dem Spiel: ihre Firma, ihre Freiheit, ihre Gesundheit, ihre Ehe und sogar ihre beste Freundin. Als sie glaubt, ihr Leben habe keinen Sinn mehr und sie von einem Hochhaus springen will, steht ihr plötzlich ihr It-Experte Stefan (Moritz Grove) zur Seite. Er konfrontiert sie mit Wissen über die Vergangenheit ihres Mannes. Stimmen seine Anschuldigungen oder handelt es sich bei Stefan um einen Stalker?

Hintergrund

Anja Kling (49, GOLDENE KAMERA 1996 und 2009) überzeugt oft in Thriller-Hauptrollen: Bereits in "Angst - Der Feind in meinem Haus" verkörperte sie überzeugend ein Stalking-Opfer. In "Kein Entkommen" spielt sie eine schwer traumatisierte Mutter nach einem Überfall. In "Es ist nicht vorbei" werden ihr gegen ihren Willen in einem DDR-Gefängnis Psychopharmaka injiziert. In "Verhängnisvolle Nähe", bei dem ebenso wie hier Thorsten Näter das Drehbuch schrieb und Regie führte, stellt sie eine Kommissarin dar, die ihren eigenen Mann als Serienmörder überführen will.

Aber auch Benjamin Sadler (48) ist eine gelungene Besetzung für den Part des Ehemannes, von dem der Zuschauer zunächst nicht weiß, ob er gut oder böse ist. Sadler überzeugte bisher sowohl als männlicher Part in Liebesfilmen als auch als Psychopath in Krimis. In der letzten "Tatort"-Saison zeigte er im höchst spannenden und vom Publikum gefeierten "Tatort: Das Nest", dass er schlüssig einen kriminellen Sadisten mimen kann.

 

GOLDENE KAMERA TV-Tipp, weil…

...die Psychologie, die Figurenentwicklung und die Dramaturgie stimmen. Auch wenn die Geschichte nicht neu ist, so bleibt es trotzdem, gerade zu Beginn, spannend darüber zu rätseln, was Realität und was Einbildung ist. Die zudem gut gewählte Musik und düstere Atmosphäre unterstreichen diesen Nervenkitzel.

Nach der Hälfte nimmt der Film allerdings die zu erwartende Wendung und rutscht etwas zu sehr ins Plakative ab. Und gerade zum Ende könnten die Dialoge etwas einfallsreicher sein. Trotzdem wird die Hilflosigkeit und die Skrupellosigkeit überzeugend von den Hauptdarstellern gespielt. Angesichts aktuell wenigen guten deutschen Thriller, darf es ruhig mehr von solchen Filmen geben.

 

 

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