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Litauen gewinnt das deutsche Eurovision-Song-Contest-Finale

17.05.2020 - Der Eurovision Song Contest in Rotterdam wurde abgesagt, es lebe der ESC: Deutschland machte in der Corona-Pandemie seine eigene Finalshow in der leeren Hamburger Elbphilharmonie.

  • Die Band The Roop. Foto: Jurga Urbonaite/EBU/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Die Band The Roop. Foto: Jurga Urbonaite/EBU/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Mit dem minimalistischen Elektropopsong «On fire» hat die Band The Roop für Litauen das deutsche Finale des Eurovision Song Contest 2020 gewonnen. Das gab Moderatorin Barbara Schöneberger am Samstagabend bekannt. Nachdem das große ESC-Finale in Rotterdam coronabedingt abgesagt worden war, hatte sich die ARD einen Ersatzwettbewerb überlegt und vor leeren Rängen in der Hamburger Elbphilharmonie veranstaltet.

Auf Platz zwei landete nach Jury- und Zuschauer-Voting Island mit dem Retro-Synthie-Popsong «Think about things» der Formation Daði Freyr og Gagnamagnið. Platz drei ging an Russland und den Spaß-Popsong «Uno» im Aqua-Barbie-Girl-Sound der 90er der Band Little Big. Rang vier erreichte Malta und den fünften Platz Dänemark.

Insgesamt wollten am 65. ESC in diesem Jahr 41 Länder teilnehmen. 30 Beiträge davon hatte die ARD in einem Halbfinale am Samstag vergangener Woche aussortieren lassen. Ins Finale gekommen waren Russland, Island, Bulgarien, Litauen, Aserbaidschan, Malta, Dänemark, Italien, Schweden und die Schweiz.

Diesmal galt auch nicht die Regel der Big Five, nach der als große Geldgeber automatisch Frankreich, Großbritannien, Italien, Spanien und Deutschland fürs Finale gesetzt sind.

Die Zuschauer konnten bei der ARD-Ersatzshow über den Sieger mit abstimmen, jedoch nicht für Deutschland, das nur außer Konkurrenz dabei war. Das Voting wurde ergänzt von Juroren.

Sänger Ben Dolic lieferte am Samstagabend eine Vorstellung davon ab, wie der deutsche Beitrag für den ESC umgesetzt worden wäre. Mit vier Tänzern im Hintergrund und vor einer großen Leinwand sang der 23-Jährige sein Lied «Violent Thing». «War sehr gut», sagte der in Slowenien geborene Dolic nach seinem kurzen Auftritt. Die unerwartet freie Zeit habe er genutzt, um daheim an neuer Musik zu arbeiten.

In der ersten Minute hatte Barbara Schöneberger vom Dach der Hamburger Elbphilharmonie die TV-Zuschauer begrüßt. Sie freute sich, «weil ich endlich oben angekommen bin im Showbusiness».

Kurz danach sang Schöneberger in der leeren Elphi unter anderem eine ironische Version von Conchita Wursts 2014-Gewinnertitel «Rise like a Phoenix» und konnte sich auch nicht eine Spitze in Richtung ProSieben verkneifen, wo parallel eine von Altmeister Stefan Raab produzierte und von Conchita moderierte Musikshow namens «Free European Song Contest» lief. In der ARD sei man das Original, betonte Schöneberger.

Zu jedem der zehn Länder gab es einen Einspielfilm mit jeweiligen Höhepunkten der ESC-Geschichte. Vor der Siegerverkündung schaltete der federführende NDR zur «Tagesschau» um 21.30 Uhr; auch ein «Wort zum Sonntag» mit Corona- und ESC-Bezug wurde mitten in der Show ausgestrahlt.

Traditionell ist das ESC-Finale die erfolgreichste Unterhaltungsshow des Jahres im Fernsehen. Vergangenes Jahr sahen siebeneinhalb Millionen im Ersten zu. 2020 dürften sich diese Millionen Zuschauer auf die beiden Ersatzshows bei ARD und ProSieben verteilen.

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