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Mit Spannung in die neue Saison: "Tatort: Nemesis"

16.08.2019 - Mafiamord oder Beziehungstat? Im Dresdner "Tatort: Nemesis" (Saisonauftakt am Sonntag, 18. August, 20.15 Uhr im Ersten) wird ein Restaurantbetreiber erschossen.

Der letzte "Tatort: Das Nest" war in unserem Tatort Check 2018/2019 nach den Münsteranern der Publikumsliebling der Saison. Schauspielerin Karin Hanczewski sagt: "Ich habe noch zu keiner Folge so viele schöne und begeisterte Nachrichten von Freunden, Bekannten und Zuschauern bekommen, wie zu 'Das Nest'. Das fühlt sich natürlich wahnsinnig toll an." Auch dieser neue achte Fall "Nemesis" beweist, dass der MDR bei den Dresdner-"Tatorten" ein Händchen für gute Stoffe hat.

Darum geht's im "Tatort: Nemesis"

Dass ihr Mann nicht nach Hause kommt, ist für Katharina Benda (Britta Hammelstein) nichts ungewöhnliches. Schließlich übernachtet der Stargastronom Joachim Benda häufiger im Restaurant. Doch wenig später stehen die Ermittler Karin Gorniak (Karin Hanczewski), Leonie Winkler (Cornelia Gröschel) und Michael Schnabel (Martin Brambach) vor der Tür und informieren sie über den Tod ihres Mannes, der an seinem Schreibtisch erschossen aufgefunden wurde. Schnabel, der die Familie Benda kennt, wünscht sich eine schnelle Aufklärung des Falls. Erste Hinweise führen zur Mafia. War Schutzgelderpressung ein Motiv? Doch der Tote scheint für den kriminellen Ring eher eine Bereicherung als ein Problem gewesen zu sein. Dessen Frau berichtet aber von einem Überfall, bei dem auch ihre beiden Söhne Viktor (Juri Sam Winkler) und Valentin (Caspar Hoffmann) bedroht wurden und der einen Polizeieinsatz zur Folge hatte.

 

Die Jungs scheinen mehr über diese Zusammenhänge zu wissen, werden jedoch von ihrer Mutter so vereinnahmt, dass die Ermittler nicht an sie heran kommen. Schließlich verdächtigen Gorniak und Winkler sogar Katharina Benda des Mordes. Doch ihr Alibi ist wasserdicht. Trotzdem verheimlicht sie etwas...

Hintergrund

Die Darsteller der Brüder Caspar Hoffman und Juri Winkler standen schon zuvor vor der Kamera. Während Juri bereits mit zehn Jahren seinen ersten "Tatort" gesehen hat, darf Caspar am Sonntag seinen ersten Fall gucken.

Autor Mark Monheim erklärt, was er für diese Folge recherchiert hat: "Die Universität Halle schätzt, dass 2015 etwa 100 Milliarden Euro in Deutschland gewaschen wurden, Tendenz stark steigend. Kriminelle Banden aus Süd- und Osteuropa investieren illegal erworbene Gelder in Immobilien, Kunstwerke, Autos, in Spielcasinos, Wettbüros, Rotlichtbetriebe und Restaurants... Interessant war für uns vor allem, wie unauffällig und professionell die Geldwäsche heutzutage betrieben wird. Kriminelle Organisationen vermeiden Gewaltkriminalität und treten fast schon seriös auf, als Geschäftsleute und Investoren."

Während das Ermittlerduo Gorniak und Winkler in ihrem ersten gemeinsamen Fall "Das Nest" kaum Raum hatte zusammenzuwachsen und lediglich das Ende (die Erschießung des Mörders aus Notwehr) einen gewissen Zusammenhalt zeigte, wird in dieser Folge deutlich, dass hier ein sich gut ergänzendes Team ermittelt. Cornelia Gröschel bekommt viel mehr Platz, ihre neue Rolle der Kommissarin Winkler zu etablieren. Zu sehen ist eine selbstbewusste Frau mit eigenem Kopf, die sehr ehrlich und diszipliniert ist. Schauspielerin Gröschel beschreibt es so: "Die Staubwolken des ersten Falls haben sich etwas gelegt, Ruhe ist eingekehrt und die Drei haben sich zu einem Team entwickelt, dass sich zunehmend vertraut und gegenseitig stärkt."

 

GOLDENE KAMERA TV-Tipp, weil…

Auf den Dresdner-Krimi ist mittlerweile Verlass, dass er gute Unterhaltung liefert. Obwohl die Fälle sehr unterschiedlich sind, hat er sich zu einer feste Größe für die Zuschauer am Sonntagabend gemausert. War der letzte Fall noch blutrünstig, liegt hier das Grauen in der durchtriebenen Psyche der Menschen. Das ist ergreifend und erschütternd.

Der Autor Mark Monheim, der schon beim "Tatort: Déjà-vu" mit Regisseur Stephan Wagner zusammenarbeitete, sagt, sie haben nach einem "Thema mit einer großen emotionalen Fallhöhe gesucht". Und das haben sie hier gefunden! Die Dialoge sitzen, die Geschichte ist durchweg spannend und das Ende ist krass aufgelöst. Ein rundum grundsolider "Tatort" von guter Qualität.

 

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